Donnerstag, 11. August 2011

Prognosen zur Börsenentwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2011

Grundsätzlich sollte man sich bewusst sein, dass das Geschehen an der Börse weder planbar, noch vorhersehbar ist. Allenfalls lassen sich gewisse langfristige Trends ausmachen, z.B. dass die Aktienkurse langfristig eher steigen. Im Einzelfall kann eine Aktie, ein branchenbezogener oder länderbezogener Index allerdings auch nach fünf Jahren deutlich unter dem aktuellen Kurs notieren.

Es ist vielleicht auch sinnvoll, von einer wahrscheinlichen Entwicklung und möglichen Szenarien zu sprechen. Angesichts einer nicht überschaubaren Menge an Einflussfaktoren ist eine Prognose von Aktienmärkten wie auch von fundamentalen Daten einzelner Unternehmen oder gar Branchen und Regionen allerdings manchmal eher Kaffeesatzleserei. Man schaue sich dazu auch einmal die wechselnden Prognosen von überbezahlten Wirtschaftsweisen zum Wachstum der deutschen Wirtschaft an

Ich selbst beschäftige mich seit nunmehr 15 Jahren (immer mal wieder) mit dem Geschehen an der Börse. Ich bin dabei übrigens der Meinung, dass man sich aus unterschiedlichen psychologischen Gründen nicht allzu intensiv mit dieser Thematik, sondern doch besser mit "richtiger Arbeit" beschäftigen sollte, um sich seine Existenz zu sichern.

Allerdings schaue ich bei Crashs wie auch bei Hochphasen an den Börsen etwas genauer hin. Ein kurzfristiger Crash sollte allerdings auch von einer langfristigen Baisse (z.B. der Abschwung beim DAX von etwa 8000 Punkten im Jahr 2000 auf deutlich unter 3000 Punkten im Jahr 2003) unterschieden werden.

Woran erkennt man nun, dass im Rahmen eines Crashs der Tiefstpunkt erreicht ist?

Es gibt da natürlich keinen absolut sicheren Hinweis, aber doch gewisse Indizien, die anzeigen, dass es vermutlich nicht weiter nach unten gehen wird.

Für mich sind dabei vor allem der Chart und die aktuellen Nachrichtenmeldungen von Interesse.

Ich betreibe dabei keine umfassende Charttechnik und schaue mir keine extra ausgerechneten Indikatoren an, sondern mich interessiert der grafische Verlauf der Kurse, wobei ich besonders auf langfristige Trends sowie sogenannte Unterstützungslinien und Widerstände achte. Widerstände "behindern" die Kursentwicklung nach oben, Unterstützungslinien "halten" den Kurs oberhalb eines bestimmten Niveaus. Sowohl Widerstände als auch Unterstützungslinien sind dabei natürlich gedachte Konstrukte.

Ein Kurs kann solche Linien dann auch durchbrechen. Wird eine solche Linie durchbrochen, so gilt dies als Signal, dass es wahrscheinlich noch weiter nach unten gehen wird.

Beim DAX sehe ich solche Unterstützungslinien bei 6100 bis 6200 Punkten (diese Linie ist allerdings bereits durchbrochen), bei etwa 5500 Punkten, bei etwa 4900 Punkten und bei 4000 Punkten. Sollte es sich hier "nur" um einen kurzfristigen Crash handeln, so könnte der Kurs m.E. wenigstens noch bis auf 4900 Punkte sinken. Wenn es sich um eine langfristige Baisse handelt, die ja auch durch fundamentale Faktoren wie etwa die aktuellen Krisen ganzer Staaten gestützt wird, sehe ich allerdings Potenzial bis auf 4000 Punkte. Ein daran ansetzender Crash könnte dann kurzfristig zu Ausschlägen bis auf 3700 bis 3800 führen.

Bei den Nachrichtenmeldungen interessiert mich übrigens der Grundtenor der vermittelten Stimmung. Von einem Tiefstpunkt kann man nämlich erst sprechen, wenn überhaupt kein Optimismus besteht und niemand mehr an eine Erholung der Kurse glaubt. Einen solchen Pessimismus kann ich allerdings aktuell nicht erkennen

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Hochwertige und schöne Poster, z.B. von romantischen Herbstlaubmotiven.

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