Dienstag, 15. November 2011

Social-Games-Entwicker Zynga fordert Aktienoptionen von Mitarbeitern zurück

Manche Unternehmen greifen schon auf abenteuerliche Möglichkeiten der Entlohnung bzw. Nichtentlohnung von Mitarbeitern zurück. Es müssen dabei nicht unbedingt die klassischen unbezahlten Praktika sein. Auch Provisionen, die man nach aufwendiger und mühsamer Werbung und Kundenansprache nur dann erhält, wenn ein Kunde tatsächlich und unmittelbar bei diesem Verkäufer etwas gekauft hat, sind eine beliebte Möglichkeit, Mitarbeitergehälter "einzusparen".

Auf eine ganz innovative Form der... Ent-Lohnung greift jetzt das kalifornische Unternehmen Zynga zurück. Zynga wurde 2007 gegründet, ist Entwickler von so sinnvollen Facebook-Applikationen wie FarmVille und Mafia Wars sowie weiteren Browser-Spielen und verdient daran, dass Nutzer dieser Spiele virtuelles Geld und virtuelle Gegenstände kaufen.

Das Unternehmen hat Mitarbeiter zu Zeiten der Gründung mit Aktienoptionen bezahlt, die aktuellen Meldungen zufolge nach Meinung des Managements mittlerweile viel zu viel an Wert gewonnen haben. Im Vorfeld eines geplanten Börsengangs fordert das Unternehmen daher jetzt von ausgewählten Mitarbeitern unter Androhung der Kündigung, auf einen Teil dieser Aktienoptionen zu verzichten:

Zynga verlangt Aktienoptionen von Mitarbeitern zurück
(HEISE ONLINE)

Ich verkneife mir mal aus juristischen Gründen weitere Worte, die mir zu dieser Meldung auf der Zunge liegen. Unter dem Heise-Artikel finden sich allerdings auch jede Menge interessante Kommentare.

Mit den frei werdenden Anteilen möchte das Unternehmen u.a. neue Leistungsträger locken. Ich frage mich allerdings, wer sich unter diesen Umständen noch mit solchen Optionen locken lässt...

...

Hinweis auf einen anderen Beitrag:
Viel Geld verdienen mit Werbung im Internet?
Warum Affiliate-Programme häufig nichts einbringen.

Keine Kommentare: