Montag, 15. Dezember 2008

1.059 Euro

3 Kommentare

Für so viel konnte ich heute morgen Superbenzin tanken. Und das bei der großen blauen Markentankstelle.

Dazu noch kostenlos gepullert

Und die Scheiben konnte ich auch mal wieder sauber machen. Wovon man allerdings nach weiteren 60 Kilometern an der Frontscheibe nichts mehr sieht

Ich bin ja mal gespannt, ob wir irgendwann auch noch eine 0 vor dem Komma/Punkt sehen werden.

Allerdings habe ich in den letzten Tagen auch erhebliche Unterschiede von bis zu 15 Cent zwischen verschiedenen Tankstellen an verschiedenen Standorten feststellen können.

Wer bietet weniger?

***


Donnerstag, 13. November 2008

Nur 400.000 US-Dollar

1 Kommentare

Dies ist der Betrag, den der US-Präsident jährlich als Gehalt bekommt (Quelle: Wikipedia). Nach aktuellem Wechselkurs sind das etwa 319.000 Euro.

Unsere Bundeskanzlerin erhält mit 261.500 Euro nur unwesentlich weniger:

GEHÄLTER VON REGIERUNGSCHEFS: Merkel verdient fast am besten
(SPIEGEL ONLINE)

Peanuts!

Die Manager der Banken, die in Deutschland die staatlichen Finanzhilfen in Anspruch nehmen, dürfen immerhin noch 500.000 Euro kassieren:

BANKENKRISE: Regierung beschließt Finanzrettungspaket mit strengen Auflagen
(SPIEGEL ONLINE)

Und in den USA bekommen die größten Totalversager bei den Bankmanagern immer noch Boni in Milliardenhöhe. Auf Kosten der dortigen Steuerzahler:

Zahlung von Dividenden und Boni: Staatsanwalt nimmt Banken ins Visier
(Handelsblatt.com)

...

Man muss allerdings auch berücksichtigen, dass der US-Präsident außer seinem Gehalt noch Anspruch auf weitere geldwerte Vorteile hat, darunter mietfreies Wohnen in einem kleinen Häuschen, Wochenenddatsche für Familienfeiern usw., kostenloses mobiles Büro und Haushaltsmittel für Bürohilfen und Assistenten.

Und an die nachfolgenden Verwertungsmöglichkeiten der im Job gemachten Erfahrungen muss auch gedacht werden. Das Ehepaar Clinton hat z.B. seit dem Auszug aus dem Weißen Haus mehr als 100 Millionen Dollar v.a. durch Reden und Buchhonorare verdient:

Steuererklärung: Clinton veröffentlicht Einkommen
(Focus.de)

Übrigens wird derzeit darüber spekuliert, ob das Weiße Haus überhaupt weiterhin das Weiße Haus bleiben wird - hier klicken

***

Video- und Computerspiele im Preisvergleich bei Kelkoo!

Dienstag, 28. Oktober 2008

Kleines Rätsel

6 Kommentare

Heute möchte ich euch mal mit einem kleinen Rätsel konfrontieren:


Was ist der Unterschied zwischen einer großen Pizza und einem Investmentbanker?




...

Nachtrag am 29.10.2008 gegen 8.45 Uhr: Das Rätsel ist mittlerweile gelöst. Die von mir gesuchte Antwort lautet:


Eine große Pizza kann jederzeit eine ganze Familie ernähren!


...

Meine

besonders aufrichtige Wertschätzung


für die richtige bzw. eine zumindest passende Lösung geht an


Irmgard


sowie


Luposine



***


Mittwoch, 22. Oktober 2008

Unternehmen, die der Krise trotzen

0 Kommentare

Während sich aus einigen Branchen die Hiobsbotschaften häufen, gibt es einige wenige Unternehmen, die gerade in dieser Zeit sehr gute Zahlen liefern und auch hinsichtlich des Ausblicks mehr oder weniger optimistisch sind.

Der US-amerikanische Technologieriese IBM hat seinen Gewinn im dritten Quartal deutlich gesteigert und hält die Prognosen für das aktuelle Jahr sowie für die Entwicklung bis 2010 aufrecht:

Computerriese: IBM steigert Gewinn mitten in der Finanzkrise
(WELT ONLINE)

Auch der Suchmaschinenriese Google meldet eine deutliche Gewinn- und Umsatzsteigerung, gibt sich weiterhin optimistisch, allerdings ohne konkrete Prognosen:

Suchmaschinen: Google steigert Gewinn und freut sich über Krise
(WELT ONLINE)

Und (Nicht-nur-)Computerriese Apple meldet ebenfalls eine deutliche Absatz- und Gewinnsteigerung:

4. Quartal: Apple steigert Gewinn mal eben um 26 Prozent
(WELT ONLINE)

Unternehmen, die nicht auf Pump wirtschaften.

Wenngleich auch die Aktien dieser Unternehmen derzeit leiden. Was aber auch mit der vormaligen Bewertung dieser Unternehmen zu tun haben dürfte. Google (WKN: A0B7FY) hat beim gegenwärtigen Aktienkurs von etwa 280 Euro immer noch ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 20 (für 2008), Apple (WKN: 865985) bei einem Kurs von etwa 78 Euro ein KGV von etwa 19. Allein IBM (WKN: 851399) steht bei einem Kurs von etwa 65 Euro und einem KGV von etwa 10 recht günstig da.

***

Handys im Preisvergleich bei Kelkoo!

Montag, 20. Oktober 2008

1.249 Euro

0 Kommentare

Für diesen Betrag (pro Liter) habe ich heute morgen getankt. Supa

Im Juli waren es in der Spitze einmal 1.569 Euro.

Der Ölpreis ist in der Zwischenzeit von seinem All-time-high bei US-$ 147.27 im Juli diesen Jahres bis auf einen 12-Monats-Tiefstand von US-$ 68.58 am letzten Freitag gefallen (Quelle).

Der Rückgang dürfte v.a. auf die Erwartung einer Abkühlung der Weltkonjunktur zurückgehen, verbunden mit der Erwartung, dass damit auch der Verbrauch an Erdöl und Erdölprodukten sinkt. Was sicherlich auf Aktienmarkt und Arbeitsplätze nicht so günstige Auswirkungen haben wird. Aus einer ökologischen Perspektive betrachtet kann man über diese Entwicklung allerdings nicht unbedingt meckern.

Die Organisation erdölfördernder Staaten OPEC hat sich nun infolge dieser Entwicklung auf eine Drosselung der Fördermenge geeinigt:

SINKENDE PREISE: Opec will Ölmenge drosseln
(SPIEGEL ONLINE)

Ich glaube, wir müssen jetzt alle mal für die arme OPEC spenden

***

Video- und Computerspiele im Preisvergleich bei Kelkoo!

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Hypo Real Estate

0 Kommentare

Eigentlich hätte es einem schon zu denken geben sollen, was der Name dieses Unternehmens übersetzt bedeutet:


"Unterwirkliches Vermögen"


Gefunden hier

***

Domains schnell und einfach registrieren.

Donnerstag, 9. Oktober 2008

Der DAX bei 2200 Punkten?

1 Kommentare

Ein weiterer Kursrückgang bis auf dieses Kursniveau wird von diesem Herrn zumindest nicht ausgeschlossen:

Dax-Prognose: "Ich halte 2200 Punkte für möglich"
(WELT ONLINE)

Am Ende des Interviews rät der Vermögensverwalter dann, das Angebot eines Bauernhofs mit schönem Stück Land anzunehmen. - Nun ja, aus einem schönen Stück Land kann allerdins auch schnell ein Verlustbringer werden. Wenn nebenan ein AKW gebaut wird. An der Nordsee sollte man vielleicht auch nicht unbedingt Immobilien haben. Ganz allgemein nicht in tiefer gelegenen Regionen. Stichwort Klimawandel

Da ließen sich noch weitere Lagemerkmale einer Immobilie nennen, auf die man achten sollte, die sich auch mal schnell ändern können. Aber dazu vielleicht später mal.

