Dienstag, 31. Januar 2012

Schlechte Umweltbilanz für Elektroautos

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Neben der Energiesparlampe wird seid geraumer Zeit ein weiteres klimafreundliches Wundermittel als Sau durchs ökologische Dorf getrieben - das Elektroauto.

Während der herkömmliche PKW böses Benzin oder Diesel aus Erdöl (vermischt mit Bioethanol und Biodiesel) verbraucht, ist die Energiezufuhr beim Elektroauto ja völlig unproblematisch. Der Strom kommt ja ganz einfach aus der Steckdose.

Bis 2020 sollen daher nach dem Willen der Bundesregierung mindestens eine Million solcher Fahrzeuge auf deutschen Straßen rollen.

Nun hat allerdings das Ökoinstitut in einem Gutachten festgestellt, dass es mit der Klimafreundlichkeit von Elektroautos doch nicht so weit her ist:

UMWELTBILANZ VON ELEKTROAUTOS: Öko nur gegen Aufpreis
(taz.de)

Ein positiver Klimaeffekt ist demnach allerhöchstens dann zu erwarten, wenn die Fahrzeuge allein mit ökologisch produziertem Strom aufgeladen werden. Bei der Verwendung von normalem Strom, zusammengesetzt aus allen in Deutschland verfügbaren Stromquellen, gibt es dagegen keinen Unterschied in der Ökobilanz von Elektro- und Benzinautos.

Allerdings fehlen auf absehbare Zeit die Kapazitäten, um ökologisch produzierten Strom für die geplante Menge an elektrisch betriebenen Fahrzeugen sicherzustellen.

Die Experten sehen es daher bessere Alternative an, in die Entwicklung effizienterer Benzinautos zu investieren.

Dabei sind Elektroautos vergleichsweise teuer. Aktuell kommen diese Fahrzeuge auch noch lange nicht an die Reichweite eines mit Benzin oder Diesel fahrenden PKWs heran. Das Volltanken eines Elektro-Autos bedeutet dabei, es für mehrere Stunden an einer Steckdose anzuschließen.

Ich selber möchte keinesfalls auf das Autofahren verzichten, habe mich allerdings auch aus ökologischen Gründen ganz bewusst für einen sparsamen Kleinwagen und für eine sparsame Fahrweise entschieden. Ein Elektroauto kommt dabei für mich auf lange Sicht nicht in Frage. Ich möchte jedenfalls für eine Strecke von mehreren hundert bis vielleicht auch mal 1000 Kilometern nicht mehrere lange Zwischenstopps und Übernachtungen einlegen müssen.

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Weitere Beiträge von mir zu ökologischen Themen

Dienstag, 24. Januar 2012

Alternative Gewinne mit Brunnenaktien

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Am Samstag, dem 21.01., war ich auf dem Börsentag hier in Dresden.

Unter den vielen Ausstellern von Banken, Fonds, Vermögensverwaltungen usw. war auch ein Dresdner Verein vertreten, der dann doch irgendwie aus der Masse herausstach:

arche noVa. Initiative für Menschen in Not.

Dieser Verein bot dem geneigten Besucher sogenannte "Brunnenaktien" an.

Wer diesen Begriff geistig im Kontext des Börsentages verarbeitet, wird an dieser Stelle vielleicht vermuten, dass es dabei um Spekulationen und Gewinne mit der in manchen Regionen knappen Ressource Wasser geht.

Tatsächlich kann man mit diesen "Brunnenaktien" etwas gewinnen. Nämlich das Gefühl, etwas Gutes tun. Allerdings handelt es sich bei diesen "Aktien" letztlich um nichts anderes als um "Spendenquittungen".

Der Verein "arche noVa e.V." wurde 1992 gegründet und engagiert sich seitdem in der internationalen Humanitären und Entwicklungshilfe insbesondere im Bereich der Wasseraufbereitung und Sanitärversorgung. Der Schwerpunkt der Arbeit des Vereins liegt in der Soforthilfe für Menschen, die durch Kriege, Unterdrückung und Naturkatastrophen in Not geraten sind.

Begonnen hat die Arbeit des Vereins mit einem Engagement im Anschluss an den Golfkrieg 1992 in der UN-Schutzzone in Nordirak. Weiterhin hat sich der Verein u.a. bei der Hilfe für die Tsunami-Opfer in Ostasien 2004, die Erdbebenopfer in Haiti 2010 und Flutopfer in Pakistan 2010 engagiert.

