Dienstag, 18. Dezember 2012

Mit welchem Heizsystem heizt man besonders kostengünstig und nachhaltig?

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Angesichts steigender Kosten für Energie dürfte auch die Motivation von Verbrauchern steigen, beim Energieverbrauch zu sparen, z.B. beim Heizen.

Eine wichtige Frage ist dabei die Wahl eines Heizsystems, das möglichst günstig in der Anschaffung und auch im Betrieb ist.

Einzelne Energieträger lassen sich recht gut hinsichtlich ihrer Kosten bei der Erzeugung einer bestimmten Menge an Wärmeenergie vergleichen. Dabei fällt auf, dass Heizenergie aus Strom besonders teuer ist. 1 kWh Strom kostet deutlich über 20 Cent. Die gleiche Heizleistung ist mit Erdöl bereits für etwa 9 Cent zu haben, mit Erdgas mit 7 Cent und bei der Verbrennung von Holzpellets schon für nur 5 Cent (Stand: Herbst 2012, Quelle: Heizkostenrechner bei Zentralheizung.de).

Wer einen kostengünstigen Zugang zu Brennholz hat, für den dürfte auf jeden Fall eine zentrale Heizungsanlage auf Holzbasis interessant sein, z.B. in Form einer Holzkesselheizung oder als wassergeführter Kaminofen. Solche Heizungsanlagen können je nach Bauart mit Holzpellets oder auch grobem Holz betrieben werden.

Die Verwendung von Holz ist dabei nicht nur kostengünstig, sondern zudem auch ökologisch nachhaltig. Holz wächst wieder nach. Und auch der anrechenbare CO2-Ausstoß liegt bei Holz deutlich unter dem Ausstoß bei Heizöl oder Gas.

Eine solche Heizungsanlage kann durch weitere Elemente ergänzt werden, die ebenfalls der Energieeinsparung dienen, z.B. solarthermische Panels auf dem Dach. Solarthermische Anlagen dienen der direkten Wärmegewinnung. Allerdings besteht hier der Nachteil, dass das Angebot an Wärme und der Bedarf zeitlich nicht zusammenfallen. Daher braucht muss hier zusätzlich ein Pufferspeicher eingerichtet werden, der die gewonnene Wärme aufnehmen kann. Je nach Größe eines solchen Speichers kann Wärmeenergie damit auch über längere Zeiträume gespeichert werden.

Weitere Infos zum Thema Heizen mit Holz und Holzpellets

Mieter sind in der Wahl ihres Heizsystems natürlich etwas eingeschränkt. Aber auch Hauseigentümer und Vermieter sind in ihrer Entscheidung für ein bestimmtes Heizsystem mitunter abhängig von Vorgaben, z.B. Fernwärme-Anschlusszwang.

Im Falle eines Wechsels des Heizsystems fallen teilweise auch erhebliche Kosten für Investitionen an. Aber auch hier wäre zu überprüfen, ob sich ein Wechsel des Heizsystems nicht nach einer vertretbaren Zeit lohnt. Teilweise kann dafür auch eine finanzielle Förderung in Anspruch genommen werden.

Wichtig ist natürlich, dass die Leistung der Heizanlage auf den Bedarf der jeweiligen Immobilie abgestimmt ist. Dazu sollte man sich von qualifizierten Firmen beraten lassen. Diese sollten auch über die Möglichkeiten einer finanziellen Förderung derartiger Investitionen bescheid wissen.

Mehr zum Thema Geld und Energie sparen beim Heizen

Mittwoch, 14. November 2012

Partnersuche ohne teure Partneragentur oder Partnervermittlung

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In letzter Zeit hat die Werbung für Partneragenturen und Single-Börsen deutlich zugenommen. In nerviger Weise. Zumindest fällt mir das auf, wenn ich mir ab und zu etwas im Privatfernsehen anschaue.

Solche Partneragenturen sind üblicherweise kostenpflichtig. Es leuchtet mir durchaus ein, dass so etwas beworben werden muss...

Allerdings müssen "Bedürftige" nicht wirklich auf solche Angebote eingehen. Denn auch kostenlos zu benutzende soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Google+ und Xing bieten die Möglichkeit, Menschen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen, aus denen sich echte Freundschaften und auch mehr entwickeln können. Vorausgesetzt, man ist nicht krampfhaft auf der Suche, sondern bereit, das mit der Partnersuche und Partnerfindung ruhig und locker anzugehen.


Was ist dabei zu beachten?

Facebook: Dieses Netzwerk mit mittlerweile über 900 Millionen Nutzern bietet die Möglichkeit, nach Bekannten und Freunden zu suchen und diesen eine Freundschaftsanfrage zu senden, die diese dann bestätigen müssen. Man kann eigene Postings veröffentlichen und bei Freunden kommentieren sowie privat mit seinen Freunden chatten. Aus den öffentlichen Diskussionen zu Facebook-Postings, an denen sich auch andere Freunde von Freunden beteiligen, können sich dabei weitere Kontakte ergeben. Man kann sich auch von Facebook Freunde vorschlagen lassen, die Freundeslisten der Freunde und Bekannte durchgehen oder Fan-Seiten (z.B. von Künstlern oder politischen Parteien) liken und dort nach Personen mit gleichen Interessen suchen. Allerdings sollte man nicht einfach wildfremden Leuten eine Freundschaftsanfrage senden. Diese könnten sich darüber beschweren, wofür man dann von Facebook gesperrt wird. Besser ist es, dann erst einmal per Privatnachricht höflich anzufragen.

Twitter: Man kann anderen Nutzern folgen und deren öffentliche Postings lesen (außer bei Profilen, deren Postings nur für zugelassene Kontakte sichtbar sind). Öffentliche Postings können als Mention kommentiert werden. Personen, die einem zurückfolgen, kann man auch private Nachrichten senden. Auch hier sind längere Unterhaltungen möglich. Großes Manko bei Twitter: Öffentliche und private Nachrichten sind auf 140 Zeichen beschränkt. Des weiteren werden öffentliche Diskussionen bei Beteiligung mehrerer Twitterer schnell unübersichtlich.

Google+: Hier kann man andere Nutzer zu seinen "Kreisen" hinzufügen, deren öffentliche Postings lesen und kommentieren und auch private Nachrichten senden.

Xing: Dieses Netzwerk zielt vor allem auf das Sammeln geschäftlicher Kontakte ab. Allerdings ist es auch hier möglich, Kontakte zu knüpfen, aus denen sich ähnlich wie bei Kontakten auf der Arbeit auch private Beziehungen ergeben können. Man kann nach Bekannten und Freunden suchen und mit diesen private Nachrichten austauschen sowie öffentliche Postings kommentieren. Xing bietet zusätzlich die Möglichkeit, in Gruppen und öffentlichen Foren zu diskutieren. Die kostenlose Basisversion ist in ihrer Funktionalität etwas eingeschränkt, bietet aber im wesentlichen bereits die hier genannten Vorteile.

Für alle diese Netzwerke gilt: Über einen längeren Zeitraum kann man Kontakte intensivieren und Menschen, mit denen man intensiv kommuniziert, auch sehr gut kennenlernen. Dabei können sich echte freundschaftliche Beziehungen und auch mehr entwickeln. Und wenn nicht, so bieten die Netzwerke mindestens die Möglichkeit, sich fachlich auszutauschen und/oder angeregt zu unterhalten.

Ein ausführlicher Beitrag zu psychologischen Aspekten der Partnersuche und Partnerfindung:

Partnersuche: Den richtigen Partner
und die große Liebe finden

Ich bin dabei der Auffassung, dass eine krampfhafte Suche in dieser Angelegenheit nichts bringt. Es ist sinnvoller, Kontakte zu knüpfen, aus denen sich etwas entwickeln kann, aber nicht muss. Manche Chance in privater wie auch geschäftlicher Hinsicht ergibt sich gerade dann, wenn man es nicht erwartet.

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Weitere Beiträge zum Thema Geldsparen

Dienstag, 25. September 2012

Erdgas - der verschwendete Rohstoff

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Erdgas gehört neben Erdöl, Steinkohle und Braunkohle zu den fossilen Brennstoffen und wichtigsten Energieträgern.

Erdgas wird hauptsächlich zum Beheizen von Wohn- und Gewerberäumen, zur Erzeugung von Strom und Prozesswärme für die Industrie und - dies allerdings nur in kleinem Umfang - als Treibstoff für Kraftfahrzeuge genutzt.

Weltweit werden jährlich etwa 2.7 Billionen Kubikmeter Erdgas gefördert. Darin nicht enthalten sind allerdings 150 Milliarden Kubikmeter Erdgas, die bei der Förderung von Erdöl zu Tage gefördert und einfach abgefackelt werden. Dieselbe Menge wird in den Ländern der EU in vier Monaten verbraucht.

Theoretisch ließe sich auch dieses Gas nutzen. Dies wird aber wegen eines großen Aufwands und damit verbundener Kosten nur zu einem geringen Teil gemacht.