Ein weiterer Artikel verweist auf mögliche Entwicklungen am Markt mit Blick auf zurückliegende Crashs und Rezessionen:

Planspiele: Wie es an den Börsen weitergeht
(WELT ONLINE)

Wenn die Aktien schon nicht laufen, könnte die EZB dann nicht wenigstens mal die Zinsen erhöhen? Ich kann mich noch an Zeiten zu Anfang der 90er erinnern, als es auf Festgeld bis zu 8 Prozent gab

***

Deutschland wählt - Jetzt abstimmen und gewinnen!

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Lustiges zur Bankenkrise

0 Kommentare

Manches lässt sich am besten mit Humor ertragen. Auch die vielleicht mehr oder weniger vorhandenen Verluste an der Börse und das nicht zu vernachlässigende Risiko weiterer Verluste bei verschiedenen Anlageformen.

Ich habe daher einige lustige Links zu diesem Thema herausgesucht:

Kalle gibt Hinweise, wie gestresste Banker und vielleicht auch andere Betroffene mit dieser Situation mental und emotional besser umgehen können - unter Verwendung der Methode des Qi Gong (gesprochen: Tschi Gung).

Die ebenfalls einer fernöstlichen Lehre verpflichteten Experten des Sheng-Fui-Blogs beschäftigen sich in einem aktuellen Beitrag mit der Einlagensicherung in Deutschland.

Bei Youtube findet sich eine Anleitung für das Spiel Bankenkrise (aus der NDR-Sendung Extra 3).

Ebenfalls bei Youtube findet sich ein Video, das eine Überprüfung der Werbeversprechen einer deutschen Großbank beinhaltet.

Des weiteren möchte ich euch auf ein vielleicht nicht ganz so lustiges Video zum geplanten Börsengang der Deutschen Bahn hinweisen.

***

Domains schnell und einfach registrieren.

Montag, 6. Oktober 2008

Probleme mit der Geldanlage?

6 Kommentare

Bezogen auf meinem letzten Beitrag erreichte mich folgende private Message eines anonymen Internetusers:

"Die Deutsche Bank deckt lediglich 7,5 Milliarden
meiner Einlagen ab.
Und was ist mit dem Rest?
"

Wer solche und ähnlich gelagerte Probleme mit seiner persönlichen Geldanlage hat, kann sich natürlich jederzeit vertrauensselig vertrauensvoll an mich wenden!
In Abhängigkeit vom jeweiligen Anlagebetrag gelten dabei folgende Preise für die unverbindliche Erstberatung:

Stufe 1 (bis 1 Mrd. Euro): Ein Merkava Mk4

(Das ermöglicht mir endlich ein entspanntes Fahren ohne Rücksicht auf Staus und Probleme mit schlechten Straßen.)

Stufe 2 (bis 5 Mrd. Euro): Ein RAH-66 "Comanche"

(Für kleine Spritztouren auch ins Ausland ohne lästige Grenzkontrollen.)

Stufe 3 (ab 5 Mrd. Euro 1 Cent): Eine F22 "Raptor"

(Für etwas größere Touren bis hin zu Weltreisen ohne lästige Kontrollen auf Flughäfen usw.)

Alle Preise verstehen sich inkl. Überführung und Betankung für ein Jahr.

Frauen, die einen Kontaktwunsch bezogen auf den eingangs erwähnten anonymen Internetuser hegen, seien an dieser Stelle übrigens darauf hingewiesen, dass dieser Mann nach eigenen Angaben verheiratet ist. (Wie er dabei zu solch einem Vermögen gekommen ist, ist mir zwar schleierhaft, möchte ich jetzt allerdings nicht weiter thematisieren.)

...

...

Nachtrag am 07.10.2008 gegen 09.00 Uhr:

Gestern abend erhielt ich noch folgende private Nachricht:

"Wenn Du mich schon "benutzt" kannst Du auch
darauf hinweisen, daß bei solchen Männer sicherlich
Bedarf an Sekretärinnen, Assistentinnen,
Putzfrauen......äh, Du weißt was ich meine.
"

...

...

Ähm, weiß zufällig jemand, wie ich das so einstellen kann, dass nicht um jedes eingefügte Bild so ein Rahmen angezeigt wird? (Dank Mr. Gucky hat sich das geklärt )

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Wie sichert man sein Vermögen?

8 Kommentare

Ich habe im Moment nicht die rechte Lust, mich mit dem Thema Finanzen zu beschäftigen, möchte aber zumindest auf einige Artikel verweisen, die sich mit den aktuellen Gefahren am Finanzmarkt und einem effektiven Umgang damit beschäftigen. Es geht ja dabei nicht nur um das Risiko des Totalverlusts bei einzelnen hochspekulativen Anlageprodukten wie etwa Optionsscheinen, Zertifikaten und Aktien, sondern auch das Risiko des Verlusts klassischer Spareinlagen bei einer bisher als unwahrscheinlich eingestuften Insolvenz eines Kreditinstituts.

Es wird zwar versucht, die Menschen zu beruhigen und dabei darauf verwiesen, dass Spareinlagen bei deutschen Privatbanken, Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken weitgehend sicher sind - was auf jeden Fall sinnvoll ist, denn ein massives Abheben des Bargeldes durch eine große Zahl von könnte erst recht zur Zahlungsunfähigkeit eines Geldinstituts führen. Trotzdem ist das Risiko des Verlusts auch bei diesen klassischen Sparanlagen nicht gleich Null. Man sollte sich also schon einmal mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

Zum Schnell-Durchlesen:

Finanzkrise: Was passiert, wenn meine Bank pleitegeht?
(FocusMoney)

Geldanlagen: Jetzt verkaufen? Krisentipps für Anleger
(WELT ONLINE)


_________

Anzeige:

Geldanlage: Die besten Angebote für Ihren Vermögensaufbau

_________

Wer etwas mehr Zeit zum Lesen hat:

Opfer der Krise: Das Millionengrab der deutschen Kleinanleger
(WELT ONLINE)

Zertifikate: Banken droht Regress wegen Lehman-Papieren
(WELT ONLINE)

Finanzkrise: Die Bankenkrise verschreckt deutsche Sparer
(WELT ONLINE)

Kursstürze: Was uns die Geschichte über die Finanzkrise lehrt
(WELT ONLINE)

Kredite: Das Vertrauen unter den Banken schwindet
(WELT ONLINE)

Telefonaktion: Die Folgen der Finanzkrise für deutsche Sparer
(WELT ONLINE)

Was man aus meiner Sicht auf jeden Fall festhalten kann:

1. Wirklich sicher vor Verlust ist keine Anlage.

2. Vor hochspekulativen Anlagen, deren Sinn man nicht einmal versteht, sollte man grundsätzlich die Finger lassen.

3. Hohe Gewinnchancen beinhalten meist auch höhere Risiken. Das gilt auch für besonders attraktive Tagesgeldkonditionen - wenn sich dahinter lediglich ein finanzschwaches Kreditinstitut aus dem Ausland mit nicht ausreichender Einlagensicherung befindet.

4. Auch Gold und andere Rohstoffe bieten keinen hundertprozentigen Kapitalschutz. Auch diese Anlagen unterliegen erheblichen Kursschwankungen. Zudem kostet die Aufbewahrung bei der Hausbank Gebühren. Allerdings ist es bei Edelmetallen relativ unwahrscheinlich, dass hier ein Totalverlust eintritt.

5. Anlagen sollten grundsätzlich diversifiziert erfolgen - sowohl im Hinblick auf die Art des Anlageprodukts (Tagesgeld, Aktien, Anleihen, Fonds...) als auch im Hinblick auf das Kreditinstitut.

6. Bargeld, welches man zu Hause aufbewahrt, ermöglicht zwar einen schnellen Zugriff, unterliegt allerdings auch wieder dem Risiko der Inflation und ist nicht ausreichend gegen Diebstahl, das Einkaufsverhalten der Ehefrau und andere Risiken abgesichert.