Neben der Soforthilfe gehört zu den Aufgaben des Vereins auch die Bildungsarbeit an sächsischen Schulen inkl. Lehrerfortbildung zu den Themen Demokratie, humanitäre Hilfe, Konflikte, Nachhaltigkeit, Toleranz, Globalisierung und Welthandel. Des weiteren gibt es auch längerfristige Projekte, bei denen die Menschen vor Ort beim Aufbau einer selbstbestimmten Existenz unterstützt werden.

Seit 1995 trägt der Verein das DZI-Spendensiegel, was auf ein hohes Maß an Transparenz, Sparsamkeit und Zweckgebundenheit bei den Ausgaben hinweist.

Samstag, 21. Januar 2012

Eine Anlage mit 12 Prozent

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Ich bin dann heute doch noch zum Börsentag hier in Dresden gegangen.

Und bin dabei auf eine interessante Anlage gestoßen, bei der man garantiert 12 Prozent bekommt: Trollinger

Davon wurde mir jedenfalls ein Glas voll am Stand eines schwäbischen Aktienklubs angeboten.

Bei einer französischen Bank gab es Kaffee, Cappuccino und Latte macchiato. Ich entschied mich für letzteres. Wie meistens.

Des weiteren habe ich dann doch wieder noch einige Kugelschreiber und zwei Blöcke mit Haftnotizen mitgenommen.

Unter den ganzen Banken, Fonds, Vermögensverwaltungen usw. stach übrigens ein Stand eines Dresdner Vereins heraus, der eine etwas andere Anlagestrategie verfolgt und auch einen etwas anderen Gewinn verspricht. Darüber werde ich dann in den nächsten Tagen noch berichten.

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Noch ein interessanter Link:
Diverse Beiträge zum Geld sparen und Geld verdienen

Freitag, 20. Januar 2012

Billiger tanken - ab jetzt nicht mehr montags?

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Im Durchschnitt konnte man bisher immer am Montag (vormittag) am günstigsten tanken.

Dies scheint allerdings nunmehr vorbei zu sein:

Ölkonzerne ändern ihre Strategie:
Billiges Tanken am Montag ist Geschichte

(RP ONLINE)

Demnach ist es wohl seit Ende 2011 der Samstag, an dem man den Sprit am preiswertesten bekommt.

Allerdings gab und gibt es nach meiner Erfahrung keinen Automatismus, der einem garantiert, dass man an einem bestimmten Wochentag und an einer bestimmten Tankstelle garantiert am günstigsten tanken kann.

Neben dem Wochentag spielen vor allem die Marke, die Region und Uhrzeit eine wichtige Rolle. Und ein bisschen auch der "Zufall". Da kann es durchaus sein, dass eine bestimmte Tankstelle völlig unerwartet den Preis erhöht oder gesenkt hat.

Auf diese Weise können auf einer Strecke von 100 km und innerhalb einer Woche durchaus Unterschiede von 10 Cent resultieren. Unabhängig von Schwankungen der Weltmarktpreise für Erdöl!

Und nicht in jedem Fall ist die "freie Tankstelle" die günstigste.

Als ich noch gependelt bin, war es regelmäßig, allerdings nicht immer, eine bestimmte Tankstelle einer eigentlich teuren Marke, bei ich am günstigsten tanken konnte. Allerdings nur am Montag und nur bis 9.00 Uhr. Danach lag der Preis meist um 3 bis 5 Cent höher.

Auf steigende Benzinpreise in zeitlicher Nähe zu Feiertagen und Schulferien wird man sich allerdings wohl auch weiterhin verlassen können.

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Ein anderer interessanter Beitrag zum Thema "Sparen":
Geld sparen durch weniger Abfall bei Lebensmitteln

Mittwoch, 18. Januar 2012

Ist die Energieeinsparung durch Energiesparlampen deutlich geringer als angenommen?