Die Folgen davon sind gravierend. Die Verbrennung verursacht enorme Umweltschäden in den Fördergebieten. Hinzu kommen Krankheiten wie chronische Atemwegserkrankungen, Entzündungen der Haut und der Augen, Krebs, Fehlgeburten und missgebildete Babies bei den Menschen, die dort leben:

Erdgas: In den Wind geblasen
(SPIEGEL ONLINE

In diversen Ländern ist das Abfackeln von Erdgas bereits verboten. Dies wird allerdings häufig nur unzureichend kontrolliert oder nur mit geringen Strafgebühren belegt, die die Konzerne bereitwillig zahlen.

Der Hauptbestandteil von Erdgas ist Methan (CH4). Bei der Verbrennung entstehen Kohlendioxid und Wasser. Methan hat als Treibhausgas die 23fache Wirkung von Kohlendioxid. Daher ist es klimatechnisch immer noch besser, das Gas abzufackeln als es einfach so in die Atmosphäre abzulassen.

Noch besser wäre es freilich, wenn dieses Erdgas effizient zur Energie- und Wärmeerzeugung genutzt würde.

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Freitag, 7. September 2012

Wirtschaftswissenschaftler beim Wechsel einer Glühbirne bzw. Energiesparlampe

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Wie viele Wirtschaftswissenschaftler benötigt man, um eine kaputte Glühbirne oder Energiesparlampe auszuwechseln?

Ein Gremium führender Wirtschaftswissenschaftler kam bei der Diskussion dieser Frage zu folgenden Schlussfolgerungen:

1. Es gibt keinen Grund, die Glühbirne auszuwechseln. Alle Bedingungen zum Leuchten sind erfüllt. Aktuelle Gutachten zeigen eine zunehmendes Vertrauen darin, dass die Glühbirne wieder anfangen wird zu leuchten.

2. Wenn die Glühbirne wirklich hätte ausgewechselt werden müssen, dann hätten das die Kräfte des Marktes schon gemacht.

3. Wenn die Regierung die Glühbirne in Ruhe ließe, würde sie sich von selbst einschrauben.

Weitere Witze über Glühbirnen und Energiesparlampen

Dienstag, 4. September 2012

Wie vertrauenswürdig sind Bio-Produkte aus dem Supermarkt?

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In den letzten Jahren hat in den Supermärkten bis hin zu den Discountern ein recht ansehnliches Sortiment an Bio-Produkten Einzug gehalten.

Dabei ist es erstaunlich, in welchen Mengen Bio-Produkte auf einmal zu haben sind. Und wie preiswert.

Aber stammt solch Fleisch mit Bio-Label wirklich von glücklichen Tieren, die auf einer Wiese frei herumlaufen und grasen können?

Und sind Obst und Gemüse mit Bio-Label wirklich ökologisch nachhaltig produziert?

Eine gestern in der ARD gelaufene Reportage zeigt das Gegenteil:

"Wie billig kann Bio sein?"
(DasErste.de)

(Wer die Reportage verpasst hat, kann den halbstündigen Film bis auf weiteres noch in der ARD-Mediathek abrufen - hier klicken - vermutlich aber nur für begrenzte Zeit!)

Da gibt es große Mastanlagen, auf denen buchstäblich kein Schwein frei draußen herumläuft.

Legehühner leben unter ähnlichen Bedingungen wie Hühner in konventioneller Produktion.

Hier erhältliche Bio-Kartoffeln stammen aus Ägypten, wo sie aufwendig künstlich bewässert werden müssen. Wobei die einschlägige EU-Richtlinie zur Einstufung von Bio-Produkten das Thema Bewässerung aber völlig außen vor lässt.

Nachhaltig ist allerdings etwas anderes!

Da ist es auf jeden Fall besser, auf Produkte aus der Region bzw. einheimischer Produktion zurückzugreifen. Selbst wenn es sich um Produkte aus konventioneller Produktion handelt. Allerdings entfallen dabei wenigstens lange Transportwege und damit verbundener Verbrauch von Treibstoffen und Ausstoß an Kohlendioxid. Auch die Notwendigkeit künstlicher Bewässerung hält sich in Deutschland in Grenzen.

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Weitere Beiträge von mir zu ökologischen Themen

Donnerstag, 30. August 2012

Viel Geld gewinnen mit Lotto und anderem Glücksspiel

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Sie wollen wissen, wie Sie beim Lotto oder anderem Glücksspiel garantiert ganz viel Geld gewinnen können? Sie haben Interesse an einem todsicheren System?

Hier das System, das ich Ihnen gern ans Herz legen möchte:

Stecken Sie den Betrag, mit dem Sie z.B. wöchentlich spielen wollen, in eine Sparbüchse, einen Sparstrumpf oder Geldkassette Ihrer Wahl.

Nach Ablauf eines Jahres können Sie sich unter Garantie über ein schönes Sümmchen freuen. Das Ihnen immerhin nicht verloren gegangen ist.

Noch mehr Geld erzielen Sie, wenn Sie das Geld stattdessen auf Ihrem Tagesgeldkonto für sich arbeiten lassen.

Sonntag, 26. August 2012

Jährlicher TÜV für ältere Autos? Nein danke!

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Von der Kfz-Steuer, Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer... bis hin zu fest eingeplanten Ordnungs- und Bußgeldern - der gemeine private Autofahrer wird allein von staatlicher Seite immer wieder kräftig zur Kasse gebeten. Auch eine PKW-Maut ist immer wieder im Gespräch. Für eine zeitnahe und vollständige Instandsetzung von Autobahnen, Haupt- und Nebenstraßen reicht das Geld trotzdem nicht, denn die verschiedenen Steuern und Abgaben werden keinesfalls zweckgebunden erhoben.

Nun plant die EU einen neuen Streich. Diesmal zur Subventionierung von Prüfinstituten. Autos, die älter als sechs Jahre sind oder mehr als 160.000 km gefahren worden sind, sollen nämlich demnächst jährlich zum TÜV:

Verkehr: EU will ältere Autos jährlich zum TÜV schicken
(SPIEGEL ONLINE)

Allein die Prüfgebühr schlägt dabei mit 60 Euro zu Buche. Hinzu kommen Service-Arbeiten, die man im Vorfeld in der Werkstatt bzw. beim Autohaus anfallen, wo die Prüfung stattfindet.

Die Neuregelung trifft dabei vor allem sozial Schwache. Oder auch Autofahrer, die unter Nachhaltigkeit verstehen, dass nicht stets und ständig etwas Neues gekauft werden muss.

Natürlich sind die Prüfinstitute der Meinung, dass eine solche jährliche Hauptuntersuchung notwendig sei. (Aus Sicht der Prüfinstitute sicherlich sinnvoll, weil daraus in Deutschland jährliche Mehreinnahmen von 630 Millionen Euro resultieren würden.)

Bei genauer Betrachtung wäre eine solche jährliche Prüfung allerdings eine reine Abzocke! Der ADAC stellt fest, dass in Deutschland weniger als 0.5 Prozent der schweren PKW-Unfälle auf technische Mängel zurückzuführen seien. Ein Hauptteil davon gehe auf Reifenschäden zurück, die allerdings im Rahmen der Hauptuntersuchung nicht vollständig erfasst werden können.

Der ADAC bittet um Zusammenhang mit dem Thema "Jährliche HU für PKWs" um die Teilnahme an einer Befragung: hier klicken.

Ein weiterer Beitrag zum Thema Zumutungen für Autofahrer:

PKW-Maut, Tempo 30 in Ortschaften und andere Zumutungen für Autofahrer

Donnerstag, 23. August 2012

Ist das Elektro-Auto ein Irrweg?

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Als Autofahrer blickt man derzeit wieder mit ausgeprägtem Ärger auf die Spritpreise an den Tankstellen. Und wünscht sich vielleicht auch Alternativen zum immer teurer werdenden Rohstoff Erdöl.

In diesem Zusammenhang wird seit einiger Zeit auch das Elektroauto propagiert. Die Bundesregierung möchte gern bis 2020 eine Million Elektro-Autos auf die Straße bringen.

Die potenziellen Käufer spielen dabei allerdings bisher nicht mit:

Elektroautos finden nach wie vor kaum Käufer
(heise.de)

In 2011 wurden in Deutschland rund 2000 Elektroautos zugelassen, wovon allerdings nur 100 Fahrzeuge von Privatkunden gehalten werden. Bezogen auf insgesamt 3.17 PKW-Neuzulassungen in Deutschland sind allerdings selbst 2000 Neuzulassungen nur ein Bruchteil.

Allerdings ist auch festzustellen, dass Elektro-Autos unter realistischen Bedingungen eine recht schlechte Umweltbilanz aufweisen und nur bei der Verwendung von Strom allein aus erneuerbaren Energien ein positiver ökologischer Effekt festzustellen ist.

Wie sieht es nun um die Wirtschaftlichkeit des Elektroautos aus Verbrauchersicht aus?