Dienstag, 2. September 2008

Commerzbank schluckt Dresdner Bank

1 Kommentare

Es wird davon ausgegangen, dass etwa 50 Prozent aller Fusionen scheitern. Manche Studien verzeichnen sogar, dass mehr als 90 Prozent aller Fusionen und Übernahmen ihre Ziele verfehlen:

Viele Fusionen scheitern am Aufeinandertreffen der Kulturen
(uni-protokolle.de)

Ignoranz lässt Fusionen scheitern
(silicon.de)

Mögliche Gründe gibt es mehrere. Nicht nur bei länderübergreifenden Fusionen ist davon auszugehen, dass es Unterschiede zwischen den (Unternehmens-)Kulturen gibt. Kulturelle Unterschiede werden bisweilen für 70 Prozent aller gescheiterten Fusionen verantwortlich gemacht. Dazu zählen beispielsweise unterschiedliche Auffassungen zur Führung der Mitarbeiter und zur Mitbestimmung. Und natürlich haben die Unternehmensmitglieder - vom Beschäftigten ohne Führungsfunktion bis hin zum Vorstand des übernommenen Unternehmens - ein vitales Interesse daran, nach einer Fusion nicht schlechter dazustehen als vorher. Mangelnde Information wie auch die Ankündigung eines massiven Abbaus von Arbeitsplätzen dürfte sich dabei nicht eben förderlich auf die Motivation der Betroffenen auswirken.

...

Nun versucht es die Commerzbank mit einer Übernahme der Dresdner Bank. Nachdem die in 2001 erfolgte Übernahme durch die Allianz nun doch nicht so erfolgreich war.

Die Börsianer haben sich schon mal ihre Meinung dazu gebildet:

BÖRSENREAKTION: Commerzbank-Aktien brechen nach Dresdner-Kauf ein
(SPIEGEL ONLINE)

Montag, 4. August 2008

Autowerte mit Einstiegskursen?

1 Kommentare

Zu den Aktien, die in den letzten Wochen und Monaten besonders an Wert verloren haben, gehören die Autowerte. V.a. die Entwicklung des Ölpreises dürfte sich hier niedergeschlagen haben - insbesondere bei solchen Unternehmen, die in großem Umfang Sport- und Geländewagen anbieten (siehe auch diesen Beitrag).

Der Höhenflug des Ölpreises scheint nunmehr allerdings gestoppt. Das All-Time-High für den Future (Light Sweet Crude Oil Futures,Oct-2008,RTH) lag Mitte Juli bei 146.13 USD. Aktuell liegt der Kurs jedoch bei 125.50 USD (wobei die Information über diesen Kursrückgang vielleicht noch nicht bei allen Tankstellen angekommen ist).

Die aus dem hohen Ölpreis resultierenden Belastungen sind vermutlich in den Kursen und reduzierten Gewinnschätzungen bereits eingepreist. Möglicherweise haben wir daher jetzt Einstiegskurse. Zumindest scheint das ein "geheimnisvoller Hedgefonds" so zu sehen, der jetzt in bedeutsamem Umfang bei Daimler (WKN: 710000) eingestiegen ist:

BILLIGAKTIE: Hedgefonds kauft sich bei Daimler ein
(SPIEGEL ONLINE)

Der Marktwert der Aktie scheint aktuell nur knapp über dem Buchwert zu liegen. Das KGV für 2008 liegt bei geschätzten 6.79, die Dividendenrendite bei 5.75 Prozent.

Ich persönlich würde bei der Auswahl einer Autoaktie allerdings noch etwas stärker darauf schauen, in welchem Ausmaß das Unternehmen bemüht ist, v.a. spritsparende und auch insgesamt preisgünstige Modelle zu vermarkten. Und dabei dann etwas Günstiges herauspicken, was in letzter Zeit vielleicht nicht so gut gelaufen ist...

Dienstag, 8. Juli 2008

Rohstoff-Hausse - Ursachen, Folgen und Lösungen

1 Kommentare

Leider finde ich im Moment nicht so recht die Zeit für das Schreiben in diesen meinem "Nebenblog". Ich möchte aber zumindest auf einen schönen Artikel hinweisen, den ich heute gefunden habe:

SPEKULANTEN: Die Hunger-Hausse
(Manager Magazin)

Der Artikel ist zwar etwas lang aber wie ich finde sehr lesenswert.

Wenngleich sich leider auch in diesem Beitrag kein rechter Anhaltspunkt dafür findet, wann diese Hausse (Blase?) zu Ende sein wird *fg*

Das einzige, was mir an diesem Artikel nicht gefällt, ist der "Lösungsvorschlag", weiterhin Hilfen in ein Fass ohne Boden (Entwicklungshilfe für Afrika usw.) zu stecken, anstatt diesen Ländern endlich einmal die Möglichkeit zu geben, sich selbst zu entwickeln.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Unternehmen mit Potential

1 Kommentare

Wenn man meint, dass ein Mitarbeiter nicht unbedingt die Leistung und die Qualität liefert, die man erwarten könnte, und man dies nicht so negativ ausdrücken möchte, verwendet man gern die Formulierung:

Der Mitarbeiter verfügt über Potential.

Dabei wird unterstellt, dass der betreffende Mitarbeiter zumindest über die Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt, die erwartete Leistung erbringen zu können. Wozu sich dann allerdings auch noch die Motivation und der Wille zur Umsetzung gesellen muss.

Auch manches Unternehmen verfügt über nicht ausgereizte Potentiale.

Daran musste ich irgendwie denken, als mir die folgende Unternehmensmeldung vor Augen kam:

"GROBE VERTRAGSVERLETZUNG": Deutsche Bahn verliert Großauftrag
(SPIEGEL ONLINE)

...

Hat jemand vor, Aktien zu ordern, wenn die Deutsche Bahn irgendwann an die Börse geht? *Sonnenbrille aufsetz*

Montag, 16. Juni 2008

Noch ein Tipp für Rohstoff-Anleger

0 Kommentare

Was ist das das sicherste Anzeichen dafür, dass die Rohstoff-Hausse bald zu Ende ist?

Antwort: Dass die Kurse für Rohstoffe und damit verbundene Anlageprodukte bald einknicken werden, erkennen Sie am besten daran, dass Sie gerade ein Rohstoff-Zertifikat geordert haben! *fg*

Donnerstag, 12. Juni 2008

Aktueller Tipp für Rohstoffanleger

3 Kommentare

Nicht nur der Preis für Rohöl ist in den letzten Monaten rapide gestiegen. In Abhängigkeit von steigenden Treibstoffpreisen steigt auch die Nachfrage und damit verbunden der Preis für bestimmte "Nischenprodukte".

Die Preissteigerungen für solche Nischenprodukte fallen sogar sehr viel stärker als beim Rohöl aus. Ein Beispiel dafür sind Esel:

HOHER ÖLPREIS: Esel verdrängen Traktoren
(SPIEGEL ONLINE)

In ländlichen Gebieten Anatoliens ist der Preis für Esel von umgerechnet rund 26 Euro auf bis zu 180 Euro, d.h. um 492 % gestiegen!

Also, Leute, kauft Esel!

Es gibt auf jeden Fall noch genug davon. So spielen allein 500.000 und drei Millionen Deutsche trotz Verbots regelmäßig bei ausländischen Online-Kasinos um Geld, und wundern sich womöglich, dass sie von eventuellen Gewinnen nichts abbekommen:

ONLINE-POKER: Konto gesperrt, Kohle weg
(SPIEGEL ONLINE)


Donnerstag, 29. Mai 2008

Positive Konsequenzen der Ölpreisentwicklung

3 Kommentare

Wenn ich mir den aktuellen Preis für Rohöl anschaue (131,03 USD; Light Sweet Crude Oil Futures,Jul-2008,RTH), dann muss ich feststellen, dass dieser Wert... geringfügig über dem Wert vom 12.03.2008 liegt. An besagtem Tag hatte ich mich ja schon einmal mit dem Rohölpreis auseinandergesetzt und war davon ausgegangen, dass da nicht mehr so viel Spielraum nach oben besteht.

Nun ja... was interessiert mich mein dummes Geschwätz von gestern! *fg*

Wenngleich es auch mich nicht unbedingt freut, an der Tankstelle immer tiefer in die Tasche greifen zu müssen, so ist doch festzustellen, dass die Entwicklung des Ölpreises auch positive Seiten hat. Zumindest aus einer ökologischen Perspektive betrachtet.

