Dienstag, 2. September 2008

Commerzbank schluckt Dresdner Bank

Es wird davon ausgegangen, dass etwa 50 Prozent aller Fusionen scheitern. Manche Studien verzeichnen sogar, dass mehr als 90 Prozent aller Fusionen und Übernahmen ihre Ziele verfehlen:

Viele Fusionen scheitern am Aufeinandertreffen der Kulturen
(uni-protokolle.de)

Ignoranz lässt Fusionen scheitern
(silicon.de)

Mögliche Gründe gibt es mehrere. Nicht nur bei länderübergreifenden Fusionen ist davon auszugehen, dass es Unterschiede zwischen den (Unternehmens-)Kulturen gibt. Kulturelle Unterschiede werden bisweilen für 70 Prozent aller gescheiterten Fusionen verantwortlich gemacht. Dazu zählen beispielsweise unterschiedliche Auffassungen zur Führung der Mitarbeiter und zur Mitbestimmung. Und natürlich haben die Unternehmensmitglieder - vom Beschäftigten ohne Führungsfunktion bis hin zum Vorstand des übernommenen Unternehmens - ein vitales Interesse daran, nach einer Fusion nicht schlechter dazustehen als vorher. Mangelnde Information wie auch die Ankündigung eines massiven Abbaus von Arbeitsplätzen dürfte sich dabei nicht eben förderlich auf die Motivation der Betroffenen auswirken.

...

Nun versucht es die Commerzbank mit einer Übernahme der Dresdner Bank. Nachdem die in 2001 erfolgte Übernahme durch die Allianz nun doch nicht so erfolgreich war.

Die Börsianer haben sich schon mal ihre Meinung dazu gebildet:

BÖRSENREAKTION: Commerzbank-Aktien brechen nach Dresdner-Kauf ein
(SPIEGEL ONLINE)

1 Kommentar:

Gucky hat gesagt…

Das Problem ist nur, daß das wieder viele Arbeitsplätze kostet.. wie immer. Der "kleine Mann" ist immer der Doofe. Die Bonzen haben doch nix zu leiden. Trocken Brot brauchen die nicht essen...