Der ADAC hat Anfang des Jahres vergleichbare Diesel-, Otto- und Elektro-PKWs der unteren Mittelklasse im Hinblick auf Verbrauch (und Kohlendioxidausstoß) getestet:

Elektroautos weniger grün. Hoher Verbrauch dämpft die Freude
(Tagesspiegel)

Der dabei durchgeführte EcoTest erfolgte unter realistischen Bedingungen (Alltagsverkehr, Energieverbrauch für Licht, Heizung usw.).

Für die zwei getesteten Elektro-Autos lag der Verbrauch bei 25.7 bzw. 28.3 kW pro 100 km. Bei einem kWh-Preis von 22 Cent ergibt dies Stromkosten von 5.65 bzw. 6.23 Euro pro 100 km. Diese Kosten fallen tatsächlich deutlich geringer aus als bei einem vergleichbaren Diesel-PKW mit einem Verbrauch von 5 l bzw. 7.50 Euro oder einem Benzin-Auto mit einem Verbrauch von 6.5 l Super bzw. 11.05 Euro (wenn wir einmal die aktuellen Literpreise von etwa 1.50 Euro für Diesel und 1.70 für Superbenzin zugrunde legen).

Die Testergebnisse des ADAC zum Verbrauch fallen dabei allerdings fast doppelt so hoch aus wie die Angaben der Hersteller!

Welchen praktischen Wert hat das heutige Elektro-Auto für den normalen Autofahrer?

Den etwas günstigeren Kosten beim Verbrauch stehen deutlich höhere Anschaffungskosten und eine viel zu geringe Reichweite von maximal etwas über 100 km gegenüber. Diese Reichweite reduziert sich noch einmal, wenn Strom für Heizung usw. verbraucht wird. Oder im Winter:

Reichweite von Elektroauto sinkt im Winter drastisch
(heise.de)

Dabei ist für das Laden der Akkus jeweils ein Zeitbedarf von bis zu 8 Stunden anzusetzen. Ich persönlich benötige allerdings ein Auto, dass mir eine Reichweite von mindestens 700 km bietet oder ein Tanken bzw. Nachladen innerhalb weniger Minuten ermöglicht.

Elektro-Fahrzeuge kommen unter aktuellen Bedingungen lediglich als Fahrzeug für kurze Strecken in der Stadt und ortsnahes Pendeln in Frage. Allerdings stellt sich die Frage, ob es nicht besser wäre, stattdessen verstärkt in den öffentlichen Personennahverkehr zu investieren.

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Aktueller Linktipp: Tipps zum Spritsparen beim Autofahren

Freitag, 1. Juni 2012

Erdgas-Autos als ökologische Alternative?

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Im Zuge der Bestrebungen, die CO2-Emissionen und auch die Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern, liegt der Fokus der Politik und mancher Automobilkonzerne auf der weiteren Entwicklung und Vermarktung des Elektroautos.

Dabei weist das Elektroauto immer noch eine Reihe von Problemen auf: Die Reichweite ist zu gering für Strecken von mehreren hundert Kilometern. Das Aufladen dauert mehrere Stunden. Die Öko-Bilanz ist nur dann besser als beim Diesel- oder Benzin-Auto, wenn für den Betrieb des E-Autos nur Strom aus regenerativen Quellen verwendet wird.

Eine weitere Alternative zum Benzin-Auto, die sowohl ökologisch als auch finanziell Vorteile bieten könnte, wird bisher von Politik und Unternehmen weitgehend vernachlässigt - das Erdgas-Auto:

Erdgas als Treibstoff: Das verkannte Genie
(SPIEGEL ONLINE)

Mit Erdgas (CNG, Compressed Natural Gas) betriebene Autos emittieren weniger Kohlendioxid und Schadstoffe wie Kohlenwasserstoffe und Stickoxide.

Dem natürlich vorkommenden Erdgas, das zu 75 bis 99 Prozent aus Methan besteht, kann dabei Biogas und synthetisch erzeugtes Methan beigemischt werden. Dieses Methan wiederum kann mit Hilfe von Strom aus regenerativen Quellen aus Wasser und Kohlendioxid erzeugt werden erzeugt werden (EE-Gas).

Je höher der Anteil an EE-Gas, desto mehr nähert sich die Kohlendioxid-Bilanz beim Betrieb des Ergas-Autos der Null (denn das ausgestoßene Kohlendioxid ist ja vorher in die Herstellung von Methan geflossen).

Da Erdgas erheblich günstiger als Benzin oder Diesel ist, rechnet sich das zunächst teurere Erdgas-Auto je nach jährlicher Laufleistung bereits nach wenigen Jahren.

Problematisch ist allerdings die bisher geringe Dichte an Zapfsäulen: Selbst die etwa 900 in Deutschland Zapfsäulen verfügbaren Zapfsäulen sind nicht jederzeit frei zugänglich, da sich viele davon auf Betriebshöfen von Stadtwerken befinden. In manchen Ländern findet man noch gar keine Tankmöglichkeit für ein solches Auto.

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Ein Linktipp: Hilfreiche Tipps zum Spritsparen beim Autofahren

Dienstag, 15. Mai 2012

Erneuerbare Energien erweisen sich als wirtschaftlich!

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Zu den aktuellen Wirtschaftsmythen gehört, dass Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (Windkraft, Solarenergie) aktuell und in absehbarer Zukunft nicht wirtschaftlich erfolgen kann. Die "grün-alternative" Stromwirtschaft könne demnach nur mit Subventionierung funktionieren.

Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE belegt jetzt allerdings, dass Teile der Stromwirtschaft bereits jetzt oder zumindest in naher Zukunft absolut wettbewerbsfähig mit dem herkömmlichen Strommix aus fossilen Energieträgern sind und sein werden:

Studie belegt Wirtschaftlichkeit der Erneuerbaren Energie
(heise online)

Dabei wurden die Kosten für die Erzeugung einer bestimmten Strommenge auf Basis unterschiedlicher Energieträger gegenüber gestellt, wobei allerdings auch zukünftige Entwicklungen im Sinne einer kostengünstigeren Produktion von Anlagen berücksichtigt werden. Neben den Finanzierungskosten wurden dabei auch die Lebensdauer und Standortbedingungen in die Analyse einbezogen.

Die Kosten für die Stromerzeugung sollten dabei letztlich deutlich unter den aktuellen Strompreisen liegen.

Die Preise meines eigenen Anbieters betragen 21.86 Cent pro kWh für den normalen Strommix für private Endverbraucher bzw. 22.10 Cent für Strom aus Wasser, Wind und Sonne.

Die Kosten für die Erzeugung von Strom aus Kohle, Erdöl sowie Kernenergie liegen der Studie zufolge bei etwa 6 bis 7 Cent pro kWh.

Die Studie zeigt, dass zumindest Strom aus Windenergie mit Anlagen auf dem Festland bereits jetzt wettbewerbsfähig produziert werden kann! Die Kosten für eine kWh liegen hier bei 6.5 bis 7.3 kWh. Besonders teuer ist allerdings die Stromerzeugung mit Hilfe solarthermischer Anlagen - selbst dann, wenn diese an sonnenreichen Standorten in Spanien oder Nordafrika betrieben werden. Hier betragen die Kosten für eine kWh 19.4 Cent. Dagegen produzieren Photovoltaik-Anlagen sowohl in südlichen Gefilden als auch in Deutschland vergleichsweise günstigen Strom. Hier liegen die Kosten in Abhängigkeit vom Standort und der Größe der Anlage zwischen 8 und 16.5 Cent.

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Weitere Beiträge von mir zu ökologischen Themen

Mittwoch, 18. April 2012

Autofahren mit Windkraft

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Nein, es geht nicht darum, zukünftig ein Segel ans Auto zu spannen und sich davon ziehen zu lassen. Aber es ist tatsächlich möglich, sein Auto mit aus Windkraft gewonnener Energie anzutreiben:

Autofahren mit gespeicherter Windkraft: Erste Tankstelle mit Wasserstoff aus Windkraft ist in Betrieb
(BlickPunkt Brandenburg)

Die Windenergie aus einem Windpark in der Uckermark wird dazu genutzt, Wasser mittels Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten.

Der gewonnene Wasserstoff kann dann von Autos mit Wasserstoffantrieb getankt werden. Es handelt sich dabei um Fahrzeuge mit Brennstoffzelle oder Wasserstoffverbrennungsmotor. Auch mit Erdgas betriebene Fahrzeuge können mit einem Gemisch aus Erdgas und bis zu 50 Prozent Wasserstoff betankt werden.

Das Projekt zeigt: Die Speicherung von Energie aus Windkraft ist möglich!

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Noch ein Linktipp:
Tipps zum Sprit sparen beim Autofahren

Dienstag, 17. April 2012

Altkleiderspenden - besser nicht in den Altkleidercontainer!

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Was macht ihr eigentlich mit alten Klamotten, die ihr nicht mehr braucht?

Für die meisten dürfte es wohl nahe liegen, alte aber durchaus noch tragbare Kleidung in den Altkleidercontainer zu geben. Auf diese Weise tut man ja auch noch etwas Gutes, indem man etwas für Bedürftige spendet.

Allerdings tut man damit nicht wirklich etwas Gutes. Im Gegenteil.