Diese unsägliche Billigfliegerei sollte beispielsweise nun bald ein Ende haben:

Reisekosten: Billig-Flieger sind inzwischen richtig teuer
(WELT ONLINE)

Auch die Verkäufe von besonders spritfressenden Fahrzeugen brechen jetzt ein:

ABSATZEINBRUCH BEI GELÄNDEWAGEN: Ford will in den USA rund 2000 Stellen streichen
(SPIEGEL ONLINE)

Der öffentliche Personenverkehr profitiert dagegen von der Entwicklung. Speziell die Deutsche Bahn konnte ihre Fahrgastzahlen um einen geringen Prozentsatz von insgesamt 2.3 Prozent erhöhen:

Mobilität: Hoher Spritpreis treibt neue Kunden zur Bahn
(WELT ONLINE)

In den USA erleben die öffentlichen Verkehrsbetriebe die höchste Nachfrage seit 50 Jahren. Im März sind US-amerikanische Autofahre elf Milliarden Auto-Meilen weniger gefahren als im Vorjahresmonat, was einem Minus von 4,3 Prozent, so viel wie noch nie:

BENZINPREIS-SCHOCK: Millionen Autofahrer steigen auf Bahn um
(SPIEGEL ONLINE)

Ich persönlich werde allerdings nicht so schnell auf die Bahn umsteigen, da mir das Auto doch noch viele Vorteile bietet. Außerdem gehe ich davon aus, dass sich die gestiegenen Energiepreise auch recht bald wieder in vergleichbaren Preisen für die Tickets niederschlagen werden. (Irgendwie habe ich auch nicht so die Erwartung, dass die Deutsche Bahn es schaffen wird, die kurzfristig neu gewonnenen Kunden auch zu halten. Man will dies zwar irgendwie versuchen, allerdings bezweifle ich, dass die zuständigen Entscheider die dafür geeigneten Maßnahmen, z.B. den Erhalt vorhandener Strecken, Wiederbelebung stillgelegter Verbindungen, Ausbau von Kapazitäten, treffen werden.)

Allerdings dürfte auch der Druck auf die Automobilunternehmen, bereits vorhandene Konzepte zur Einsparung von Kraftstoffen schneller umzusetzen, dadurch zunehmen.

Beispiel BMW:

NEUE ÖKOTECHNOLOGIE VON BMW: Spritsparen 2.0
(SPIEGEL ONLINE)

Beispiel Honda:

ÖKOAUTOS: Honda plant billigen Hybrid
(SPIEGEL ONLINE)

Wenig halte ich dagegen von einem Umrüsten eines vorhandenen Autos auf Gasantrieb – weil Gas ja deutlich billiger ist:

CNG-AUTOS: Vollgas mit gutem Gewissen
(SPIEGEL ONLINE)

Gas wird ja sicherlich auch noch in ein oder zwei Jahren nur halb so viel kosten wie Superbenzin... *rotfl*

Wenn man z.B. bedenkt, welche preislichen Unterschiede es noch vor einem halben Jahr zwischen Diesel und Benzin gegeben hat und wie das heute ausschaut.


3 Euro retten seine Welt

Mittwoch, 14. Mai 2008

Sell in May and go away!

0 Kommentare

Weitere Börsenweisheiten:

"Der Oktober ist ein besonders gefährlicher Monat, um mit Wertpapieren zu spekulieren.
Die anderen gefährlichen Monate sind Juli, Januar, September, April, November, Mai, März, Juni, Dezember, August und Februar.
"
(Mark Twain)

...

"Kräht der Hahn früh auf dem Mist,
ändert sich's Wetter oder es bleibt wie es ist!
"

Gegen Abend ist mit zunehmender Dunkelheit zu rechnen! *fg*


Donnerstag, 24. April 2008

Gewinn- und Kapitalbeteiligung von Mitarbeitern

3 Kommentare

Zu den wichtigen Möglichkeiten, Mitarbeiter zu hohen Leistungen zu motivieren, gehört neben einer angemessenen Gestaltung von Arbeitsaufgaben (Tätigkeits- und Entscheidungsspielraum, vielfältige Anforderungen), einer motivationsförderlichen Unternehmenskultur (Anerkennung selbständigen Handelns, Entwicklungsmöglichkeiten) sowie einer Vereinbarung von Zielen auch eine finanzielle Anerkennung von Leistung.

Allerdings stellt eine individuelle oder auch teambezogene leistungsabhängige Vergütung nicht immer eine angemessene Lösung dar, da erbrachte Leistungen oftmals von vielen Bedingungen abhängig und das Ergebnis der Arbeit unterschiedlichster Beschäftigter in einem Unternehmen sind. Auch wenn manche Unternehmen meinen, dass es nur auf verkaufte Produkte ankommt - auch die Arbeiter in der Produktion sind letztlich für das Unternehmensergebnis mitverantwortlich.

Eine Alternative besteht daher darin, sämtliche Mitarbeiter am Unternehmenserfolg zu beteiligen.

Diesbezüglich besteht in Deutschland noch erheblicher Nachholbedarf. Nach Berechnungen des IAB hatten Mitte 2005 lediglich neun Prozent der Betriebe ein System der Gewinnbeteiligung und nur bei zwei Prozent gab es ein System der Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter:

Gewinn- und Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter: Die Betriebe in Deutschland haben Nachholbedarf
(Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung)

Gewinnbeteiligung meint dabei eine erfolgsabhängige Zuwendung zusätzlich zu Lohn und Gehalt. Bei einer Kapitalbeteiligung werden die Beschäftigten zu Miteigentümern des Unternehmens und erwerben Belegschaftsaktien, GmbH-Anteile oder auch Genossenschaftsanteile. Die Mitarbeiter profitieren dabei vom steigenden Marktwert des Unternehmens, was allerdings auch abhängig ist vom aktuellen Klima an der Börse.

Der Anteil der Unternehmen mit Mitarbeiterbeteiligung ist bei größeren Unternehmen höher als bei kleineren. In den neuen Bundesländern ist der Anteil geringer als in den alten Bundesländern. Des weiteren gibt es erhebliche Branchenunterschiede. Besonders hoch ist der Anteil von Unternehmen mit Gewinnbeteiligung in Unternehmen der Kredit- und Versicherungsbranche (26 Prozent im Bundesdurchschnitt). Interessanterweise ist der Anteil von Unternehmen mit Mitarbeiterbeteiligung bei Unternehmen in ausländischem Besitz deutlich höher als bei Unternehmen unter rein deutscher Kontrolle (31 zu 9 Prozent).

Nun hat sich die große Koalition auf ein Konzept geeinigt, welches eine Erhöhung der Mitarbeiterbeteiligung in Deutschland bewirken soll:

Firmengewinne: Was Arbeitnehmer vom Kuchen abbekommen sollen
(WELT ONLINE)

Steuerliche Anreize sollen dabei sowohl für das Modell der klassischen Belegschaftsaktie als auch für ein Modell gelten, bei dem das Kapital zunächst in einen Fonds fließt, dessen Vermögen wiederum in die angeschlossenen Unternehmen zurückfließt, was eine gewisse Streuung des Risikos ermöglicht.

Problematisch ist eine Mitarbeiterbeteiligung natürlich im Hinblick auf ein mögliches Risiko der Insolvenz.

Wobei eine Beteiligung am Unternehmensgewinn oder Unternehmenswert ohnehin nicht für alle Beschäftigten in Frage kommt. Man denke an solche Unternehmen und Organisationen, deren definitertes Ziel nicht die Erwirtschaftung von Gewinnen, sondern maximal kostendeckendes Arbeiten ist, speziell den Öffentlichen Dienst.

Ich möchte z.B. auch nicht unbedingt Beteiligungen an einer Landesbank angedreht bekommen.

Montag, 14. April 2008

Gestiegene Großhandelspreise

7 Kommentare

Die Großhandelspreise in Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Monat März um durchschnittlich 7.1 % relativ zum Vorjahresstand gestiegen. Dies ist die höchste Steigerungsrate seit 1982.

Die größten Steigerungsraten zielten dabei nicht etwa Brennstoffe mit 18.8 %, sondern gleich zwei Kategorien von Lebensmitteln: Die Großhandelspreise für Getreide, Saaten und Futtermittel sind um sage und schreibe 52 % gestiegen! Milch, Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette sind im Vergleich zu 2007 um 23.5 % teurer geworden.

Großhandelspreise März 2008: + 7,1% zum März 2007
(Statistisches Bundesamt)

Preis-Schock Auf Verbraucher rollt neue Teuerungswelle zu
(WELT ONLINE)

Ich persönlich finde das gut, weil diese Preiserhöhungen ja schließlich auch an die Erzeuger, also z.B. die Bauern weitergegeben werden... *rotfl*

Mittwoch, 9. April 2008

Ist Altersvorsorge möglicherweise bald überflüssig?

