Dienstag, 17. November 2009

Einflussfaktoren auf das Wirtschaftswachstum in China und Indien

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Letzte Woche habe ich mir durch Zufall mal die Sendung Maybrit Illner angeschaut. An der Diskussion nahmen Friedrich Kiesinger (Psychotherapeut), Hasso Plattner (Mitbegründer und heute Aufsichtsratschef der SAP), Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), Renate Künast (Die Grünen) und Opel-Betriebsrat Klaus Franz teil.

Es ging dabei um dieses und jenes - Opel, General Motors, Wirtschafts- und Finanzkrise, Finanzregulierung, staatliche Eingriffe...

Bei mir ist dabei allerdings vor allem eine Aussage von Hasso Plattner hängengeblieben, die ich hiermit mal schnell und unkommentiert wiedergeben möchte:

"Wenn die führende Macht unserer westlichen Welt, unsere Leitmacht, die Amerikaner, zwei große Kriege führen, und in diesen Kriegen das Geld nur so verpulvern, wie man Geld überhaupt nur durch die Finger rinnen lassen kann, dann muss man sich nicht wundern, dass das Auswirkungen hat. Das wird nur in Amerika nicht diskutiert, das wird nicht hier diskutiert. Diese Kriegskosten sind von der westlichen Wirtschaftsgemeinschaft nicht zu bezahlen.

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Und jeden Tag, wo die westliche Gemeinschaft dort engagiert ist, geht es mit China relativ weiter aufwärts. Nichts gegen die Chinesen, aber wie sie an uns vorbeiziehen, das ist schon erschreckend.
"

Maybrit Illner: Merkel bestellt Wachstum
(ZDFMediathek)

Die relevante Passage ist in dem verlinkten Video ab etwa 39 min 10 sec zu hören.

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Ich frage mich übrigens gerade, ob Hasso Plattner wohl DIE LINKE wählen würde ... #Afghanistan

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Deutschland wählt - Jetzt abstimmen und gewinnen!

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Welche Steuererhöhungen kommen möglicherweise auf uns zu?

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CDU/CSU und FDP haben ihren Wahlsieg wohl v.a. dem Versprechen steuerlicher Entlastungen zu verdanken.

Dass dies bei desolater Haushaltslage irgendwo schwierig ist, dürfte jedem einleuchten.

Dennoch werden auch jetzt nach der Wahl und während der laufenden Koalitionsverhandlungen noch keine entsprechenden Ansagen gemacht, die darauf hindeuten, an welchen Stellen wohl gespart werden wird. Und wer davon besonders betroffen sein könnte.

SPIEGEL ONLINE verweist in einem aktuellen Artikel auf mögliche Einsparungen bzw. Kosten, die auf uns zukommen könnten:

Koalitionspoker: So kann Schwarz-Gelb der Schuldenfalle entkommen

Dazu gehören:

Die Abschaffung der Rentengarantie, d.h. dass bei bei einem Rückgang der Löhne auch die Renten sinken dürfen. Unter der Voraussetzung, dass dabei auch die Preise in vergleichbarem Umfang nach unten gehen, wäre das auf den ersten Blick nicht weiter schlimm. Allerdings sehe ich eher das allgemeine Risiko einer Abwärtsspirale von Löhnen auch infolge eines Preisdrucks.

Die komplette Abschaffung der Pendlerpauschale, was v.a. die Menschen in strukturschwachen Regionen treffen würde, die notwendigerweise recht weit zu ihrem Arbeitsplatz zu pendeln haben und dabei vermutlich ohnehin nicht unbedingt das dickste Gehalt bekommen.

Die Einführung einer Autobahn-Maut auch für PKW, was insofern gerecht wäre, als dass dabei nicht nur deutsche, sondern auch ausländische Autobahnnutzer an den Unterhaltskosten beteiligt würden. Allerdings war es bisher eher so, dass deutsche Autofahrer für dieses und jenes zur Kasse gebeten worden sind, was dann allerdings nicht unbedingt dem Straßenbau zugute kam.

Die Besteuerung von Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschlägen, was auf den ersten Blick vielleicht wie die Abschaffung ungleicher Entlohnung aussehen mag, allerdings in erster Linie eine massive Kürzung der Nettolöhne von etwa der Hälfte aller Beschäftigten zur Folge hätte.

Die Kürzung von Subventionen für erneuerbare Energien, was aus meiner Sicht im Zusammenhang mit dem ökologischen Nutzen betrachtet werden muss.

Die Abschaffung des Steuerprivilegs der Deutschen Post, d.h. dass anders als bisher auf Briefsendungen und private Pakete zukünftig die Mehrwertsteuer draufgeschlagen wird.

Die Erhöhung des Arbeitnehmeranteils an der GKV, was in etwa der alten Leier der Arbeitgeberverbände entspricht, die immer wieder nach einer Senkung der Lohnnebenkosten rufen.

Die Erhöhung der Mehrwertsteuer, wobei eine generelle Erhöhung erfolgen könnte oder aber eine Erhöhung des ermäßigten Steuersatzes für bestimmte Produkte.

Die Kappung der Entwicklungshilfe für China - dies ist wohl ein Punkt, der nicht erst weiter diskutiert werden muss.

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Als erstes würde ich ja bei dieser Entwicklungshilfe für China sparen. Ansonsten erscheint mir persönlich die Erhöhung der Mehrwertsteuer als die gerechteste Lösung. Und auch als die ökologisch günstigste. Weil die Verbraucher dadurch dazu angehalten sind, nicht unnötig immer wieder Neues zu kaufen.

Sozial ungerecht wäre aus meiner Sicht die Erhöhung des Arbeitnehmeranteils an der GKV, die Abschaffung der Pendlerpauschale und die Besteuerung der Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge - auch wenn ich selbst von letzterem nicht betroffen wäre.

Was meint ihr dazu?

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Deutschland wählt - Jetzt abstimmen und gewinnen!

Dienstag, 6. Oktober 2009

Unternehmensfreundlichkeit unterschiedlicher Staaten

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Die Weltbank untersucht jährlich die Unternehmensfreundlichkeit von 183 Staaten dieser Erde. Anscheinend in erster Linie auf der Basis der jeweiligen Wirtschaftsgesetzgebung:

Reformen: So unternehmensfreundlich ist Deutschland jetzt
(WELT ONLINE)

Spitzenreiter sind demnach Singapur, Neuseeland und Hongkong. Deutschland liegt im aktuellen Ranking auf Platz 25.

Weitere Länder, die vor Deutschland liegen: Georgien (11), Thailand (12), Saudi Arabien (13).

Ich frage mich allerdings, welche vernünftige Mensch eigentlich lieber in Georgien als in Deutschland investieren würde.

Georgien: Ein verrückter Präsident, der es drauf hat, einen Krieg gegen Russland zu provozieren.

Thailand: Seit 2006 immer wieder politische Unruhen.

Saudi Arabien: Wer als westlich orientierter Mensch, der an Gleichberechtigung von Männern und Frauen usw. gewöhnt ist, möchte dort leben und arbeiten?

Irgendwie meine ich, dass es vielleicht noch andere Kriterien geben könnte, nach denen ein Unternehmen entscheidet, wo es sich am besten ansiedelt.

Montag, 5. Oktober 2009

Kostenkiller

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Viele Unternehmen setzen im verschärften wirtschaftlichen Wettbewerb vor allem und allein auf Kostenreduktion. Nicht nur ohne Rücksicht auf die Mitarbeiter, sondern auch ohne Rücksicht auf langfristig notwendige Investitionen.

Bei France Telecom hat jetzt ein Manager seinen Hut nehmen müssen, der in dem Unternehmen irgendwie mit Fug und Recht als "Kosten...killer" bezeichnet wurde:

France Télécom: Nummer zwei geht
(manager-magazin.de)

24 Suizide in 19 Monaten mit Verweis auf die Arbeitsbedingungen!

Wenn man sich die tägliche Berichterstattung aus dem Bereich Wirtschaft anschaut, dann könnte man meinen, dass es nicht nur viele, sondern die meisten Manager sind, deren Hauptaugenmerk auf Kostenreduktion liegt. Wenngleich die Folgen vielleicht nicht immer so extrem ausfallen wie bei France Telecom.

Dabei lässt sich nachweisen, der Erfolg eines Unternehmens gerade nicht aus Kostenreduktion resultiert:

Wettbewerbsposition: Erfinder schlägt Kostenkiller
(manager-magazin.de)

Wirklich erfolgreich sind demnach solche Unternehmen, die auf neue Produkte und Dienstleistungen setzen und engagierte Mitarbeiter als wesentliche Voraussetzungen ihres Geschäftserfolges sehen - und nicht nur als beliebig austauschbare Werkzeuge.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Aktuelle Meldungen zu Wind-, Solar- und Atomenergie

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In der letzten Woche hatte ich auf Meldungen hingewiesen, wonach deutsche Unternehmen möglicherweise sehr bald die in Nordafrika "niedergehende" Solarenergie nutzen werden. Jetzt melden sich Wissenschaftler der Harvard University zu Wort, die festgestellt haben, dass ein weltweites Netz von Windenergieanlagen für sich genommen den gesamten aktuellen und zukünftigen Strombedarf der Menschheit befriedigen könnte:

RIESIGES POTENTIAL: Windenergie könnte ganze Welt versorgen
(SPIEGEL ONLINE)

Die Berechnung schließt dabei alle Landflächen ein, die sich nicht nahe an dichtbesiedelten oder in waldreichen und schneebedeckten Gebieten befinden. Zusätzlich werden auch Möglichkeiten für Offshore-Windparks bis zu 50 Meilen vor der Küste bis zu einer Wassertiefe von 200 m berücksichtigt. Mit diesem Potential könnte etwa das 80fache des in 2006 weltweit verbrauchten Stroms erzeugt werden!

Derweil begrüßen Merkel und Barroso das Projekt Desertec:

SOLARENERGIE AUS DER SAHARA: Merkel stellt EU-Geld für Wüstenstrom-Projekt in Aussicht
(SPIEGEL ONLINE)

Allerdings dämpft der RWE-Vertreter gleichzeitig bereits die Erwartungen, wonach im Rahmen dieses Projekts sehr bald in großem Stil Energie nach Deutschland transportiert werden könne. CDU-Politiker wie auch Energiewirtschaft scheinen bisher nicht auf Atom- und neue Kohlekraftwerke verzichten zu wollen.

Dabei verweist eine Studie des Ökoinstituts darauf, dass längere Laufzeiten der vorhandenen Atomkraftwerke nicht, wie häufig dargestellt zu einem geringeren Strompreis führen würden, sondern im Gegenteil:

STUDIE DES ÖKOINSTITUTS: Atomkraft treibt Strompreis in die Höhe
(SPIEGEL ONLINE)

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3 Euro retten seine Welt