Montag, 19. Dezember 2011

Günstig telefonieren bei Ortsgesprächen, Ferngesprächen und ins Ausland

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Oder: Vorsicht bei Preselection-Verträgen für das Festnetz!

Wer für seinen Telefonanschluss einen Preselection-Vertrag mit einem Wettbewerber der Telekom abgeschlossen hat, sollte ab und zu einmal auf die aktuellen Tarife des jeweiligen Anbieters schauen. - Ich habe das leider nicht getan.

In 2006 habe ich mir einmal einen solchen Preselection-Vertrag aufschwatzen lassen. Das Telefonieren damit war auch lange Zeit sehr günstig und die Telefonrechnungen entsprechend niedrig. Irgendwann hat sich das allerdings geändert. Als ich mir dann jetzt doch einmal eine aktuelle Rechnung angeschaut habe, bin ich aus allen Wolken gefallen! Bei einer Recherche der aktuellen Tarife musste ich dann feststellen, dass zwar sehr günstige Tarife für Telefonate am Abend gelten, tagsüber allerdings pro Minute selbst für Ortsgespräche knapp 10 Cent verlangt werden!

Ab jetzt werde ich um günstig zu telefonieren wieder auf die Methode Call-by-Call zurückgreifen. Es gibt dazu eine ganze Reihe von Internetseiten, die jeweils aktuelle Übersichten möglicher Call-by-Call-Vorwahlen bieten, z.B. billiger-telefonieren.de, telespiegel.de und teltarif.de.

Man kann sich dabei für bestimmte Uhrzeiten die jeweils günstigsten Anbieter für Gespräche ins Festnetz, in die Mobilnetze und auch ins Ausland anzeigen lassen. Dabei können auch Anbieter ausgeschlossen werden, die besonders häufig Tarifänderungen vornehmen.

Bei einigen Anbietern werden vor Beginn des Gesprächs auch die Gesprächskosten pro Minute angesagt. Diese Anbieter sollte man vielleicht bevorzugen. Falls der Tarif dann doch teurer ist als erwartet, kann man notfalls auch noch auflegen. Auf diese Weise kann man eine Menge Geld sparen!

Übrigens kann man auch Ortsgespräche mit Call-by-Call-Vorwahl führen - dazu einfach vor der eigentlichen Telefonnummer die entsprechende Vorwahl des Anbieters wählen. Die Ortsvorwahl muss dann nicht mit eingegeben werden.

Preselection kommt mir jedenfalls nicht mehr in die Tüte!

Günstige Handyverträge

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Hinweis auf einen anderen interessanten Beitrag:
Geld sparen (und etwas für die Umwelt tun) durch weniger Abfall bei Lebensmitteln

Montag, 12. Dezember 2011

Zurück zur Atomkraft durch die Hintertür Europa?

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Im Zuge der Reaktorkatastrophe von Fukushima hatte die amtierende Bundesregierung nach einigem hin und her den Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 beschlossen, was von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung und auch von der Opposition unterstützt worden ist und unterstützt wird:

ENERGIEWENDE: Bundestag beschließt Atomausstieg bis 2022
(WELT ONLINE)

Neben einzelnen Abgeordneten von CDU/CSU und FDP votierte zwar DIE LINKE gegen das dazu eingebrachte Gesetz - dies allerdings deshalb, weil sie einen noch früheren Ausstieg fordert.

Für manchen Atomkraftgegner dauert dieser Ausstieg bis zur Abschaltung aller deutschen Atommeiler immer noch zu lange. Allerdings kam diese Wende in der Atompolitik doch überraschend schnell und man war irritiert und skeptisch, ob Schwarzgelb (dieselben Farben wie in dem Warnschild für Radioaktivität) das ernst meint.

In den letzten Monaten schien der Ausstieg allerdings sicher. Und bei den letzten Protesten gegen Atommülltransporte ins Zwischenlager Gorleben war selbst mancher Grüner versucht, dies als mittlerweile sinnlose Aktionen abzutun.