4 Kommentare

Voraussichtlich im Herbst diesen Jahres wird der sog. Large Hadron Collider (LHC) am CERN, dem Europäischen Labor für Teilchenphysik in Genf, seinen Betrieb aufnehmen. Mit Hilfe dieses Teilchenbeschleunigers werden Prozesse untersucht, die den Prozessen bei der Entstehung des Universums entsprechen.

Auf einer Länge von 27 Kilometern befinden sich dabei riesige Magnete in einem Tunnelring hintereinander angeordnet. Auf diese Weise sollen Protonen und Blei-Ionen nahezu auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, auf dass diese Teilchen mit gewaltiger Energie zusammenstoßen, zertrümmert werden und sich neue Teilchen bilden.

Dabei sollen auch sog. Schwarze Löcher entstehen, die eigentlich im Weltraum ganze Sternsysteme verschlucken und damit zerstören können. Bei den im Teilchenbeschleuniger erzeugten Schwarzen Löchern soll es sich jedoch um winzig kleine Exemplare handeln, die innerhalb kürzester Zeit wieder zerfallen und nicht in der Lage sein sollen, große Mengen an Materie anzuziehen.

Allerdings geht nicht jeder so sorgenfrei an diese Geschichte heran. Ein Amerikaner versucht jetzt, die Inbetriebnahme des Teilchenbeschleunigers auf gerichtlichem Wege zu verhindern, da er befürchtet, dass durch den Betrieb dieser Anlage Schwarze Löcher entstehen könnten, die in der Lage sind, das gesamte Sonnensystem zu zerstören.

Ich selbst bin kein Physiker und kann das Ganze daher nicht beurteilen. Seriöse Wissenschaftler sind anscheinend der Meinung, dass durch die Anlage kein Risiko für die Menschheit beinhaltet:

SCHWARZE LÖCHER IN GENF: Angst vor Weltuntergang - Amerikaner klagt gegen Teilchenbeschleuniger
(SPIEGEL ONLINE)

Angst vor Weltuntergang: Klage gegen Schwarze Löcher
(BR-online)

Klage gegen Supercollider aus Angst vor Weltende
(the INQUIRER)

...

Allerdings frage ich mich schon, ob ich jetzt noch etwas langfristig anlegen oder nicht stattdessen in eine Weltreise investieren soll...

...

Der chinesische Staatspräsident Hu Jintao, US-Präsident Bush und Microsoft-Gründer Bill Gates werden über Nacht von Gott heimgesucht, der ihnen jeweils den Weltuntergang für den kommenden Montag ankündigt.

Hu Jintao wendet sich nachfolgend an das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas: "Ich habe leider zwei schlechte Nachrichten für euch. Die erste schlechte Nachricht: Gott gibt es wirklich. Die zweite schlechte Nachricht: Gott hat mir den Untergang des Kommunismus zum Beginn der nächsten Woche angekündigt."

George Bush wendet sich an das amerikanische Volk: "Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für das amerikanische Volk. Die gute Nachricht: Gott gibt es wirklich. Die schlechte Nachricht: Er hat mir den Untergang der freien Welt zum Anfang der nächsten Woche angekündigt."

Bill Gates wendet sich an die Belegschaft von Microsoft: "Ich habe zwei gute Nachrichten für euch. Die erste gute Nachricht: Gott gibt es wirklich. Die zweite gute Nachricht: Zum Anfang nächster Woche werden die Produktion und der Vertrieb von Linux eingestellt!"


*fg*

Donnerstag, 3. April 2008

Blöde Sprüche Nr. 1

1 Kommentare

Wussten Sie schon:


Das einzige, was reiche Leute nicht haben, ist kein Geld!


*gg*

Mittwoch, 12. März 2008

Rohöl als Spekulationsobjekt

3 Kommentare

Der Preis für Rohöl ist in den letzten Tagen weiter gestiegen, was natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die Preise für Diesel und Benzin an den Tankstellen geblieben ist. Und gerade vor den Osterfeiertagen darf man ohnehin noch einmal mit höheren Spritpreisen rechnen.

TEURES ÖL: Spritpreis nähert sich Rekordhoch
(SPIEGEL ONLINE)

109.30 US-Dollar pro Barrel (Light Sweet Crude Oil Futures, Apr-2008, RTH)! Wer hätte das vor Jahren gedacht, dass das Öl auf solche Rekordhöhen steigen könnte?

Ich habe mal ein bisschen recherchiert und einen Artikel vom 10.04.2005 gefunden, in dem noch von einer "absurden" Prognose einer amerikanischen Bank die Rede war, die zu dieser Zeit einen Preisanstieg bis auf 105 US-Dollar vorausgesagt hatte:

Benzinpreise: Abzocke an der Tankstelle?
(hr-online.de)

Damals lag der Rohölpreis noch bei 38 US-Dollar pro Barrel (159 Liter). Der Liter Superbenzin kostete allerdings auch damals schon 1.20 Euro, was allerdings mit dem hohen Steueranteil zu tun hat. Informationen zur Zusammensetzung des Benzinpreises in Deutschland finden sich hier:

Staatlicher Anteil der Kraftstoffkosten in Deutschland
(AVD)

Allerdings sind es anscheinend v.a. Spekulanten, die den Preis des Rohöls hochtreiben. Aus Angst vor einem immer schwächer werdenden Dollar wird derzeit v.a. in Rohstoffe und Rohstoff bereitstellende Unternehmen investiert. Der Preis für die Feinunze Gold (31,1035 Gramm) liegt gerade mit 978,65 US-Dollar nur wenig unter dem Rekordhoch von 993.25 US-Dollar von Anfang März! Vor einem Jahr waren es noch weniger als 700 US-Dollar.

Es stellt sich allerdings die Frage, ob diese Entwicklung wirklich noch lange andauern wird. Jede Hausse hat irgendwann mal ein Ende. Und manchmal auch ein Ende mit Schrecken.

In Börse Online habe ich irgendwann im Herbst einen Beitrag zur Ölpreis-Entwicklung gelesen, der sich auch mit dem fairen Preis für Erdöl vor dem Hintergrund des tatsächlichen Bedarfs für den Rohstoff beschäftigt hat. Leider finde ich den Artikel jetzt nicht mehr - ich glaube aber, mich vage daran erinnern zu können, dass dort von einem fairen Preis bei etwa 70 US-Dollar die Rede war. Der Rest sei Spekulation. - Mit fairem Preis ist jetzt ein angemessener Preis in Bezug auf Angebot und Nachfrage gemeint, nicht, was jeder selbst subjektiv als fair empfinden mag.

Mit charttechnischen Prognosen bin ich in letzter Zeit etwas vorsichtig geworden, allerdings rechne ich damit, dass die jetzt investierten Spekulanten vielleicht kurzfristig noch einige Gewinne mit entsprechenden Anlagen einfahren können, mittelfristig allerdings keinen Erfolg mehr damit haben werden. Speziell bei Gold sehe ich keinen Spielraum mehr nach oben hin, eher ein gewisses Einbruchpotential bis auf wenigstens 900 US-Dollar.


Domains schnell und einfach registrieren.

Mittwoch, 5. März 2008

Die Aktienperformance von Rauchern, Psychologen und Frauen

17 Kommentare

Drei Studien...

1. Studie:

Wilhelm Entenmann hat mich heute auf einen Artikel wissenschaftlichen Ursprungs verwiesen, den ich gleich mal zur Grundlage für einen Beitrag machen möchte:

Hirnforschung: Wie Raucher Aktien kaufen
(wissenschaft.de)

Als Grundlage dieser Studie wurde ein Investmentspiel durchgeführt, bei dem Raucher und Nichtraucher einerseits hinsichtlich ihres Verhaltens bei der Berücksichtigung von Informationen zum Marktgeschehen, andererseits hinsichtlich hirnfunktionaler Vorgänge, die parallel dazu ablaufen und mittels funktioneller Magnetresonanztomographie erfasst wurden, verglichen wurden.