Der folgende Artikel beschreibt sehr ausführlich, was mit den Altkleiderspenden passiert und wer daran verdient:

Das große Geschäft mit den Kleiderspenden aus Deutschland
(ZEIT ONLINE)

Da in Deutschland nur wenige bedürftige Menschen solche abgetragene Kleidung haben wollen, gelangen diese Spenden in verschiedene Länder der Dritten Welt. Wo sie allerdings nicht als Spenden verteilt, sondern "ganz normal" verkauft werden.

Dadurch wiederum gehen in diesen Ländern Arbeitsplätze in der Textilindustrie verloren. Allein in Tansania in Ostafrika sind auf diese Weise bereits 80.000 Beschäftigte arbeitslos geworden.

Die Spenden tragen somit zur Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten in der Dritten Welt bei!

Mit mancher Form von Hilfe kann man auch gut ins Fettnäpfchen treten. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint...

Dieser Artikel beschreibt, wie man sinnvoll Alttextilien spendet:

Richtig Altkleider spenden

Es gibt durchaus Hilfsorganisationen, bei denen solche Spenden gut aufgehoben sind. Ansonsten ist es sinnvoller, alte Klamotten in Tauschbörsen oder Auktionsplattformen anzubieten und auf diese Weise selbst noch vom Wert der Textilien zu profitieren.

Übrigens gibt es hier und da auch Annahmestellen für Altstoffe, bei denen neben Papier auch Alttextilien angenommen werden. Hier in Dresden bekommt man dafür 4 oder 5 Cent pro Kilogramm. Allerdings ist davon auszugehen, dass gut erhaltene Kleidung auch hier letztlich in den Verkauf in Entwicklungsländern geht. Daher und auch wegen des geringen Betrags ist es sinnvoll, nur solche Textilien dort abzugeben, die nicht mehr als Bekleidung zu gebrauchen sind.

Montag, 16. April 2012

Benzinpreisschwankungen zur Verwirrung der Autofahrer

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In einem früheren Beitrag hatte ich darauf hingewiesen, dass die Mineralölkonzerne zur Jahreswende dazu übergegangen sind, Treibstoffe nicht mehr am Montag, sondern nunmehr am Samstag am günstigsten anzubieten.

Dies scheint allerdings mittlerweile hinfällig zu sein. Dafür hat sich in den letzten Wochen die Tendenz herauskristallisiert, dass die Preise für Benzin und Diesel über den Tag hinweg erheblich schwanken.

Der ADAC hat dazu jetzt in einer Untersuchung bei mehreren Tankstellen dreier Konzerne Schwankungen über den Tag von bis zu 12 Cent festgestellt. Dabei war der Sprit jeweils am Morgen am teuersten, am Abend am günstigsten.

Die Autoren des Beitrags in der aktuellen ADAC Motorwelt (Heft 4/2012) vermuten, dass die Preisschwankungen allein dazu dienen, die Autofahrer systematisch in die Irre zu führen.

Ich erwarte übrigens, dass diese "Regelmäßigkeit", dass Sprit am Abend am günstigsten ist, auch nicht von Dauer sein wird.

Das Kartellamt stellt zwar immer wieder fest, dass die Spritpreise bei uns unangemessen hoch sind, scheint aber nach wie vor keine Handhabe gegen die Politik der Mineralölkonzerne zu haben:

BENZINPREISE BLEIBEN HOCH: Kartellamt machtlos gegen Benzin-Oligopol
(FR ONLINE)

Meiner Meinung nach könnte man auf diese Behörde verzichten!

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Von mir gibt es jetzt noch einen neuen Beitrag mit vielen Tipps zu einer spritsparenden Fahrweise:

Tipps zum Sprit sparen beim Autofahren

In dem Beitrag zeige ich allerdings auf, dass man nicht nur bei der Tankrechnung viel Geld sparen kann!

Mittwoch, 11. April 2012

Waldrodung und Palmöl-Plantagen trotz ausgewiesener Naturschutzgebiete in Indonesien

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Man könnte meinen, dass ein Naturschutzgebiet dazu da ist, den gesetzlichen Schutz der darin existierenden Pflanzen und anderen Lebewesen zu garantieren.

Nicht so allerdings in Indonesien. Hier scheint es normal zu sein, dass geschützte Wälder gerodet und die dadurch entstehenden Brachflächen für Palmölplantagen genutzt werden:

Sumatra: Orang-Utan-Wald steht in Flammen
(SPIEGEL ONLINE)

Bereits drei Viertel eines unter Schutz stehenden Waldgebietes sind infolgedessen bereits vernichtet worden! Obwohl bereits ein Moratorium für die Abholzung weiterer Waldgebiete besteht, erhielt ein großer Konzern die Genehmigung für weitere Rodungen. Klagen der lokalen Bevölkerung sowie lokaler Umweltschutzverbände gegen dieses Vorgehen führten bisher zu keinem Erfolg.

Dabei soll das Land eigentlich Gelder aus dem Ausland im Gegenzug für die Einhaltung von Klimaschutzvereinbarungen erhalten, wobei es im wesentlichen um den Erhalt der letzten verbliebenen Regenwälder in der Region geht. Neben der Bindung von Kohlendioxid geht es dabei auch um den Schutz von Orang-Utans, Elefanten, Tigern und Nashörnern sowie um die Versorgung der lokalen Bevölkerung mit Nahrungspflanzen und Trinkwasser.

Die Organisation "Rettet den Regenwald e.V." hat Ende März diesen Jahres eine Online-Petition dazu gestartet:

Rettet die letzte Zuflucht der Orang-Utans

Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen. Das Öl findet Verwendung als Nahrungsmittel (als Speisefett, zur Herstellung von Backwaren, Margarine und Süßwaren), zur Herstellung von Reinigungsmitteln und Kosmetika sowie zur Herstellung von Biokraftstoffen. Proportional zur Anbaufläche erhält man bei Palmöl einen höheren Ertrag als bei Rapsöl. Allerdings führt die Produktion von Palmöl indirekt zu einem erhöhten Ausstoß von Kohlendioxid, wenn für die Palmölplantagen tropische Regenwälder gerodet werden.

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Weitere Beiträge von mir zu ökologischen Themen

Donnerstag, 29. März 2012

127 Seiten Abrechnung mit der Beschäftigungsform Leiharbeit

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Die Beschäftigungsform Zeitarbeit bzw. Leiharbeit hatte in den letzten 15 Jahren in Deutschland einen erheblichen und - abgesehen von der Wirtschaftskrise 2009 - fast kontinuierlichen Zuwachs zu verzeichnen. Gab es Ende der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts noch weniger als 300.000 Leiharbeiter, so wurde in 2011 die Marke von 900.000 Leiharbeitern geknackt.

Die IG Metall hat jetzt eine 127 Seiten umfassende Broschüre vorgelegt, die eine heftige Anklage dieser Form der abhängigen Beschäftigung und eine Abrechnung damit darstellt:

"Schwarzbuch Leiharbeit": 127 Seiten Anklage
(SPIEGEL ONLINE)

Die Publikation kann hier aufgerufen und heruntergeladen werden.

Die wichtigsten Kritikpunkte sind die deutlich schlechtere Bezahlung im Vergleich zum Stammpersonal, fehlende Anerkennung und fehlende Perspektiven.

Neben vielen Studien und Statistiken kommen dabei auch mehr als tausend Leiharbeitern mit ihren individuellen Erfahrungen zu Wort.

Da in der Publikation nur die negativen Seiten der Leiharbeit sichtbar werden und die "Gegenseite" nicht zu Wort kommt, kann man vermuten, dass die Darstellung etwas einseitig ist. Allerdings ist auch festzustellen, dass entgegen den Erwartungen und Versprechungen von Politik und Wirtschaft im Durchschnitt weniger als 10 Prozent der Leiharbeiter vom Einsatzbetrieb übernommen werden.

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Informationen und Beratung zum Thema gesundheits- und persönlichkeitsförderliche Arbeitsgestaltung

Dienstag, 20. März 2012

Mindesthaltbarkeitsdatum, Abfallvermeidung und Geld sparen bei Lebensmitteln

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Laut einer Studie der Universität Stuttgart, die dieser Tage veröffentlicht wurde, wandern in Deutschland jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll, davon 6.7 Millionen Tonnen aus Privathaushalten. Je Bundesbürger sind das 81.6 Kilogramm Lebensmittel:

LEBENSMITTEL: Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen im Müll
(DER WESTEN)

Zwei Drittel der weggeworfenen Lebensmittel wären dabei noch genießbar gewesen.

Als Hauptursache für diese Menge an Abfall wird ein falsches Verständnis des Mindesthaltbarkeitsdatums angesehen. Die Bundesverbraucherministerin möchte daher jetzt mit einer Informationskampagne über den richtigen Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum aufklären:

FLYER KLÄREN AUF: Neue Kampagne soll Verschwendung von Essen verhindern
(Handelsblatt)

Dazu sollen vier Millionen Infoblättern in 21.000 Supermärkten verteilt werden. Auch der Handel findet diese Aktion sinnvoll.