Nun gibt es allerdings Anzeichen, dass die Wende weg von der Atomkraft vielleicht doch nicht so endgültig ist:

EU setzt weiter auf Atomkraft: Brüssel ignoriert deutsche Energiewende
(sueddeutsche.de)

Die EU-Kommission hält demnach gar nichts von einem Ausstieg aus der Kernenergie, sondern befürwortet im Gegenteil einen Bau von 40 neuen AKWs allein bis 2030. Sogar Subventionen für den Bau neuer AKWs werden erworgen!

Eine führende Rolle spielt dabei ausgerechnet der deutsche "Vorzeigekommissar" Günter Oettinger ("Westlich von Paris gibt es keine Menschen – nur Kühe und den Atlantik.").

Ein unerwarteter Konflikt Oettinger vs. Merkel oder langfristiges Kalkül der Atomwirtschaft?

Selbst wenn es die Politiker von CDU/CSU und FDP in Deutschland mittlerweile ernst meinen mit dem Abschied von der Atomenergie, so besteht immer noch ein gewisses "Restrisiko" eines Rückfalls. Dabei muss insbesondere berücksichtigt werden, dass die EU in vielen Bereichen versucht, nationale Kompetenzen und Entscheidungen auszuhebeln!

Das Thema Atomkraft ist demnach noch lange nicht gegessen! Vor allem lassen sich die Risiken eines atomaren GAUs nun mal nicht auf einzelne Länder begrenzen.

Atomkraftgegner sollten daher in Zukunft nicht nur versuchen, auf nationale Regierungen einzuwirken, sondern sich international zu organisieren und das Thema in immer mehr Ländern und letztlich mindestens auch auf europäischer Ebene einzubringen!

Dass die Grünen in Deutschland das Thema anscheinend nunmehr zu den Akten gelegt haben, finde ich bedauerlich, merkwürdig und fahrlässig.

Was bedeuten Bank-Empfehlungen für Wetten auf fallende Kurse?

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In der Nacht vom 8. zum 9.12. haben die europäischen Regierungschefs (mal wieder) zusammen gesessen und einiges beschlossen, um die europäische Schuldenkrise zu bewältigen und den Euro zu retten:

Euro-Rettung: Was auf dem Gipfel beschlossen wurde
(SPIEGEL ONLINE)

Zu den Beschlüssen selbst möchte ich mich mal nicht äußern. Das tun schon genügend andere.

Kleines Detail am Rande und für mich einen Blogbeitrag wert ist allerdings die folgende Meldung:

Goldman Sachs empfiehlt Wette gegen den Dax
(SPIEGEL ONLINE)

Finanzwetten werden üblicherweise mit Optionsscheinen realisiert (Calls für Wetten auf steigende Kurse, Puts für Wetten auf fallende Kurse).

Goldman Sachs, eines der führenden Emissionshäuser von Optionsscheinen, empfiehlt also den Kauf von Put-Optionsscheinen auf den DAX.

Dazu sollte man folgendes wissen:

Der Emittent eines Optionsscheins garantiert den Verkauf oder Rückkauf eines Wertpapiers zu einem bestimmten Termin zu einem vorab festgelegten Preis.

Vereinfacht dargestellt: Der Käufer eines Put-Optionsscheins bekommt garantiert, dass die Bank ihm z.B. zum Zeitpunkt X ein Wertpapier für 1000 Euro abkauft. Wenn dieses Wertpapier zu diesem Zeitpunkt an der Börse für nur noch 800 Euro gehandelt wird, so kann der Besitzer des Optionsscheins tatsächlich einen kleinen Gewinn einstreichen. Er kauft sich einfach das Wertpapier für 800 Euro und verkauft es der Bank für 1000 Euro. Es dürfte allerdings einleuchten, dass dieser Gewinn gleichzeitig einen Verlust für das Emissionshaus darstellt. Die Bank würde ja für das Wertpapier mehr Geld ausgeben, als wenn sie es an der Börse ordern würde.

Andersherum: Liegt der Kurs des Wertpapiers zu besagtem Zeitpunkt bei 1500 Euro, dann ist der Optionsschein wertlos und die Bank hat einen Gewinn gemacht - denn der Optionsschein hat schließlich auch Geld gekostet).

Nun stellt sich folgende Frage: Welchen Sinn hat es wohl, als Bank ein Geschäft zu empfehlen, bei dem das Geldhaus Verlust macht? Oder anders gefragt: Von welcher weiteren Kursentwicklung (in diesem Fall für die DAX-30-Werte) geht man wohl tatsächlich aus?

Montag, 21. November 2011

Unfassbare Vorgänge bei einer österreichischen Fluggesellschaft

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Eine Meldung über die österreichische Fluggesellschaft Comtel Air von letzter Woche:

Airline fordert Bargeld von Passagieren: "Geld her - oder wir fliegen nicht weiter"
(sueddeutsche.de)

Und das unter den Augen von österreichischen Behörden und Sicherheitspersonal!

Für mich unfassbar!

Sonntag, 20. November 2011

Besonders wertvoller Diesel

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Derzeit scheint es an den Tankstellen ganz besonders wertvollen Diesel zu geben. Jedenfalls hat die Differenz zu Super E10 heute an verschiedensten Tankstellen jeweils nur 2 oder 3 Cent betragen.

Der Preis sagt ja schließlich auch etwas über die Qualität aus, oder?

Diesel minimal 1.419 Euro, Super E10 minimal 1.439 Euro. Heute im Raum Ostsachsen.

...

Ein psychologischer Beitrag:
Tipps für ein entspanntes Reisen mit dem Auto

Freitag, 18. November 2011

Wie billige Jobs durch Jobcenter subventioniert werden

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Um Langzeitarbeitslose (dauerhaft) wieder in Arbeit zu bekommen, stehen den Arbeitsagenturen und Jobcentern durchaus einige Möglichkeiten offen, von denen insbesondere auch Arbeitgeber profitieren.

Beispielsweise finanzieren die Jobcenter bis zu vier Wochen Probezeit, in denen ein Arbeitgeber kostenlos auf die betreffenden Personen als Praktikanten zurückgreifen kann. Von unbezahlten zweiwöchigen Praktika profitierte bis jetzt z.B. der Versandhändler Amazon:

VERSANDHANDEL: Amazon beschäftigte Hunderte Arbeitslose unentgeltlich
(DER WESTEN)

Diese Subventionierung ist freilich nicht dazu gedacht, die vorübergehende Beschäftigung von Saisonarbeitern zu fördern. Nach Gewerkschaftsangaben sind durch diese Unterstützung allerdings im Fall Amazon keine dauerhaften Arbeitsverhältnisse geschaffen worden. Das Jobcenter Unna sowie andere Jobcenter und Arbeitsagenturen haben daher jetzt diese Subventionierung für dieses Unternehmen ausgesetzt:

WEIHNACHTSGESCHÄFT: Jobcenter Unna setzt Zuschuss für Amazon-Praktikanten aus
(DER WESTEN)

...

Die Aussage des stellvertretenden Leiters des Jobcenters Unna über diejenigen, die bisher solche unbezahlten Praktika absolviert haben, ...

"Die Menschen, die dort hingehen, machen das freiwillig. Es zwingt sie niemand dazu..."

... finde ich allerdings auch irgendwie drollig...

...

Hinweis auf einen anderen Beitrag:
Viel Geld verdienen mit Werbung im Internet?
Warum Affiliate-Programme häufig nichts einbringen.