Wesentliche Ergebnisse dieser Studie sind: Raucher gehen in geringerem Maße auf Marktinformationen ein, die bei Nichtrauchern in stärkerem Maße zu einer Korrektur des bisherigen Anlageverhaltens führen. Von den Untersuchern wird dies so interpretiert, dass Raucher häufig handlungsrelevante Informationen verdrängen – ebenso wie sie die mögliche Verhaltensalternative des Aufhörens mit dem Rauchen "verdrängen".

Hier die Quelle zum englischsprachigen Originalartikel (der vermutlich allerdings nur dann aufzurufen geht, wenn man sich im Netz einer Universität befindet, über deren Bibliothek man einen Zugriff auf den Volltext dieser Zeitschrift hat):

Chiu, Lohrenz & Montague (2008). Smokers' brains compute, but ignore, a fictive error signal in a sequential investment task. Nature Neuroscience.

Anzumerken ist, dass es sich bei dieser Studie um eine Simulation und nicht um eine reale Situation an der Börse handelt. Leider ist auch die Stichprobengröße mit jeweils 31 Rauchern und Rauchern sehr klein, was allerdings in der aufwendigen Untersuchung mittels Magnetresonanztomographie begründet liegt.

Neuropsychologische Forschung liegt derzeit im Trend. Was dann allerdings Abstriche in anderen Bereichen nach sich zieht.

Der Berg kreisste und gebar eine Maus.

... es stellt sich die Frage, ob Raucher auch bei einer Teilnahme am realen Börsengeschehen wichtige Informationen verdrängen und welche Auswirkungen dies auf die Performance von Börsendepots von Rauchern vs. Nichtrauchern hat.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch auf einige ältere Studien verweisen, die sich mit der simulierten oder auch realen Börsenperformance unterschiedlicher Personengruppen beschäftigt haben.

...

2. Studie:

Anfang 2006 erschien eine Studie von Forschern der Bonn und Heidelberg, die gemeinsam mit Unternehmensberatern von McKinsey und Ökonomen der Bank of England eine Art Börsenspiel mit insgesamt 6500 Teilnehmern durchgeführt hatten. Die Teilnehmer setzten sich dabei aus Psychologen, Physikern, Mathematikern und Ökonomen zusammen. Ich glaube, ich muss hier nicht extra erwähnen, welche der vier Gruppen dreifach höhere Gewinne einfahren konnte *fg*

Psychologen spekulieren besser als Physiker
(WELT ONLINE)

Demzufolge ist man mit Intuition allerdings erfolgreicher als mit reiner rationaler Überlegung.

Anzumerken ist, dass es sich bei dieser Studie um ein Börsenspiel handelte, wobei ein kurzfristiger und unter Simulationsbedingungen erreichter Anlageerfolg untersucht wurde. Eine solche Simulation muss nicht unbedingt dieselben Ergebnisse liefern wie eine Analyse unter realen Feldbedingungen. Des weiteren ist auch eine ganze Reihe von Anlegern eher langfristig orientiert... bis hin zur Betrachtung von Aktien als Altersvorsorge.

...

3. Studie:

Zu diesem Zweck möchte ich auf einen Artikel verweisen, der Studien mehrerer Direktbanken zusammenfasst, die sich mit der tatsächlich Performance von Anlagedepots über einen längeren Zeitraum bis zum Jahr 2006 befasst haben. Wobei es um Unterschiede zwischen Männern und Frauen geht:

Frauen investieren anders: Die Aktie ist männlich
(sueddeutsche.de)

Frauen beschäftigen sich demnach im Vergleich zu Männern noch relativ wenig mit der Börse – wenn sie es jedoch tun, dann sind sie signifikant erfolgreicher!

Im Verhalten zeigen sich dabei folgende Unterschiede:

- Frauen legen ihr Geld häufiger in Fonds und Anleihen und weniger in Aktien und Optionsscheinen an.

- Frauen legen ihr Geld stärker diversifiziert an – setzen also nicht alles auf eine Karte.

- Frauen traden auch nicht hin und her, sondern halten Wertpapiere länger als Männer.

Die Depots von Frauen sind infolgedessen wertstabiler und weisen geringere Schwankungen auf. Männer haben im Vergleich zu Frauen entweder eine sehr gute oder eine sehr schlechte Performance.

...

Fassen wir die drei Studien kurz zusammen:

Der absolut erfolgreiche Anleger ist demzufolge Psychologe, weiblich und Nichtraucher.

Vorausgesetzt, es gibt nicht noch irgendwelche sonstigen Einflüsse, die im Rahmen der zitierten Studien nicht kontrolliert worden sind.

...

Noch etwas Psychologisches als Linktipp: Mit richtiger Zielsetzung zum Erfolg

Donnerstag, 28. Februar 2008

Warum die Google-Aktie abschmiert

1 Kommentare

Verglichen mit dem bisherigen All-time-high von 747.24 US-Dollar im November 2007 ist die Aktie von Google (WKN: A0B7FY) bis einschließlich gestern (Schlusskurs: 472.86 Dollar) um knapp 37 % gefallen.

Der folgende Artikel liefert uns nun eine Erklärung dafür:

US-Börse Zu wenig Klicks – Google-Aktie schmiert ab
(WELT ONLINE)

Weil in den USA im Januar diesen Jahres nur 532 Millionen mal auf Google-Anzeigen geklickt wurde. Verglichen mit 533 Millionen mal im Vorjahresmonat. Dies ist ein Rückgang um immerhin 0.188 % !!! *gg*

...

Allerdings muss man dabei berücksichtigen, dass Google als Wachstumsunternehmen auch am Wachstum von Umsatz und Gewinn gemessen wird. Wobei eine Aktie beispielsweise als günstig und unterbewertet gilt, wenn das Gewinnwachstum in Prozent größer ist als das Kurs-Gewinn-Verhältnis (Aktienkurs im Verhältnis zu dem von Analysten erwarteten Gewinn für das Jahr). Es ist freilich recht unwahrscheinlich, dass ein Unternehmen, welches ein Nullwachstum aufweist, aber Gewinne einfährt, auf einen Kurswert von Null heruntergeht.

Wobei das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (Aktienkurs im Verhältnis zu dem von Analysten erwarteten Gewinn für das Jahr) im Vergleich zu anderen Technologiewerten aus meiner Sicht in einem mittleren Bereich liegt. D.h. es gibt deutlich günstiger aber auch teurer bewertete Technologie-Titel.

Liechtenstein und die Steuern

0 Kommentare

Nur mal schnell eine unkommentierte Linksammlung zu diesem Thema:

Spürnasentricks: Wenn der Steuerfahnder viermal klingelt
(WELT ONLINE)

Selbstanzeige: Wie Steuersünder sich freikaufen können
(WELT ONLINE)

Manager und Moral: Ja, wir zahlen gerne Steuern!
(WELT ONLINE)

Erfolgreicher Schlag: BND-Spitzel hat sich sechsfach bezahlt gemacht
(WELT ONLINE)

Steueraffäre: Deutschland verschenkt BND-Daten ins Ausland
(WELT ONLINE)

... verschenkt? *grübel*

Wer nach Liechtenstein fährt, kann dort jetzt übrigens das folgende originelle Souvenir erwerben:

hier klicken
(Satire @ SPIEGEL ONLINE)

*fg*

Dienstag, 26. Februar 2008

"Kunst"

2 Kommentare

Derzeit habe ich nicht so richtig die Zeit und Muße zum Bloggen. Die folgende Meldung, über die ich vorhin gestolpert bin und die mit Finanzen zu tun hat, möchte ich euch allerdings nicht vorenthalten:

Designwettbewerb: Primitives Strichmännchen prangt auf Euro-Münze
(WELT ONLINE)

*Sonnenbrille aufsetz*

Dieses Design auf einer Sondermünze soll den EU-Bürgern die Vorbehalte gegenüber dem "Teuro" nehmen.

Ich schmeiß mich weg... *rotfl*

Donnerstag, 21. Februar 2008

Falks gesammelte Anlegerweisheiten Nr. 1

4 Kommentare

Echte Bankgeheimnisse gibt es nur in Parkanlagen.

*Sonnenbrille aufsetz*


Beachtet bitte auch meine bisherigen Aktientipps in meinem Hauptblog:

20.11.2007 Falks Aktientipp Nr. 1

06.12.2007 Falks Aktientipp Nr. 2

*fg*

Dienstag, 19. Februar 2008

Wo wir gerade bei Sklaverei sind...