Was dabei allerdings außen vor bleibt: Es liegt letztlich im Interesse sowohl der Unternehmen (Umsatz, Gewinn) als auch des Staates (Steuern), dass möglichst viel verkauft wird, wobei der daraus resultierende Abfall relativ uninteressant ist.

Man denke nur an die alte Leier vom "Wachstum". Wachstum ist allerdings nur möglich, wenn immer mehr Leute immer mehr Produkte kaufen (die sie nicht wirklich benötigen).

Zu dieser Thematik hatte ich bereits im letzten Jahr einen längeren Beitrag mit Tipps zum Geld Sparen beim Umgang mit Lebensmitteln verfasst:

Geld sparen durch weniger Abfall bei Lebensmitteln

Dabei bin ich u.a. auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, die Nützlichkeit von Abfalldokumentation und Einkaufsplanung sowie Risiken bei Sonderangeboten eingegangen.

Dienstag, 13. März 2012

Wasser sparen - wo es sinnvoll ist und wo eher nicht

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Derzeit (vom 12. bis 17. März 2012) findet in Marseille das 6. Weltwasserforum statt.

6th World Water Forum in Marseille

Sicherlich ein Anlass, um sich einmal Gedanken über den Umgang mit der Ressource Wasser zu machen. Man könnte dabei zunächst meinen, dass es generell sinnvoll ist, möglichst sparsam mit Wasser umzugehen. Aber gilt das für jede Situation und für jeden Ort auf der Welt? Ich bin dazu auf einen Artikel aus 2010 gestoßen, der das ein wenig in Frage stellt:

VERBRAUCHER: Schwacher Strahl
(SPIEGEL ONLINE)

Es ist demnach so, dass die Deutschen ihren Wasserverbrauch in den letzten Jahren bereits erheblich reduziert haben. Diese Reduktion hat jedoch auch zur Folge gehabt, dass die Kosten für die Sicherstellung der Qualität des Trinkwassers gestiegen sind. Die zu geringe Nachfrage hat demzufolge die Fließgeschwindigkeit in den Wasserrohren so weit reduziert, dass sich Ablagerungen und Keime bilden konnten, die durch zusätzliche Maßnahmen wieder beseitigt werden müssen.

Es ist offensichtlich, dass das Wasseraufkommen (Niederschläge, Grundwasser, Nähe zu großen Flüssen usw.) regional und auch jahreszeitlich sehr unterschiedlich ausfällt. Dabei ist zusätzlich festzustellen, dass Wasser im Gegensatz zu anderen Ressourcen wie Erdöl oder Erdgas nicht so ohne weiteres über lange Leitungen von mehreren 1000 Kilometern transportiert werden kann. Über solch lange Wege würden sich ohne weiteres Zutun Keime bilden und das Wasser hätte letztlich nicht mehr die geforderte Trinkwasserqualität. Und ein Transport in Kanistern via LKW oder Schiene wäre immens teuer.

Es ist daher wenig sinnvoll, in einer relativ regenreichen Region Wasser zu sparen, damit den Menschen in den Trockenzonen dieser Erde mehr Wasser zur Verfügung steht.

Sicherlich muss man schauen, ob z.B. in besonders trockenen Sommermonaten auch in Deutschland Wasser sparen angezeigt ist. Und natürlich ist sicherzustellen, dass verbrauchtes Wasser immer soweit aufbereitet wird, dass es in sauberer Form wieder in den natürlichen Kreislauf gelangt.

Und sicherlich kann es für einen einzelnen mit einem besonders hohen Wasserverbrauch sinnvoll sein, Wasser zu sparen, um die Nebenkostenrechnung ein wenig zu reduzieren. Allerdings ist das finanzielle Einsparpotenzial bei Energie und Treibstoff deutlich höher als bei Wasser!

Allerdings gibt es tatsächlich auch für den einzelnen hier in Deutschland sinnvolle Möglichkeiten des sparsamen Umgangs mit Wasser:

Die meisten Menschen greifen hierzulande auf Trinkwasser zurück, dass sie teuer in Flaschenform im Supermarkt kaufen. Im Discounter bekommt man dabei 1.5 Liter Mineralwasser in der preiswertesten Variante für 19 Cent. Je nach Marke ist dieses Mineralwasser über sehr lange Strecken mit dem LKW herantransportiert worden. Die Gewinnung und der Transport dieses Wassers sind enorm energieintensiv, was das Ganze zu einer ziemlich teuren Angelegenheit macht!

Dagegen wird das Wasser, das Basis für unser Leitungswasser ist, in der unmittelbaren Umgebung gewonnen und erfordert dabei wesentlich geringeren Aufwand und Kosten. Und das Leitungswasser hat zumindest in Deutschland eine hervorragende Qualität, so dass es bedenkenlos als Trinkwasser verwendet werden kann!

Dieses Leitungswasser kostet bei meinem Versorger 2.14 Euro (inkl. MWST) pro Kubikmeter. Ein Kubikmeter vom günstigsten Mineralwasser aus dem Discounter kostet dagegen 126.67 Euro! Mineralwasser ist somit mindestens 59mal so teuer wie Leitungswasser. Zudem muss man dieses Mineralwasser erst einmal selber vom Supermarkt nach Hause transportieren, was neben dem zeitlichen Aufwand ggf. auch zusätzliche Spritkosten verursacht.

Allerdings kann man als Verbraucher auch dafür sorgen, dass in regenarmen Gebieten sparsamer mit Wasser umgegangen wird. So erfordert beispielsweise der Anbau von Erdbeeren in Spanien, die man bereits im Frühjahr in Deutschland kaufen kann, eine intensive künstliche Bewässerung. Man kann kurz gesagt, sehr viel zur Reduktion von Transportkosten, Spritverbrauch und Wasserverbrauch in regenarmen Gebieten beitragen, indem man möglichst Obst und Gemüse aus der Region einkauft, so wie es jahreszeitlich bedingt verfügbar ist.

Und nicht zuletzt hat man es durchaus in der Hand, als Urlauber in südlichen Regionen den dortigen Wasserverbrauch zu beeinflussen. In nicht wenigen Urlaubsregionen wird Wasser in Trinkwasserqualität (!) extra herangeschafft, um nicht nur die Versorgung mit Getränken, sondern auch das Duschen und Baden oder das Planschen im hoteleigenen Swimmingpool sicherzustellen!

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Donnerstag, 23. Februar 2012

Am 01.03.2012 in Deutschland nicht tanken?

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Bei Facebook kursiert derzeit der Aufruf, am 01.03.2012 in ganz Deutschland nicht zu tanken. Die Aktion richtet sich gegen die Abzocke durch Mineralölkonzerne durch hohe Spritpreise, die sich allein durch gestiegene Rohöl-Preise nicht erklären lassen.

Die bei Facebook angemeldete Veranstaltung hat mittlerweile bereits deutlich über 1.18 Millionen Zusagen:

Am 01.03.12 in ganz Deutschland nicht Tanken!!!!!!
(Facebook)

Eine überaus beeindruckende Zahl - vor allem wenn man bedenkt, dass die Veranstaltung erst am 22.02. angemeldet worden ist!

Allerdings mache ich mir schon so meine Gedanken darüber, welchen Sinn und Nutzen das Ganze hat. Dieser Nutzen dürfte ziemlich gering sein, wenn die Teilnehmer der Aktion das Tanken lediglich auf die Tage vor und nach dem 1. März verschieben.

Gerade Berufskraftfahrer und Pendler tanken ja nicht zum Spaß, sondern weil sie mit dem PKW oder auch LKW fahren müssen! Ohne eine grundsätzliche Umstellung des individuellen Fahrverhaltens wird sich allerdings an der Menge verbrauchten Benzins und damit auch am Umsatz und Gewinn der Mineralölkonzerne nichts ändern!

Eine grundsätzliche Umstellung betrifft dabei die Frage, d.h. wie man fährt (wenn man denn fahren muss) und auch in welchem Umfang man sein Fahrzeug im Freizeitbereich nutzt!

Hier meine Tipps zum spritsparenden Fahren, von denen zumindest die meisten wohl bekannt sein dürften:

1. Vorausschauend Fahren! Die Strecke und den Verkehrsfluss im Hinblick auf Bremserfordernisse analysieren und nicht noch mal sinnlos vor einer auf Rot schaltenden Ampel zu beschleunigen.
2. Möglichst niedrigtourig fahren, d.h. bei Benzinern eine Drehzahl von etwa 2000 Umdrehungen pro Minute anstreben. Bei leicht abschüssigem Gelände darf die Umdrehungszahl auch mal darunter liegen.
3. Besonders sparsam ist man übrigens im 5. Gang zwischen 70 und 90 km/h unterwegs.
4. Ausnutzen der Motorbremse, d.h. Fuß von allen Pedalen, wenn ein allmähliches Bremsen oder wenn bei abschüssigem Gelände keine weitere Beschleunigung erforderlich ist! Zumindest bei neueren Fahrzeugen führt dies zu einer Abschaltung der Benzinzufuhr. Außerdem reduziert sich dadurch der Verschleiß der Radbremsen.
5. Alternativ: Fahrzeug im Leerlauf ausrollen lassen! Je nach Gefälle und Bremserfordernis kann es in manchen Situationen sinnvoller sein, das Fahrzeug im Leerlauf ausrollen zu lassen. Dadurch wird die kinetische Energie des Fahrzeugs besser ausgenutzt.
6. Bei der Wahl des Fahrzeugs auch auf den Verbrauch achten! Dabei nicht nur die Angaben des Herstellers, sondern auch Informationen in unabhängigen Verbraucherportalen oder Berichte von Automobilclubs beachten!
7. Bitte keine Automatik-Schaltung aufschwatzen lassen, die den Verbrauch pauschal um etwa einen Liter erhöht!
8. Kurzstrecken meiden, da der kalte Motor (insbesondere in der kalten Jahreszeit) beim Start sehr viel mehr Sprit verbraucht als ein warmgelaufener Motor. Außerdem tut ein bisschen Bewegung auch ganz gut!
9. Fahrgemeinschaften bilden!

