Dienstag, 16. Juni 2009

Strom aus der Wüste

Nun scheint es endlich so weit zu sein - ein Konsortium aus 20 großen Unternehmen, anscheinend v.a. aus Deutschland, plant die Nutzung von Solarenergie aus Nordafrika im großen Stil:

SOLARENERGIE: Deutsche Konzerne planen 400-Milliarden-Euro-Sonnenkraftwerke in der Wüste
(SPIEGEL ONLINE)

Grundlage hierfür sind keine teuren Solarzellen, wie man sie von manchen Dächern kennt, sondern eine Technologie, die sich bereits seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts in den sonnenverwöhnten Trockenzonen Kaliforniens und Nevadas bewährt. In diesen Solarthermie-Kraftwerken wird Sonnenlicht mit Hilfe von Metallspiegeln gebündelt und auf Rohre gerichtet, in denen Wasser oder ein Spezialöl fließt. Analog dem erhitzten Wasser in einem herkömmlichen Kohlekraftwerk werden damit dann Turbinen angetrieben, die den Strom "erzeugen":

PARABOLSPIEGEL IN DER WÜSTE: Wie Europa von Kohle und Gas loskommt
(SPIEGEL ONLINE)

Um den Strombedarf der gesamten Welt zu decken, soll es dabei ausreichen, eine Fläche von der Größe Österreichs mit solchen Spiegeln und Kraftwerken zuzupflastern.

Derzeit sei diese Form der Stromerzeugung zwar noch nicht wettbewerbsfähig, spätestens 2020 soll solarthermisch erzeugter Strom jedoch mit fossil erzeugtem (Kohle, Erdöl) beim Preis gleichziehen. Für die Länder Nordafrikas dürfte ein Interesse am Bau dieser Kraftwerke v.a. daraus resultieren, dass die Erdölvorräte irgendwann zur Neige gehen und der Bedarf an Trinkwasser rapide steigt, welches nur durch energieintensive Meerwasserentsalzung gewonnen werden kann.

***

Domains schnell und einfach registrieren.

Kommentare:

Karin hat gesagt…

Endlich mal ein Schritt in die richtige Richtung und eine gute Nachricht aus der Wirtschaft.

Jetzt muss es nur noch umgesetzt werden. Angesichts der Investitionskosten schwant mir, dass das noch eine Weile dauern könnte...

Gibt es denn schon Ansätze, wie die das finanzieren wollen würden?

LG Karin

PsychoBlogger hat gesagt…

@ Karin:

Danke für Deinen Kommentar!

Das Konsortium strebt offensichtlich eine entsprechende finanzielle Unterstützung auch von staatlicher Seite an. Fragt sich allerdings, ob nach den ganzen Spenden für die notleidenden Banken usw. noch etwas übrig ist...

LG,
Falk