Montag, 21. November 2011

Unfassbare Vorgänge bei einer österreichischen Fluggesellschaft

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Eine Meldung über die österreichische Fluggesellschaft Comtel Air von letzter Woche:

Airline fordert Bargeld von Passagieren: "Geld her - oder wir fliegen nicht weiter"
(sueddeutsche.de)

Und das unter den Augen von österreichischen Behörden und Sicherheitspersonal!

Für mich unfassbar!

Sonntag, 20. November 2011

Besonders wertvoller Diesel

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Derzeit scheint es an den Tankstellen ganz besonders wertvollen Diesel zu geben. Jedenfalls hat die Differenz zu Super E10 heute an verschiedensten Tankstellen jeweils nur 2 oder 3 Cent betragen.

Der Preis sagt ja schließlich auch etwas über die Qualität aus, oder?

Diesel minimal 1.419 Euro, Super E10 minimal 1.439 Euro. Heute im Raum Ostsachsen.

...

Ein psychologischer Beitrag:
Tipps für ein entspanntes Reisen mit dem Auto

Freitag, 18. November 2011

Wie billige Jobs durch Jobcenter subventioniert werden

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Um Langzeitarbeitslose (dauerhaft) wieder in Arbeit zu bekommen, stehen den Arbeitsagenturen und Jobcentern durchaus einige Möglichkeiten offen, von denen insbesondere auch Arbeitgeber profitieren.

Beispielsweise finanzieren die Jobcenter bis zu vier Wochen Probezeit, in denen ein Arbeitgeber kostenlos auf die betreffenden Personen als Praktikanten zurückgreifen kann. Von unbezahlten zweiwöchigen Praktika profitierte bis jetzt z.B. der Versandhändler Amazon:

VERSANDHANDEL: Amazon beschäftigte Hunderte Arbeitslose unentgeltlich
(DER WESTEN)

Diese Subventionierung ist freilich nicht dazu gedacht, die vorübergehende Beschäftigung von Saisonarbeitern zu fördern. Nach Gewerkschaftsangaben sind durch diese Unterstützung allerdings im Fall Amazon keine dauerhaften Arbeitsverhältnisse geschaffen worden. Das Jobcenter Unna sowie andere Jobcenter und Arbeitsagenturen haben daher jetzt diese Subventionierung für dieses Unternehmen ausgesetzt:

WEIHNACHTSGESCHÄFT: Jobcenter Unna setzt Zuschuss für Amazon-Praktikanten aus
(DER WESTEN)

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Die Aussage des stellvertretenden Leiters des Jobcenters Unna über diejenigen, die bisher solche unbezahlten Praktika absolviert haben, ...

"Die Menschen, die dort hingehen, machen das freiwillig. Es zwingt sie niemand dazu..."

... finde ich allerdings auch irgendwie drollig...

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Hinweis auf einen anderen Beitrag:
Viel Geld verdienen mit Werbung im Internet?
Warum Affiliate-Programme häufig nichts einbringen.

Dienstag, 15. November 2011

Social-Games-Entwicker Zynga fordert Aktienoptionen von Mitarbeitern zurück

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Manche Unternehmen greifen schon auf abenteuerliche Möglichkeiten der Entlohnung bzw. Nichtentlohnung von Mitarbeitern zurück. Es müssen dabei nicht unbedingt die klassischen unbezahlten Praktika sein. Auch Provisionen, die man nach aufwendiger und mühsamer Werbung und Kundenansprache nur dann erhält, wenn ein Kunde tatsächlich und unmittelbar bei diesem Verkäufer etwas gekauft hat, sind eine beliebte Möglichkeit, Mitarbeitergehälter "einzusparen".

Auf eine ganz innovative Form der... Ent-Lohnung greift jetzt das kalifornische Unternehmen Zynga zurück. Zynga wurde 2007 gegründet, ist Entwickler von so sinnvollen Facebook-Applikationen wie FarmVille und Mafia Wars sowie weiteren Browser-Spielen und verdient daran, dass Nutzer dieser Spiele virtuelles Geld und virtuelle Gegenstände kaufen.