Wenn ich mal meine persönliche Fahrweise mit der anderer Fahrer auf der Autobahn vergleiche, so dürfte wohl der eine oder andere Verkehrsteilnehmer noch ein gewisses Spritspar-Potenzial aufweisen.

Da gibt es nicht nur diejenigen, die einen mit 180 oder 200 km/h überholen müssen, sondern einige müssen dann auf der Abfahrt von der Autobahn noch mal richtig beschleunigen, um kurz darauf wieder abrupt abbremsen zu müssen.

Häufig hört man an dieser Stelle noch den Tipp, man solle doch bei sogenannten freien Tankstellen tanken! Diesen immer wieder heruntergeleierten Hinweis kann ich allerdings nicht mehr hören! Nach meiner Erfahrung liegt der Unterschied zwischen den freien Tankstellen und den A- und B-Marken bei 1 bis 3 Cent. Viel erheblicher für den Spritpreis sind allerdings die Region sowie Wochentag und Uhrzeit. Siehe dazu auch diesen Beitrag: Billiger tanken - ab jetzt nicht mehr montags?.

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Weitere Geldspartipps

Dienstag, 31. Januar 2012

Schlechte Umweltbilanz für Elektroautos

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Neben der Energiesparlampe wird seid geraumer Zeit ein weiteres klimafreundliches Wundermittel als Sau durchs ökologische Dorf getrieben - das Elektroauto.

Während der herkömmliche PKW böses Benzin oder Diesel aus Erdöl (vermischt mit Bioethanol und Biodiesel) verbraucht, ist die Energiezufuhr beim Elektroauto ja völlig unproblematisch. Der Strom kommt ja ganz einfach aus der Steckdose.

Bis 2020 sollen daher nach dem Willen der Bundesregierung mindestens eine Million solcher Fahrzeuge auf deutschen Straßen rollen.

Nun hat allerdings das Ökoinstitut in einem Gutachten festgestellt, dass es mit der Klimafreundlichkeit von Elektroautos doch nicht so weit her ist:

UMWELTBILANZ VON ELEKTROAUTOS: Öko nur gegen Aufpreis
(taz.de)

Ein positiver Klimaeffekt ist demnach allerhöchstens dann zu erwarten, wenn die Fahrzeuge allein mit ökologisch produziertem Strom aufgeladen werden. Bei der Verwendung von normalem Strom, zusammengesetzt aus allen in Deutschland verfügbaren Stromquellen, gibt es dagegen keinen Unterschied in der Ökobilanz von Elektro- und Benzinautos.

Allerdings fehlen auf absehbare Zeit die Kapazitäten, um ökologisch produzierten Strom für die geplante Menge an elektrisch betriebenen Fahrzeugen sicherzustellen.

Die Experten sehen es daher bessere Alternative an, in die Entwicklung effizienterer Benzinautos zu investieren.

Dabei sind Elektroautos vergleichsweise teuer. Aktuell kommen diese Fahrzeuge auch noch lange nicht an die Reichweite eines mit Benzin oder Diesel fahrenden PKWs heran. Das Volltanken eines Elektro-Autos bedeutet dabei, es für mehrere Stunden an einer Steckdose anzuschließen.

Ich selber möchte keinesfalls auf das Autofahren verzichten, habe mich allerdings auch aus ökologischen Gründen ganz bewusst für einen sparsamen Kleinwagen und für eine sparsame Fahrweise entschieden. Ein Elektroauto kommt dabei für mich auf lange Sicht nicht in Frage. Ich möchte jedenfalls für eine Strecke von mehreren hundert bis vielleicht auch mal 1000 Kilometern nicht mehrere lange Zwischenstopps und Übernachtungen einlegen müssen.

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Weitere Beiträge von mir zu ökologischen Themen

Dienstag, 24. Januar 2012

Alternative Gewinne mit Brunnenaktien

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Am Samstag, dem 21.01., war ich auf dem Börsentag hier in Dresden.

Unter den vielen Ausstellern von Banken, Fonds, Vermögensverwaltungen usw. war auch ein Dresdner Verein vertreten, der dann doch irgendwie aus der Masse herausstach:

arche noVa. Initiative für Menschen in Not.

Dieser Verein bot dem geneigten Besucher sogenannte "Brunnenaktien" an.

Wer diesen Begriff geistig im Kontext des Börsentages verarbeitet, wird an dieser Stelle vielleicht vermuten, dass es dabei um Spekulationen und Gewinne mit der in manchen Regionen knappen Ressource Wasser geht.

Tatsächlich kann man mit diesen "Brunnenaktien" etwas gewinnen. Nämlich das Gefühl, etwas Gutes tun. Allerdings handelt es sich bei diesen "Aktien" letztlich um nichts anderes als um "Spendenquittungen".

Der Verein "arche noVa e.V." wurde 1992 gegründet und engagiert sich seitdem in der internationalen Humanitären und Entwicklungshilfe insbesondere im Bereich der Wasseraufbereitung und Sanitärversorgung. Der Schwerpunkt der Arbeit des Vereins liegt in der Soforthilfe für Menschen, die durch Kriege, Unterdrückung und Naturkatastrophen in Not geraten sind.

Begonnen hat die Arbeit des Vereins mit einem Engagement im Anschluss an den Golfkrieg 1992 in der UN-Schutzzone in Nordirak. Weiterhin hat sich der Verein u.a. bei der Hilfe für die Tsunami-Opfer in Ostasien 2004, die Erdbebenopfer in Haiti 2010 und Flutopfer in Pakistan 2010 engagiert.

Neben der Soforthilfe gehört zu den Aufgaben des Vereins auch die Bildungsarbeit an sächsischen Schulen inkl. Lehrerfortbildung zu den Themen Demokratie, humanitäre Hilfe, Konflikte, Nachhaltigkeit, Toleranz, Globalisierung und Welthandel. Des weiteren gibt es auch längerfristige Projekte, bei denen die Menschen vor Ort beim Aufbau einer selbstbestimmten Existenz unterstützt werden.

Seit 1995 trägt der Verein das DZI-Spendensiegel, was auf ein hohes Maß an Transparenz, Sparsamkeit und Zweckgebundenheit bei den Ausgaben hinweist.

Samstag, 21. Januar 2012

Eine Anlage mit 12 Prozent

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Ich bin dann heute doch noch zum Börsentag hier in Dresden gegangen.

Und bin dabei auf eine interessante Anlage gestoßen, bei der man garantiert 12 Prozent bekommt: Trollinger

Davon wurde mir jedenfalls ein Glas voll am Stand eines schwäbischen Aktienklubs angeboten.

Bei einer französischen Bank gab es Kaffee, Cappuccino und Latte macchiato. Ich entschied mich für letzteres. Wie meistens.

Des weiteren habe ich dann doch wieder noch einige Kugelschreiber und zwei Blöcke mit Haftnotizen mitgenommen.

Unter den ganzen Banken, Fonds, Vermögensverwaltungen usw. stach übrigens ein Stand eines Dresdner Vereins heraus, der eine etwas andere Anlagestrategie verfolgt und auch einen etwas anderen Gewinn verspricht. Darüber werde ich dann in den nächsten Tagen noch berichten.

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Noch ein interessanter Link:
Diverse Beiträge zum Geld sparen und Geld verdienen

Freitag, 20. Januar 2012

Billiger tanken - ab jetzt nicht mehr montags?

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Im Durchschnitt konnte man bisher immer am Montag (vormittag) am günstigsten tanken.

Dies scheint allerdings nunmehr vorbei zu sein:

Ölkonzerne ändern ihre Strategie:
Billiges Tanken am Montag ist Geschichte

(RP ONLINE)

Demnach ist es wohl seit Ende 2011 der Samstag, an dem man den Sprit am preiswertesten bekommt.

Allerdings gab und gibt es nach meiner Erfahrung keinen Automatismus, der einem garantiert, dass man an einem bestimmten Wochentag und an einer bestimmten Tankstelle garantiert am günstigsten tanken kann.