Dienstag, 15. November 2011

Social-Games-Entwicker Zynga fordert Aktienoptionen von Mitarbeitern zurück

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Manche Unternehmen greifen schon auf abenteuerliche Möglichkeiten der Entlohnung bzw. Nichtentlohnung von Mitarbeitern zurück. Es müssen dabei nicht unbedingt die klassischen unbezahlten Praktika sein. Auch Provisionen, die man nach aufwendiger und mühsamer Werbung und Kundenansprache nur dann erhält, wenn ein Kunde tatsächlich und unmittelbar bei diesem Verkäufer etwas gekauft hat, sind eine beliebte Möglichkeit, Mitarbeitergehälter "einzusparen".

Auf eine ganz innovative Form der... Ent-Lohnung greift jetzt das kalifornische Unternehmen Zynga zurück. Zynga wurde 2007 gegründet, ist Entwickler von so sinnvollen Facebook-Applikationen wie FarmVille und Mafia Wars sowie weiteren Browser-Spielen und verdient daran, dass Nutzer dieser Spiele virtuelles Geld und virtuelle Gegenstände kaufen.

Das Unternehmen hat Mitarbeiter zu Zeiten der Gründung mit Aktienoptionen bezahlt, die aktuellen Meldungen zufolge nach Meinung des Managements mittlerweile viel zu viel an Wert gewonnen haben. Im Vorfeld eines geplanten Börsengangs fordert das Unternehmen daher jetzt von ausgewählten Mitarbeitern unter Androhung der Kündigung, auf einen Teil dieser Aktienoptionen zu verzichten:

Zynga verlangt Aktienoptionen von Mitarbeitern zurück
(HEISE ONLINE)

Ich verkneife mir mal aus juristischen Gründen weitere Worte, die mir zu dieser Meldung auf der Zunge liegen. Unter dem Heise-Artikel finden sich allerdings auch jede Menge interessante Kommentare.

Mit den frei werdenden Anteilen möchte das Unternehmen u.a. neue Leistungsträger locken. Ich frage mich allerdings, wer sich unter diesen Umständen noch mit solchen Optionen locken lässt...

...

Hinweis auf einen anderen Beitrag:
Viel Geld verdienen mit Werbung im Internet?
Warum Affiliate-Programme häufig nichts einbringen.

Samstag, 12. November 2011

Rumänisches Nokia-Werk wegen Zollschulden beschlagnahmt

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Als ich in 2008 begann, bestimmte wirtschaftsbezogene Sachverhalte in diesem separaten Blog zu thematisieren, gehörte zu meinen ersten Themen auch das Verhalten des finnischen Handy-Herstellers Nokia. Dieser hatte seinen - mit Subventionen geförderten Produktionsstandort in Bochum geschlossen - und die Produktion in einen neuen - ebenfalls mit Subventionen geförderten - Standort in Rumänien verlagert:

07.02.2008: No-kia

13.02.2008: No-kia - die letzte Hoffnung für Bochum schwindet

11.02.2008: No-kia - billiger geht's nicht!

Aktuelle Entwicklungen veranlassen mich, noch einmal auf dieses Unternehmen einzugehen.

Nach nur drei Jahren hat Nokia in diesem Jahr beschlossen, auch das Werk im rumänischen Cluj wieder zu schließen und gleichzeitig einen weiteren Standort in Bonn dichtzumachen:

Nokia schließt Werk in Rumänien und Software-Standort Bonn
(HEISE ONLINE)

Dabei stellt sich auch wieder die Frage nach der Rückzahlung von staatlichen Zuschüssen, mit denen Rumänien seinerzeit den Konzern nach Cluj gelockt hatte:

Rumänien fordert von Nokia Staatshilfen zurück
(HEISE ONLINE)

Nun hat allerdings auch noch das rumänische Finanzamt die Fertigungsanlage beschlagnahmt, nachdem eine Prüfung ergeben hat, dass das Unternehmen Zollgebühren in Höhe von 10 Millionen US-Dollar nicht bezahlt hat:

Rumänische Nokia-Fabrik beschlagnahmt
(HEISE ONLINE)

Manche können anscheinend nicht genug kriegen bzw. in diesem Falle sparen. Ohne Rücksicht auf gewisse Grenzen, die das System gelegentlich setzt. Ein System, das an sich ja schon recht liberal geworden ist.