Das Unternehmen hat Mitarbeiter zu Zeiten der Gründung mit Aktienoptionen bezahlt, die aktuellen Meldungen zufolge nach Meinung des Managements mittlerweile viel zu viel an Wert gewonnen haben. Im Vorfeld eines geplanten Börsengangs fordert das Unternehmen daher jetzt von ausgewählten Mitarbeitern unter Androhung der Kündigung, auf einen Teil dieser Aktienoptionen zu verzichten:

Zynga verlangt Aktienoptionen von Mitarbeitern zurück
(HEISE ONLINE)

Ich verkneife mir mal aus juristischen Gründen weitere Worte, die mir zu dieser Meldung auf der Zunge liegen. Unter dem Heise-Artikel finden sich allerdings auch jede Menge interessante Kommentare.

Mit den frei werdenden Anteilen möchte das Unternehmen u.a. neue Leistungsträger locken. Ich frage mich allerdings, wer sich unter diesen Umständen noch mit solchen Optionen locken lässt...

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Hinweis auf einen anderen Beitrag:
Viel Geld verdienen mit Werbung im Internet?
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Samstag, 12. November 2011

Rumänisches Nokia-Werk wegen Zollschulden beschlagnahmt

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Als ich in 2008 begann, bestimmte wirtschaftsbezogene Sachverhalte in diesem separaten Blog zu thematisieren, gehörte zu meinen ersten Themen auch das Verhalten des finnischen Handy-Herstellers Nokia. Dieser hatte seinen - mit Subventionen geförderten Produktionsstandort in Bochum geschlossen - und die Produktion in einen neuen - ebenfalls mit Subventionen geförderten - Standort in Rumänien verlagert:

07.02.2008: No-kia

13.02.2008: No-kia - die letzte Hoffnung für Bochum schwindet

11.02.2008: No-kia - billiger geht's nicht!

Aktuelle Entwicklungen veranlassen mich, noch einmal auf dieses Unternehmen einzugehen.

Nach nur drei Jahren hat Nokia in diesem Jahr beschlossen, auch das Werk im rumänischen Cluj wieder zu schließen und gleichzeitig einen weiteren Standort in Bonn dichtzumachen:

Nokia schließt Werk in Rumänien und Software-Standort Bonn
(HEISE ONLINE)

Dabei stellt sich auch wieder die Frage nach der Rückzahlung von staatlichen Zuschüssen, mit denen Rumänien seinerzeit den Konzern nach Cluj gelockt hatte:

Rumänien fordert von Nokia Staatshilfen zurück
(HEISE ONLINE)

Nun hat allerdings auch noch das rumänische Finanzamt die Fertigungsanlage beschlagnahmt, nachdem eine Prüfung ergeben hat, dass das Unternehmen Zollgebühren in Höhe von 10 Millionen US-Dollar nicht bezahlt hat:

Rumänische Nokia-Fabrik beschlagnahmt
(HEISE ONLINE)

Manche können anscheinend nicht genug kriegen bzw. in diesem Falle sparen. Ohne Rücksicht auf gewisse Grenzen, die das System gelegentlich setzt. Ein System, das an sich ja schon recht liberal geworden ist.

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Andere Hersteller legen den Fokus übrigens weniger auf Kosteneinsparung, sondern auf die Entwicklung immer neuer innovativer Produkte und Dienstleistungen. Die wirtschaftlichen Effekte einer solchen auf Innovation orientierten Unternehmensstrategie sieht man ganz deutlich, wenn man sich einmal die langfristigen Kursverläufe von Apple oder Samsung Electronics im Vergleich zu Nokia anschaut:

Nokia ... All-Time-High in den letzten 5 Jahren bei 28.73 Euro, Schlusskurs vom Freitag, dem 11.11.2011, 4.921 Euro.

Apple ... All-Time-High 310.15 Euro, letzter Schlusskurs 278.90 Euro.

Samsung Electronics ... All-Time-High 229.00 Euro, letzter Schlusskurs 208.00 Euro.

(Alle Kurse XETRA).

Natürlich kann man das Thema der Entwicklung und Produktion immer neuer Produkte vor dem Hintergrund eines nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen auch wieder kritisch diskutieren...