Neben dem Wochentag spielen vor allem die Marke, die Region und Uhrzeit eine wichtige Rolle. Und ein bisschen auch der "Zufall". Da kann es durchaus sein, dass eine bestimmte Tankstelle völlig unerwartet den Preis erhöht oder gesenkt hat.

Auf diese Weise können auf einer Strecke von 100 km und innerhalb einer Woche durchaus Unterschiede von 10 Cent resultieren. Unabhängig von Schwankungen der Weltmarktpreise für Erdöl!

Und nicht in jedem Fall ist die "freie Tankstelle" die günstigste.

Als ich noch gependelt bin, war es regelmäßig, allerdings nicht immer, eine bestimmte Tankstelle einer eigentlich teuren Marke, bei ich am günstigsten tanken konnte. Allerdings nur am Montag und nur bis 9.00 Uhr. Danach lag der Preis meist um 3 bis 5 Cent höher.

Auf steigende Benzinpreise in zeitlicher Nähe zu Feiertagen und Schulferien wird man sich allerdings wohl auch weiterhin verlassen können.

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Ein anderer interessanter Beitrag zum Thema "Sparen":
Geld sparen durch weniger Abfall bei Lebensmitteln

Mittwoch, 18. Januar 2012

Ist die Energieeinsparung durch Energiesparlampen deutlich geringer als angenommen?

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Mit der Verordnung 244/2009 hatte die EU im Jahr 2009 ein stufenweises Herstellungs- und Verkaufsverbot für herkömmliche Glühlampen in Abhängigkeit von der Leistungsaufnahme und Energieeffizienz beschlossen. Herkömmliche Glühlampen oder Glühbirnen mit einer Leistungsaufnahme von 100 Watt dürfen daher bereits seit September 2009 nicht mehr verkauft werden, Glühbirnen mit 75 Watt nicht mehr seit September 2010 und Glühbirnen mit 60 Watt nicht mehr seit September 2011. Ab September 2012 dürfen gar keine herkömmlichen Glühbirnen mehr in den Handel gelangen (mit einigen Ausnahmen).

Weitere Informationen zum Glühbirnen-Verbot
(Wikipedia)

Der EU-Beschluss erfolgte in der Erwartung, damit den Energieverbrauch (und darüber vermittelt natürlich auch den Kohlendioxid-Ausstoß) wesentlich reduzieren zu können. Allerdings muss es dabei in den Entscheidungsgremien recht hektisch zugegangen sein und man hat wohl nicht alle wichtigen Informationen einbezogen. Insbesondere sind die Aufwendungen bei der Herstellung und Abfallverwertung anscheinend überhaupt nicht berücksichtigt worden:

Abschaffung der Glühbirne 2012
... alles bloß ein hektischer Rechenfehler?

(Heise.de)

Werden die Sparlampen allgemein mit einer Energieersparnis von 80 Prozent beworben, so scheint die Ersparnis unter realen Bedingungen tatsächlich nur bei 25 Prozent zu liegen.

Ein besonderes Risiko besteht dabei darin, dass die Energiespar-Lampen Quecksilber enthalten und dementsprechend nicht über den normalen Hausmüll auf herkömmlichen Deponien oder in Müllverbrennungsanlagen landen dürfen. Allerdings zeigen Untersuchungen in Skandinavien, dass wohl die Hälfte der Energiesparlampen dennoch im Hausmüll landet!

Ich habe in einem Selbstversuch feststellen können, dass ich durch den Einsatz einer solchen Lampe tatsächlich Energie einsparen konnte und sich dadurch auch der erhöhte Preis amortisiert hat. Allerdings hat die Lampe bei weitem nicht so lange gehalten, wie es die Werbung verspricht:

Meine Energiesparlampe - die versprochenen 10.000 Stunden hat sie nicht gehalten!

Des weiteren musste ich feststellen, dass eine 11-Watt-Energiesparlampe keinesfalls dieselbe Lichtleistung wie eine 60-Watt-Glühbirne aufweist! Wer eine Energiesparlampe als Ersatz für eine herkömmliche Glühbirne kauft, sollte vor allem auf eine vergleichbare Lichtleistung (d.h. nicht die Angabe in Watt, sondern die Angabe in Lumen) achten.

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Ein anderer interessanter Beitrag:
Geld sparen (und etwas für die Umwelt tun) durch weniger Abfall bei Lebensmitteln

Montag, 16. Januar 2012

Risiken von RFID-Chips in spektakulärer Aktion aufgedeckt

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RFID steht für "radio-frequency identification" und lässt sich übersetzen als "Identifizierung mittels elektromagnetischer Wellen". Ein RFID-System besteht aus einem sogenannten Transponder, der einen bestimmten Code enthält, und einem speziellen Lesegerät zum Auslesen dieses Codes. Das Lesegerät versorgt den Transponder mittels magnetischer Wechselfelder oder hochfrequenter Radiowellen mit Energie und regt den Transponder gleichzeitig dazu an, die gespeicherten Informationen an das Lesegerät zu senden. Neben passiven gibt es auch aktive Transponder mit eigener Energiequelle und entsprechender Sendeleistung (Quelle: Wikipedia).

RFID-Chips werden mittlerweile in vielen Bereichen eingesetzt und erlauben es, Gegenstände und Lebewesen automatisch zu identifizieren und (zumindest bei aktivem Transponder) auch zu lokalisieren. Als Implantat lassen sich die Transponder auch bei Menschen und Tieren einsetzen.

Die Chips können winzig klein sein und lassen sich dementsprechend unauffällig platzieren - siehe dazu auch die Ergebnisse einer Google-Bildersuche.

RFID-Chips werden in Unternehmen u.a. im Rahmen der Logistik eingesetzt und ersetzen dort zunehmend den herkömmlichen Barcode.

In Deutschland enthält auch der neue Personalausweis seit dem 1. November 2010 einen solchen Chip.

Die Verwendung von RFID-Chips birgt dabei unterschiedliche Risiken. Auf Risiken im Bereich Datenschutz hat jetzt die Organisation FoeBuD e.V. in einer spektakulären Situation vor einem Bekleidungs-Store hingewiesen:

WDR, Sendung Markt: Kleidungsstücke mit RFID-Schnüffelchips verwanzt

Eigentlich werden die in diesem Beispiel eingesetzten "Schnüffel-Chips" spätestens dann nicht mehr benötigt, wenn ein Produkt über die Ladentheke geht. Allerdings verbleiben sie anscheinend weiterhin am Produkt.

Die hier untersuchten Chips konnten mit Hilfe spezieller Geräte aus einer Entfernung von 8 Metern erfasst und ausgelesen werden. Auf diese Weise könnten beispielsweise unbemerkt Bewegungsprofile erstellt werden (bei einem entsprechend dichten Netz von miteinander gekoppelten Lesegeräten).

Das Vorhandensein solcher Chips ist dem Verbraucher häufig gar nicht bewusst.

Die Aktion von FoeBuD wird in der Sendung "MARKT" am Montag, dem 16.01.2012, um 21.45 Uhr auf WDR präsentiert. Eine Wiederholung erfolgt am Mittwoch, dem 18.01.2012, um 14.15 Uhr.

Freitag, 13. Januar 2012

Gewinnspiele in sozialen Netzwerken. Wie Unternehmen Werbung für umsonst bekommen.

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Wenn man in sozialen Netzwerken, z.B. bei Twitter oder Facebook, unterwegs ist, trifft man gelegentlich auf bestimmte Postings, in denen auf ein Gewinnspiel hingewiesen wird. Dabei werden die Nutzer üblicherweise dazu aufgefordert, ein Posting samt Link weiterzuverbreiten.

Wer dies tut, soll damit die Chance z.B. auf den Gewinn eines iPhones oder iPads bekommen. Und macht damit kostenlos Werbung für das jeweilige Unternehmen.

Wenn entsprechende Postings auf Blogs und anderen separaten Internetseiten erfolgen, sammeln die werbenden Unternehmen zusätzlich noch Verlinkungen, was wiederum den Page Rank positiv beeinflusst.

Alles Dinge, die üblicherweise Geld kosten, wenn derartige Werbung und Links mit Hilfe von Werbeagenturen platziert werden.

Einige Nutzer machen allerdings gern mit und freuen sich darüber, wenn sie nur eine Chance von 1 zu 1000, 1 zu 10.000 oder noch geringer auf einen Gewinn haben.

Manche rennen auch gerade dann zur Lottoannahmestelle, wenn der Jackpot besonders hoch ist und wenn besonders viele andere das auch tun. Bei immer geringer werdender Chance auf den Hauptgewinn.

Ich frage mich übrigens, ob bei all diesen Gewinnspielen wirklich immer jemand den versprochenen Gewinn erhält...

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Wenn es um Werbung im Internet geht, akzeptiere ich persönlich nur Angebote mit einer pauschalen Vergütung und in Ausnahmefällen auch Pay-per-Click-Programme.

Bei letzteren springt dann immer noch meist nur sehr wenig heraus. Aber wenigstens etwas. Im Vergleich zu solchen Gewinnspielen oder auch im Vergleich zu Pay-per-Lead- und Pay-per-Sale-Programmen.