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Andere Hersteller legen den Fokus übrigens weniger auf Kosteneinsparung, sondern auf die Entwicklung immer neuer innovativer Produkte und Dienstleistungen. Die wirtschaftlichen Effekte einer solchen auf Innovation orientierten Unternehmensstrategie sieht man ganz deutlich, wenn man sich einmal die langfristigen Kursverläufe von Apple oder Samsung Electronics im Vergleich zu Nokia anschaut:

Nokia ... All-Time-High in den letzten 5 Jahren bei 28.73 Euro, Schlusskurs vom Freitag, dem 11.11.2011, 4.921 Euro.

Apple ... All-Time-High 310.15 Euro, letzter Schlusskurs 278.90 Euro.

Samsung Electronics ... All-Time-High 229.00 Euro, letzter Schlusskurs 208.00 Euro.

(Alle Kurse XETRA).

Natürlich kann man das Thema der Entwicklung und Produktion immer neuer Produkte vor dem Hintergrund eines nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen auch wieder kritisch diskutieren...

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Böse Witze über Banker und Broker

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Bei Müllers verschluckt der kleine Sohn aus Versehen eine Münze. Sein Vater versucht vergebens, ihm zu helfen. In dem Moment klingelt es. Die Mutter öffnet schnell und ruft: "Kleinen Moment bitte, unser Kind hat eine Münze verschluckt." Der Fremde stürzt herein, nimmt sich den Jungen, klopft ihm zwischen die Schulterblätter, greift ihm in den Hals und holt die Münze heraus. "Vielen, vielen Dank, Herr Doktor." - "Was heißt hier Doktor? Ich komme von Ihrer Kreditbank!"

Ein Banker besucht seinen totkranken Kollegen: "Ich leide Höllenqualen", ächzt der und wirft sich von einer Seite auf die andere. "Was denn, jetzt schon?"

Fragt ein Broker einen Passanten auf der Straße: "Können Sie mir bitte 20 Cent leihen, ich will einen Freund anrufen." Antwortet der Passant: "Ich gebe Ihnen 40 Cent, dann können Sie alle Ihre Freunde anrufen!"

Im Frankfurter Bankenviertel liegt ein toter Broker auf der Straße. Der Polizeiarzt untersucht die Leiche, findet 23 Einschusslöcher und meint: "So einen komischen Selbstmord habe ich ja noch nie gesehen."

Was ist in der Bankenwelt ein VIP? Vorstand In Panik!

Ein Jäger zeigt stolz seine Sammlung. "Sagen sie mal, da hängt ja auch ein Kopf eines Menschen – und der lacht ja auch noch!" - "Oh ja, das war mein Anlageberater. Der hat bis zum Schluss geglaubt, ich mache ein Foto."

Was ist der Unterschied zwischen Bankern und Terroristen? Terroristen haben Sympathisanten.

An der Frankfurter Börse steht auf einer Klotür: "Sie sind momentan der einzige in diesem Gebäude, der weiß, was er tut!"

Ein freundlicher Mensch hat einen Broker vor dem Ertrinken gerettet. Broker: "Dafür erfülle ich Ihnen jeden Wunsch." Retter: "Ok, sagen Sie bitte niemandem, dass ich Sie gerettet habe!"

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Noch mehr Witze

Dienstag, 27. September 2011

Verhalten sich Börsenprofis wie Psychopathen?

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Um die Antwort zu dieser Frage vorweg zu nehmen: Nein, sie verhalten sich nicht wie Psychopathen. Psychopathen verhalten sich nämlich kooperativer und sind zugleich auch erfolgreicher.