1 Kommentare

Da habe ich doch im letzten Beitrag auf eine Krimi-Serie verwiesen, bei der gestern eine Folge mit dem Titel "Sklaverei" zu sehen war...

Schon finde ich gleich wieder die folgende Meldung vor:

NEUES HANDY-WERK: Rumänische Gewerkschaft wirft Nokia "Sklaverei" vor
(SPIEGEL ONLINE)

Ohne Worte...

Löhne in China mittlerweile zu hoch?

5 Kommentare

Nachdem China bisher als ein Land galt, in das viele Unternehmen ihre Produktion aufgrund niedriger Löhne verlagern, scheint es einigen mittlerweile selbst dort nicht mehr billig genug zu sein:

Abwanderung: Arbeiter in China sind Fabrikanten zu teuer
(WELT ONLINE)

Über die tatsächlichen Löhne steht leider nichts in dem Artikel.

...

Irgendwie passend dazu kam gestern auf VOX eine Folge der US-Krimi-Serie Shark, bei der es um Ausbeutung von lateinamerikanischen Einwanderern in der Textilindustrie von L.A. ging:

SHARK 6/I Sklaverei
(VOX)

Da ging es um Menschen, die unter katastrophalen Bedingungen für nicht mal 2 US-Dollar pro Stunde bis zu 20 Stunden am Tag arbeiten.

Wobei ich vermute, dass das Thema dieser Folge nicht einfach aus der Luft gegriffen wurde.

...

Während Mindestlöhne in Deutschland bisher nur für ausgewählte Branchen gelten, existieren in einer ganzen Reihe von Ländern bereits gesetzliche Regelungen für einen allgemeinen Mindestlohn. Wenngleich die konkreten Sätze in manchen Ländern sehr niedrig ausfallen. So gilt es in Rumänien ein Mindestlohn von 0.66 Euro, während es in Luxemburg 9.08 Euro und in Frankreich 8.44 Euro sind. Selbst in den USA gibt es einen gesetzlichen Mindestlohn - allerdings von nur 5.85 US-Dollar.

In diesem Wikipedia-Artikel findet sich eine umfassende Darstellung zur Verbreitung von Mindestöhnen weltweit.

Gewerkschaften und einige Parteien in Deutschland treten für einen allgemeinen Mindestlohn zwischen 7.50 und 8.80 Euro ein.

Komisch, komisch...

2 Kommentare

... seit gestern morgen sind bestimmte Leute weder telefonisch noch sonst irgendwie zu erreichen... *Sonnenbrille aufsetz*

Habt ihr eventuell eine Ahnung, warum? *fg*






Einige Links:

Razzien in Deutschland: Steuersünder zeigen sich selbst an
(WELT ONLINE)

STRAFVERSCHÄRFUNG FÜR STEUERDELIKTE: "In diesen Kreisen ist Angst vor Knast weit größer als Angst vor Verarmung"
(SPIEGEL ONLINE)

TOP-VERDIENER: 17,5 Prozent mehr - Deutschlands Chefs verdienen bestens
(SPIEGEL ONLINE)

STEUERSKANDAL: Wie sich Zumwinkel und Co. arm rechnen
(SPIEGEL ONLINE)

POST-MITARBEITER-POSTILLE: Zumwinkels Märchenstunde
(SPIEGEL ONLINE)

Mittwoch, 13. Februar 2008

Auslagerung von Unternehmensteilen ins Ausland. Und zurück.

7 Kommentare

Ein finnischer Handyproduzent ist leider nicht das einzige Unternehmen, welches in den letzten Jahren die Produktion aus dem "Hochlohnland" Deutschland in ein Niedriglohnland in Osteuropa oder anderswohin verlagert hat.

Nach Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes gingen zwischen 2001 und 2006 insgesamt 188.000 Stellen in Deutschland verloren, weil Firmen ganz oder teilweise abgewandert sind. Meist in die neuen EU-Mitgliedsstaaten. Gefolgt von China.

Besonders betroffen sind Arbeitsplätze in der Buchhaltung, in der Produktion und die typischen Call-Center-Jobs.

Die Unternehmen argumentieren häufig damit, dass mit den Arbeitsplätzen im Ausland gleichzeitig auch neue Arbeitsplätze in Deutschland entstünden. (PR-Abteilungen lassen sich schon etwas einfallen. Was allerdings mitunter auch von der Realität überholt wird.)

Im Saldo verbleibt allerdings ein Minus.

Die erwarteten und erlebten Vorteile sind niedrigere Lohnkosten und ein besserer Zugang zu neuen Märkten. Allerdings stellt sich die Frage, wie es dann mit dem Zugang zu bisherigen Märkten bestellt ist.

Dem gegenüber stehen zumindest ein erhöhter Aufwand für Transport und Logistik.

Allerdings: Nach Untersuchungen des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung kommt auf jedes vierte bis sechste Unternehmen, das Jobs ins Ausland verlagert, binnen vier bis sechs Jahren ein Unternehmen, das seine Produktion zumindest in Teilen wieder zurück nach Deutschland holt. Und der Anteil der Unternehmen, die weiterhin eine Auslagerung planen, sinkt.

Unternehmen, die wieder zurückgekommen sind, verweisen dafür auf folgende Gründe:

Bessere Kontrolle über die Qualität ;-)

Große Zurückhaltung der Beschäftigten bei den Lohnforderungen in den letzten Jahren

Gesteigerte Produktivität in den Unternehmen (was allerdings auch den Wegfall von Arbeitsplätzen durch Automatisierung beinhaltet)

Das Know how der Mitarbeiter

Bündelung von Technologie und Know-how im Verbund mit wissenschaftlichen Einrichtungen

Zunehmende Angleichung der Lohnkosten in den östlichen Nachbarländern

Sprachbarrieren und kulturelle Differenzen z.B. bzgl. der Bedeutung von Termintreue

Risiken, die beim Transfer von hochwertiger Technologie entstehen - um es einmal vorsichtig auszudrücken ;-)

Nur hartnäckige Neoliberale verweisen allein auf Reformerfolg als Ursache für Rückkehr – und auf mangelnden Reformeifer, wenn Unternehmen ihre Produktion ins Ausland verlegen. Es kommt irgendwo auch und v.a. auf die Menschen an. Das Bekenntnis der Mitarbeiter zu ihrem Betrieb aber natürlich auch das Bekenntnis der Unternehmer zu ihrem Land ;-)

Als in Deutschland weiterhin bestehende Probleme, die von Investionen abhalten, werden v.a. Bürokratie und schwache Binnennachfrage genannt.

Quellen:

STANDORT DEUTSCHLAND: Rückkehr der Reumütigen
(SPIEGEL ONLINE)

STUDIE: Firmen haben knapp 200.000 Jobs ins Ausland verlagert
(SPIEGEL ONLINE)

Warum Unternehmer nach Deutschland zurückkommen: Reumütige Rückkehr aus dem Osten
(Tagesschau.de)

Beliebige Manipulation mit dem Thema Abwanderung
(NachDenkSeiten)

No-kia - die letzte Hoffnung für Bochum schwindet dahin

0 Kommentare

Die letzte Hoffnung des Bochumer Betriebsrats dürfte jetzt dahin sein. Die Vorschläge zum Erhalt des Bochumer Werks wurden einfach als nicht umsetzbar abgeschmettert:

HANDY-FERTIGUNG: Nokia-Vorstand schmettert Rettungspläne für Bochumer Werk ab
(SPIEGEL ONLINE)

...

Noch zwei Zitate von der Website von Nokia:

"Unternehmerische Verantwortung heißt für Nokia, die Einflüsse ihrer Arbeit auf Gesellschaft und Umwelt zu erkennen und entsprechend zu agieren. Als Marktführer und weltweit tätiges Unternehmen nimmt Nokia diese Verantwortung sehr ernst. Eine solide Unternehmensethik ist deshalb für das tägliche Geschäft enorm wichtig." (Quelle)

"Unser Ziel ist ganz einfach - wir möchten, dass Nokia weiterhin ein interessantes Arbeitsumfeld bietet - und wir möchten zum Wohl der Gesellschaft, in der wir tätig sind, beitragen. ... Aus diesem Grund ist jeder Mitarbeiter für den Erfolg von Nokia wichtig, denn er hat Anteil an der Verantwortung für das soziale Engagement." (Quelle)

So etwas wie eine PR-Abteilung könnten sich manche Unternehmen sparen ;-)

...