Noch ein Hinweis auf einen separaten Beitrag, in dem ich mich schon einmal mit Geldverdienen durch Werbung im Internet auseinandergesetzt habe:

Probleme beim Geldverdienen mit Werbung im Internet. Warum Affiliate-Programme häufig nichts einbringen

Donnerstag, 12. Januar 2012

Bei ING-DiBa dreht sich aktuell alles um eine Scheibe Wurst

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Die Bank ING-Diba fährt seit einiger Zeit einen eigentlich harmlosen Werbe-Spot. Basketball-Star Dirk Nowitzki betritt darin eine Metzgerei/Fleischerei (in der er angeblich schon in seiner Kindheit eingekauft hat) und bekommt als zusätzliche Gabe eine Scheibe Wurst, Dirk Nowitzki in der Metzgerei - ING-DiBa Werbespot.


Eine wie ich finde frische, sympathische und durchaus passende Werbung, bei der mit Hilfe einer Analogie darauf hingewiesen werden soll, dass es bei dieser Bank (angeblich) mehr Zinsen gibt als bei anderen Kreditinstituten.

Ein harmloser Spot, könnte man meinen. Jedenfalls keine Schockwerbung, wie man sie z.B. von Benetton kennt.

Allerdings hat genau dieser Spot zu einer äußerst kontroversen Diskussion auf der Facebook-Seite der ING-DiBa geführt. Eine Diskussion, angezettelt von militanten Vegetarieren und Veganern, die die besagte Facebook-Seite mit einem Shitstorm von Einträgen überziehen.

Erstaunlicherweise reagiert die Bank als Betreiber der Facebook-Seite allerdings gar nicht oder kaum auf diese Diskussion, sondern lässt die Nutzer einfach gewähren. Wie der PR-Blogger Klaus Eck vermerkt, dauert dieser Shitstorm bereits drei Wochen an und die Bank hat bisher nur wenig getan, um auf diese Diskussion einzuwirken.

Wie wirkt dieses Verhalten (der Bank) auf mich?

Auf den ersten Blick erscheint es mir durchaus sympathisch, wie locker die Bank mit dem Shitstorm umgeht. Dieses Verhalten dürfte sich zunächst recht positiv auf das Image des Unternehmens als besonders tolerant aufwirken. Und Toleranz gehört aktuell zu den besonders gefragten Merkmalen und gesellschaftlichen Werten.

Ich persönlich würde auf solche Attacken sehr viel restriktiver reagieren und vermutlich damit auch gewisse Kundengruppen abschrecken. Allerdings ist eine Bank im Gegensatz zu einem Blogger und Freiberufler wie mir auch darauf angewiesen, eine möglichst große und breite Kundengruppe anzusprechen.

Als ein positiver Effekt ist auf jeden Fall festzuhalten, dass die Bank damit im Gespräch ist und kostenlos Aufmerksamkeit bekommt. Es wird in Blogs und anderen Medien darüber berichtet. Diese Aufmerksamkeit wäre vermutlich weg, wenn die kontroversen Beiträge sofort verschwinden würden (wie ich persönlich das handhaben würde). Oder aber es könnte erst recht zu Hass-Attacken auf das Unternehmen kommen, wenn es Stellung gegen die Angriffe der vegetarier bezieht.

Ohne diese Geschichte wäre ich z.B. auch nicht auf die besagte FB-Seite gelangt. Die Werbung ist mir zwar aus dem TV zwar bekannt, allerdings habe ich sie bisher nicht sonderlich beachtet und ich unterhalte selber auch keine Geschäftsbeziehung mit diesem Unternehmen.

Allerdings erscheint es mir letztlich dann doch problematisch, wenn die Bank fast gar nicht darauf reagiert und keinen Einfluss auf das Geschehen nimmt.

Psychologisch ist übrigens festzustellen, dass ein "unerwünschtes Verhalten" am ehesten dann verschwindet, wenn es keine Beachtung findet und in's Leere führt. Allerdings führen die Attacken der militanten Fleischhasser in dem Falle eben nicht in's Leere, sondern wird von Fleischbefürwortern mehr oder weniger drastisch beantwortet. Es ist daher nicht mit einem schnellen Abklingen der Diskussion zu rechnen, vor allem, wenn immer wieder neue Akteure hinzukommen. Der Shitstorm könnte sich somit noch über Wochen hinziehen.

Dabei fällt auf, dass man nicht einmal Fan der Facebook-Seite sein muss, um dort kommentieren oder andere Beiträge liken zu können! Besonders problematisch ist allerdings, dass es außer dieser Diskussion um fleischliche vs. fleischlose Ernährung auf der Pinnwand überhaupt keine Inhalte gibt. Man kann immer weiter nach unten scrollen und findet nur Beiträge, die sich mit dem Thema Ernährung beschäftigen.

Wo sind eigentlich die banktypischen Inhalte? Oder muss ich erwarten, dass bei den Vertriebspartnern (Filialen hat die Bank ja nicht) hauptsächlich auch über fleischhaltiges vs. vegetarisches Essen diskutiert wird

Die Bank sollte auf jeden Fall (mehr) eigene Inhalte bringen oder überhaupt eigene Inhalte bringen. Hierfür sollte es unbedingt ein professionelles Konzept geben, so dass regelmäßig relevante und aktuelle Inhalte dargeboten werden.

In meinem Psycho-Blog habe ich jetzt auch noch einen separaten Beitrag verfasst, der sich mit Facebook-Seiten und dem Umgang mit Kommentaren im allgemeinen beschäftigt: Wie sollten Unternehmen mit Kommentaren auf Facebook-Seiten umgehen?

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Andere Beiträge zu diesem Thema:

Krisen-PR: Sprachlos und abwartend auf Facebook? Ing-DiBa
(PR Blogger Klaus Eck)

Darf sich die ING-DiBa erpressen lassen? (Franz Patzig)

ING-DiBa, Veganer und die Grenzen des Hausrechts auf Facebook-Fanseiten (Spreerecht; Schwenke & Dramburg Rechtsanwälte)

Breaking News - Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei
(Menze & Koch)

Und Malu Schäfer meint: "Die Erde isst eine Scheibe! Wurst!"

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Zum Thema Werbung und Marketing biete ich übrigens auch Beratung, Vorträge und mehr an:

Beratung, Vorträge, Seminare und Artikel zum Thema Werbung und Marketing

Mittwoch, 4. Januar 2012

Börseninformationstag 2012 in Dresden

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Demnächst ist wieder Kugelschreibertag äh Börsentag in Dresden.

Zeitpunkt: Samstag, 21. Januar 2012, 9.30 Uhr bis 19 Uhr.

Veranstaltungsort: Maritim Kongresszentrum, Ostra-Ufer 2, 01067 Dresden (nahe Bahnhof Mitte und Sächsischer Landtag).

Bei kostenfreiem Eintritt hat jeder Interessierte dabei die Möglichkeit, sich mit Kugelschreibern, Notizblöcken, Stoffbeuteln, Schaumstofftieren und weiteren Werbegeschenken von Anbietern aus dem Finanzbereich einzudecken.

Daneben kann man sich eine ganze Reihe mehr oder weniger interessanter und sinnvoller Vorträge anhören. In fünf parallelen Sessions werden insgesamt 30 Vorträge über jeweils 45 Minuten angeboten. Darin geht es z.B. um verschiedene Anlagestrategien, Trading, Investieren in Aktien, Immobilien, Rohstoffe und Derivate. Unterschiedliche Referenten versuchen sich auch wieder darin, einen Ausblick auf die Entwicklung an den Märkten in 2012 zu geben.

Wer sich den einen oder anderen Beitrag anschauen und anhören möchte, sollte sich beizeiten in dem jeweiligen Raum einfinden. Manche Vortrage sind sehr stark nachgefragt, so dass man kurz vor knapp nicht mal mehr einen Stehplatz am Rand bekommt.

Auf dem Messepodium gibt es eine weitere Reihe von Kurzvorträgen über jeweils 30 Minuten.

Das vollständige Programm zum Börsentag 2012 in Dresden ist hier zu finden.

Einen Großteil der Beiträge sehe ich allerdings eher kritisch.

Die Experten sind ja meist gut darin, bisherige Entwicklungen zu erklären. Aber wer kann schon zukünftige Entwicklungen vorhersehen?

Nicht zuletzt finde ich eine ganze Reihe von dort besprochenen Finanzinstrumenten ganz allgemein problematisch, insbesondere Leerverkäufe, Hedgefonds, Optionsscheine und Zertifikate. Auch von Trading halte ich auch nichts. Des einen Gewinn ist dort immer eines anderen Verlust. Wobei die meisten allerdings glauben, dass sie zu den Gewinnern gehören werden.

Ob ich diesmal hingehen werde, weiß ich noch nicht. Ich habe noch genügend Kugelschreiber und Notizblöcke von diversen Veranstaltungen im letzten Jahr

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Ein anderer interessanter Beitrag:
Geld sparen (und etwas für die Umwelt tun) durch weniger Abfall bei Lebensmitteln