Zumindest ist dies das Ergebnis einer Studie der Universität St. Gallen:

Destruktive Dynamik im Handelsraum
(NZZ ONLINE)

In dieser Studie wurden 27 professionelle Trader, 24 kriminelle Psychopathen und 24 "normale Personen" im Hinblick auf ihr Verhalten in einem klassischen sozialpsychologischen Experiment verglichen.

Bei diesem Experiment - dem Gefangenen-Dilemma - stehen zwei Personen im Verdacht, gemeinsam einen Bankraub begangen zu haben. Dieser Bankraub kann jedoch ohne Geständnis nicht nachgewiesen werden. Nachweisbar ist allerdings, dass beide illegalerweise eine Waffe mit sich führten. Beide werden getrennt verhört und können sich über die Geschehnisse im Verhör nicht austauschen. Dabei erhalten beide folgendes Angebot seitens der Behörden: Wenn nur einer der beiden Komplizen gesteht, geht er straffrei aus, während der andere für 5 Jahre ins Gefängnis kommt. Gestehen beide, so kommen beide für 4 Jahre ins Gefängnis. Wenn keiner der beiden gesteht, erhalten beide nur 1 Jahr Gefängnis für illegalen Waffenbesitz.

Die Versuchsperson spielt einen dieser Komplizen und spielt dabei gegen einen echten oder auch virtuellen Gegner. Mann kann dabei analysieren, wie kooperativ bzw. rücksichtslos die beiden Versuchspersonen agieren, und welcher absolute und relative Gewinn dabei resultiert. Ein hoher relativer Gewinn liegt vor, wenn die Versuchsperson eine deutlich kürzere Haftstrafe bekommt als der Komplize. Ein hoher absoluter Gewinn (eine insgesamt möglichst kurze Haftstrafe) ist allerdings nur dann zu erzielen, wenn beide Partner kooperieren und nicht gestehen.

In dem Experiment mit den Börsentradern waren 30 Prozent der Spielzüge der professionellen Trader unkooperativ. Bei den Psychopathen waren es nur 11 Prozent, bei der Kontrollgruppe unauffälliger Personen nur ein halbes Prozent. Auch beim absoluten Gewinn schnitten die professionellen Trader schlechter ab als die Psychopathen.

Die Versuchsleiter hatten erwartet, dass sich die professionellen Trader zwar ähnlich rücksichtslos verhalten, dabei aber zumindest erfolgreicher sein würden als die (offiziellen) Psychopathen.

Die Aussagekraft der Ergebnisse ist natürlich im Hinblick auf die geringen Stichprobengrößen etwas eingeschränkt. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass es sich um einen abstrakten Laborversuch handelt. Der Erfolg in dieser Aufgabe sagt noch nichts über den Erfolg der untersuchten Trader in ihrer beruflichen Tätigkeit aus. Möglicherweise haben diese Makler bestimmte Strategien, die im Beruf funktionieren, auf die Laboraufgabe übertragen. Dabei ist festzustellen, dass im Börsenhandel Kooperation nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Es kommt darauf an, einsetzende Trends als solche zu erkennen, möglichst frühzeitig "auf den Zug aufzuspringen" und rechtzeitig "wieder abzuspringen". Den letzten beißen dabei die Hunde. Dabei kann es keine Win-Win-Situation geben: Was der eine gewinnt, ist immer ein Verlust für andere Marktteilnehmer.

Zum Thema Psychopathie: Was man im alltäglichen Sprachgebrauch als Psychopathie oder Soziopathie bezeichnet, trägt im wissenschaftlichen Sprachgebrauch die Bezeichnung antisoziale oder dissoziale Persönlichkeitsstörung. Personen mit dieser Störung sind äußerst impulsiv, missachten soziale Normen und Verpflichtungen und haben kein Empfinden für die Gefühle anderer Menschen. Solche Menschen neigen zu rücksichtslosem und aggressivem Verhalten und geraten häufig mit dem Gesetz in Konflikt. Sie sind dabei allerdings auch recht trickreich und vermögen es, mit einem oberflächlichen Charme andere Menschen um den Finger zu wickeln.