Damit möchte ich es vorläufig bei der Berichterstattung über diesen Fall bewenden lassen. Demnächst folgt allerdings wie im letzten Beitrag bereits angekündigt ein Beitrag, der sich generell mit Gründen für die Auslagerung von Unternehmensteilen aus Deutschland - und wieder zurück - beschäftigen soll.

Montag, 11. Februar 2008

No-kia - billiger geht's nicht!

2 Kommentare

Wenngleich der Betriebsrat in Bochum noch hofft (ich hatte hier bereits darüber berichtet) - Nokia hat sein neues Werk in Rumänien eingeweiht und lässt bereits dort produzieren:

NEUE BILLIG-FABRIK: Nokia-Werk in Rumänien nimmt Arbeit auf
(SPIEGEL ONLINE)

Die Mitarbeiter erhalten dort einen Monatslohn von umgerechnet 219 Euro, was nicht nur weit unter deutschen Lohnverhältnissen liegt, sondern selbst für rumänische Verhältnisse unterdurchschnittlich ist!

Der Konzern erhält zudem noch steuerliche Erleichterungen!

In einem der nächsten Beiträge möchte ich mich damit beschäftigen, welche Erwartungen Unternehmen damit verbinden, ihre Produktion ins "billigere" Ausland zu verlegen - und warum viele Unternehmen ihre Produktion irgendwann wieder nach Deutschland zurückverlegen!

Ein Grund für Unternehmen, die Produktion ins Ausland zu verlegen, besteht beispielsweise in der Hoffnung auf einen besseren Zugang zu anderen Märkten. Fragt sich nur, welche Auswirkungen sich daraus auf den Zugang zu bisherigen Märkten ergeben.

Donnerstag, 7. Februar 2008

No-kia

3 Kommentare

Unternehmen sind als erstes ihren Eigentümern verpflichtet, deren Ziel in einer möglichst hohen Rendite auf das eingesetzte Kapital besteht. Bei Aktiengesellschaften werden die Eigentümer als Aktionäre, oder englisch Shareholder bezeichnet.

Nicht zu vernachlässigen ist jedoch die Rolle der sogenannten Stakeholder. Dazu gehören beispielsweise Mitarbeiter, Kunden und auch der Staat.

Stakeholder sind von Unternehmensentscheidungen Betroffene, die zu einen Zeitpunkt keine, zu einem anderen Zeitpunkt allerdings sehr viel Macht haben können.

Eine Unternehmensführung, die sich nur an den kurzfristigen Interessen von Börsenspekulanten orientiert und alles andere aus den Augen verliert, verhält sich wie ein kleines Kind, welches nicht zu einem Belohnungsaufschub in der Lage ist und dabei streng genommen nicht einmal im Sinne des Shareholder-Value-Ansatzes handelt:

"Umfassend wird darunter allerdings nicht allein eine kurzfristige Steigerung des Börsenkurses, sondern eine langfristige Optimierung der Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität verstanden."

...

Nachfolgend noch einige Links:

Nokia: 90.000 Euro Gewinn pro Mitarbeiter sind zu wenig
(WELT ONLINE)

134 Millionen Euro Gewinn - das sind 90.000 Euro auf jeden Produktionsmitarbeiter - sind halt einfach zu wenig!

Der Handyhersteller selbst hält diesen Millionen-Gewinn allerdings für fiktiv. Das Werk selbst würde ja gar keine Handys verkaufen:

Handyproduktion: Nokia hält Bochumer Millionen-Gewinn für "fiktiv"
(WELT ONLINE)

Klar, man braucht ja eigentlich nur die Läden, die das verkaufen. Wozu braucht man denn eigentlich ein Werk? Strom kommt schließlich auch aus der Steckdose, wozu denn Kraftwerke?

Handyhersteller: Nokia will Fördergelder nicht zurückzahlen
(WELT ONLINE)

Rückforderungen: Jetzt will auch der Bund Millionen von Nokia
(WELT ONLINE)

IG Metall: Nokia droht teuerster Sozialplan aller Zeiten
(WELT ONLINE)

Global agierende Konzerne brauchen global agierende Arbeitnehmervertretungen als Gegengewicht - und finden dies. So langsam:

WERKSSCHLIESSUNG IN BOCHUM: Europäische Gewerkschaften schließen sich gegen Nokia zusammen
(SPIEGEL ONLINE)

Entweder ein vereintes Europa, in dem nicht Länder gegeneinander ausgespielt werden... oder...

Siehe auch diese Blogbeiträge bei Schoggo-TV:

Nokia Boykott: Klaus Goll Chef von Nokia-Deutschland spricht

Nokia-Image mit Verlust

Anti-Nokia Song von Bernd Stelter


Bei der IG Metall ist man allerdings aktuell (noch) der Auffassung, dass man Nokia nicht boykottieren solle, da man dort noch auf eine Rettung des Werks setzt:

Werkschliessung: Betriebsrat droht Nokia in Bochum mit Streiks
(WELT ONLINE)

Börse und Sex

0 Kommentare

Ein Börsencrash hat mittelfristig wirtschaftliche Auswirkungen auf die unterschiedlichsten Bereiche. Die an der Börse agierenden Menschen trifft es allerdings kurzfristig und... hart.

Es soll sogar Fälle geben, in denen ein Börsensturz sich unmittelbar auf die Potenz auswirkt:

Manager und Sex: Wenn die schlappe Börse impotent macht
(WELT ONLINE)

Aber auch Manager mit einem permanent hohen Gehalt scheinen die sexuelle Erfüllung nicht gepachtet zu haben.

Durch eine exponierte Stellung, breit gefächerte gesellschaftliche Aktivitäten, einen hohen Verdienst und die damit verbundene Attraktivität haben sie zwar die Möglichkeit, viele attraktive Partner/innen kennenzulernen, aber das reicht offensichtlich nicht für eine erfüllende Partnerschaft.

Was nutzt ein hohes Gehalt, wenn dabei die Zeit fehlt und dadurch auch die Fähigkeit verloren geht, den Augenblick zu genießen? ;-)

Herzlich willkommen auf meinem neuen Blog! :-)

3 Kommentare

Dieser Blog ist ein Spin-Off aus meinem bisherigen "Haupt-Blog-Projekt" Psycho-Blog.

Die Idee dazu hatte ich schon eine ganze Weile. Es gibt da einige Themen ringsum die Gebiete Wirtschaft und Börse, die nach meinem Eindruck nicht die breite Masse meiner bisherigen Leserinnen und Leser interessieren, die ich jedoch an gesonderter Stelle gern einmal bearbeiten möchte.

Was dieses Blog allerdings nicht sein wird, ist eine Ansammlung von Empfehlungen und Spam für bestimmte Aktien und Anlageprodukte! ;-)

Es werden v.a. Beiträge mit Links auf interessante Artikel sowie eigene Texte sein, in denen ich mich kritisch mit bestimmten Themen rund um Wirtschaft und Börse auseinandersetzen möchte.

Noch ein Hinweis auf einschlägige Beiträge in meinem bisherigen Blog:

13.11.2007 Börsennews ... mit Foto

20.11.2007 Falks Aktientipp Nr. 1 ... brandheiß

06.12.2007 Falks Aktientipp Nr. 2

19.01.2008 Wenn es mit den Aktien gerade nicht so gut läuft...

23.01.2008 Der DAX wird noch bis auf 4000 Punkte fallen!

...

Eigentlich wollte ich ja mein nächstes Blog-Projekt mittels Wordpress realisieren, aus Bequemlichkeit greife ich nun allerdings hier auf Blogger.com zurück. Aber natürlich auch, weil dieses System eine ganze Reihe von Eigenschaften aufweist, die mir sehr gefallen.

Was ich allerdings schon mal vermisse, sind Smileys.

An einiges muss ich mich auch erst noch gewöhnen, da ich bisher die Bearbeitung von statischen HTML-Seiten mittels einfachem Texteditor gewöhnt bin, was etwas aufwendiger ist, allerdings auch den Vorteil hat, dass sich keine automatischen Formatierungen einschleichen können.

Viel Spaß beim Lesen! ;-)