Allerdings führt diese Persönlichkeitsstörung nicht zwangsläufig zu einer kriminellen Karriere. Gerade intelligente "Psychopathen" bringen relativ gute Voraussetzungen mit, um in wettbewerbsorientierten Bereichen schnell an die Spitze zu gelangen. Man kann solche Menschen daher auch in Führungspositionen antreffen.

Weitere Informationen über Persönlichkeitsstörungen

Sonntag, 18. September 2011

Wenn nur Oberflächlichkeit zählt

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Für manche Unternehmen zählt vor allem die Fassade. Neudeutsch finden sich dafür auch die Begriffe Corporate Identity und Corporate Design.

Das geht dann mitunter soweit, dass nicht nur die Oberbekleidung genau vorgeschrieben wird, sondern sogar die Unterwäsche:

Schweizer Bank schreibt Mitarbeiterinnen
Farbe der Unterwäsche vor

(ZEIT ONLINE)

Vielleicht hätte sich diese Bank besser um inhaltliche Dinge wie etwa kompetentes und integres Verhalten ihrer Mitarbeiter kümmern sollen:

Schweizer Großbank UBS:
Händler verzockt zwei Milliarden Dollar

(SPIEGEL ONLINE)

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Etwas wirklich Schönes zum Anschauen: Poster von romantischen Herbstlaubmotiven

Donnerstag, 11. August 2011

Prognosen zur Börsenentwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2011

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Grundsätzlich sollte man sich bewusst sein, dass das Geschehen an der Börse weder planbar, noch vorhersehbar ist. Allenfalls lassen sich gewisse langfristige Trends ausmachen, z.B. dass die Aktienkurse langfristig eher steigen. Im Einzelfall kann eine Aktie, ein branchenbezogener oder länderbezogener Index allerdings auch nach fünf Jahren deutlich unter dem aktuellen Kurs notieren.

Es ist vielleicht auch sinnvoll, von einer wahrscheinlichen Entwicklung und möglichen Szenarien zu sprechen. Angesichts einer nicht überschaubaren Menge an Einflussfaktoren ist eine Prognose von Aktienmärkten wie auch von fundamentalen Daten einzelner Unternehmen oder gar Branchen und Regionen allerdings manchmal eher Kaffeesatzleserei. Man schaue sich dazu auch einmal die wechselnden Prognosen von überbezahlten Wirtschaftsweisen zum Wachstum der deutschen Wirtschaft an

Ich selbst beschäftige mich seit nunmehr 15 Jahren (immer mal wieder) mit dem Geschehen an der Börse. Ich bin dabei übrigens der Meinung, dass man sich aus unterschiedlichen psychologischen Gründen nicht allzu intensiv mit dieser Thematik, sondern doch besser mit "richtiger Arbeit" beschäftigen sollte, um sich seine Existenz zu sichern.

Allerdings schaue ich bei Crashs wie auch bei Hochphasen an den Börsen etwas genauer hin. Ein kurzfristiger Crash sollte allerdings auch von einer langfristigen Baisse (z.B. der Abschwung beim DAX von etwa 8000 Punkten im Jahr 2000 auf deutlich unter 3000 Punkten im Jahr 2003) unterschieden werden.

Woran erkennt man nun, dass im Rahmen eines Crashs der Tiefstpunkt erreicht ist?

Es gibt da natürlich keinen absolut sicheren Hinweis, aber doch gewisse Indizien, die anzeigen, dass es vermutlich nicht weiter nach unten gehen wird.

Für mich sind dabei vor allem der Chart und die aktuellen Nachrichtenmeldungen von Interesse.

Ich betreibe dabei keine umfassende Charttechnik und schaue mir keine extra ausgerechneten Indikatoren an, sondern mich interessiert der grafische Verlauf der Kurse, wobei ich besonders auf langfristige Trends sowie sogenannte Unterstützungslinien und Widerstände achte. Widerstände "behindern" die Kursentwicklung nach oben, Unterstützungslinien "halten" den Kurs oberhalb eines bestimmten Niveaus. Sowohl Widerstände als auch Unterstützungslinien sind dabei natürlich gedachte Konstrukte.

Ein Kurs kann solche Linien dann auch durchbrechen. Wird eine solche Linie durchbrochen, so gilt dies als Signal, dass es wahrscheinlich noch weiter nach unten gehen wird.

Beim DAX sehe ich solche Unterstützungslinien bei 6100 bis 6200 Punkten (diese Linie ist allerdings bereits durchbrochen), bei etwa 5500 Punkten, bei etwa 4900 Punkten und bei 4000 Punkten. Sollte es sich hier "nur" um einen kurzfristigen Crash handeln, so könnte der Kurs m.E. wenigstens noch bis auf 4900 Punkte sinken. Wenn es sich um eine langfristige Baisse handelt, die ja auch durch fundamentale Faktoren wie etwa die aktuellen Krisen ganzer Staaten gestützt wird, sehe ich allerdings Potenzial bis auf 4000 Punkte. Ein daran ansetzender Crash könnte dann kurzfristig zu Ausschlägen bis auf 3700 bis 3800 führen.

Bei den Nachrichtenmeldungen interessiert mich übrigens der Grundtenor der vermittelten Stimmung. Von einem Tiefstpunkt kann man nämlich erst sprechen, wenn überhaupt kein Optimismus besteht und niemand mehr an eine Erholung der Kurse glaubt. Einen solchen Pessimismus kann ich allerdings aktuell nicht erkennen

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Hochwertige und schöne Poster, z.B. von romantischen Herbstlaubmotiven.

Dienstag, 9. August 2011

Kaufen wenn die Kanonen donnern

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... lautet einer von vielen Börsensprüchen.

Besser ist natürlich: Kaufen, wenn die Kanonen gerade aufgehört haben zu donnern und keine Einschläge mehr zu erwarten sind!

Ich sag' euch dann bescheid, wenn ich herausgefunden habe, woran man den richtigen Zeitpunkt erkennt

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Hochwertige und schöne Poster, z.B. von Sonnenblumen.

Mittwoch, 12. Januar 2011

Kugelschreibertag 2011 in Dresden

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Am Samstag dem 15.01.2011 ist wieder "Kugelschreibertag" in Dresden. Eigentlich heißt das Ganze ja "Börsentag"...

BörsenTAG Dresden

... aber ich wollte bei meiner Bezeichnung dafür mal auf den aus meiner Sicht wichtigsten Wert und Gehalt der Veranstaltung hinweisen

Es handelt sich um eine Messe für Privatanleger, offiziell die größte Finanzmesse Ostdeutschlands. Neben Ständen verschiedener Aussteller (Banken, Fondsanbieter, Vermögensverwaltungen usw.) gibt es auch Vorträge zu unterschiedlichen Themen. Und eben auch wertvolle Gebrauchsartikel wie etwa Kugelschreiber, Notizblöcke, Stofftaschen und ähnliches

Das Ganze findet statt im Kongresszentrum Dresden (unweit von Bahnhof Mitte, Yenidze und Sächsischem Landtag an der Elbe gelegen) von 9.30 bis 19.00 Uhr.

Der Eintritt ist kostenfrei. Inwieweit weitere Kosten entstehen, hängt davon ab, inwieweit man sich infolge des Besuchs der Veranstaltung zu mehr oder weniger gewagten Investitionen verleiten lässt...

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Mein Postershop. Z.B. mit schönen Postern von Dresdner Sehenswürdigkeiten.