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Mit der Verordnung 244/2009 hatte die EU im Jahr 2009 ein stufenweises Herstellungs- und Verkaufsverbot für herkömmliche Glühlampen in Abhängigkeit von der Leistungsaufnahme und Energieeffizienz beschlossen. Herkömmliche Glühlampen oder Glühbirnen mit einer Leistungsaufnahme von 100 Watt dürfen daher bereits seit September 2009 nicht mehr verkauft werden, Glühbirnen mit 75 Watt nicht mehr seit September 2010 und Glühbirnen mit 60 Watt nicht mehr seit September 2011. Ab September 2012 dürfen gar keine herkömmlichen Glühbirnen mehr in den Handel gelangen (mit einigen Ausnahmen).

Weitere Informationen zum Glühbirnen-Verbot
(Wikipedia)

Der EU-Beschluss erfolgte in der Erwartung, damit den Energieverbrauch (und darüber vermittelt natürlich auch den Kohlendioxid-Ausstoß) wesentlich reduzieren zu können. Allerdings muss es dabei in den Entscheidungsgremien recht hektisch zugegangen sein und man hat wohl nicht alle wichtigen Informationen einbezogen. Insbesondere sind die Aufwendungen bei der Herstellung und Abfallverwertung anscheinend überhaupt nicht berücksichtigt worden:

Abschaffung der Glühbirne 2012
... alles bloß ein hektischer Rechenfehler?

(Heise.de)

Werden die Sparlampen allgemein mit einer Energieersparnis von 80 Prozent beworben, so scheint die Ersparnis unter realen Bedingungen tatsächlich nur bei 25 Prozent zu liegen.

Ein besonderes Risiko besteht dabei darin, dass die Energiespar-Lampen Quecksilber enthalten und dementsprechend nicht über den normalen Hausmüll auf herkömmlichen Deponien oder in Müllverbrennungsanlagen landen dürfen. Allerdings zeigen Untersuchungen in Skandinavien, dass wohl die Hälfte der Energiesparlampen dennoch im Hausmüll landet!

Ich habe in einem Selbstversuch feststellen können, dass ich durch den Einsatz einer solchen Lampe tatsächlich Energie einsparen konnte und sich dadurch auch der erhöhte Preis amortisiert hat. Allerdings hat die Lampe bei weitem nicht so lange gehalten, wie es die Werbung verspricht:

Meine Energiesparlampe - die versprochenen 10.000 Stunden hat sie nicht gehalten!

Des weiteren musste ich feststellen, dass eine 11-Watt-Energiesparlampe keinesfalls dieselbe Lichtleistung wie eine 60-Watt-Glühbirne aufweist! Wer eine Energiesparlampe als Ersatz für eine herkömmliche Glühbirne kauft, sollte vor allem auf eine vergleichbare Lichtleistung (d.h. nicht die Angabe in Watt, sondern die Angabe in Lumen) achten.

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Ein anderer interessanter Beitrag:
Geld sparen (und etwas für die Umwelt tun) durch weniger Abfall bei Lebensmitteln

Montag, 16. Januar 2012

Risiken von RFID-Chips in spektakulärer Aktion aufgedeckt

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RFID steht für "radio-frequency identification" und lässt sich übersetzen als "Identifizierung mittels elektromagnetischer Wellen". Ein RFID-System besteht aus einem sogenannten Transponder, der einen bestimmten Code enthält, und einem speziellen Lesegerät zum Auslesen dieses Codes. Das Lesegerät versorgt den Transponder mittels magnetischer Wechselfelder oder hochfrequenter Radiowellen mit Energie und regt den Transponder gleichzeitig dazu an, die gespeicherten Informationen an das Lesegerät zu senden. Neben passiven gibt es auch aktive Transponder mit eigener Energiequelle und entsprechender Sendeleistung (Quelle: Wikipedia).

RFID-Chips werden mittlerweile in vielen Bereichen eingesetzt und erlauben es, Gegenstände und Lebewesen automatisch zu identifizieren und (zumindest bei aktivem Transponder) auch zu lokalisieren. Als Implantat lassen sich die Transponder auch bei Menschen und Tieren einsetzen.

Die Chips können winzig klein sein und lassen sich dementsprechend unauffällig platzieren - siehe dazu auch die Ergebnisse einer Google-Bildersuche.

RFID-Chips werden in Unternehmen u.a. im Rahmen der Logistik eingesetzt und ersetzen dort zunehmend den herkömmlichen Barcode.

In Deutschland enthält auch der neue Personalausweis seit dem 1. November 2010 einen solchen Chip.

Die Verwendung von RFID-Chips birgt dabei unterschiedliche Risiken. Auf Risiken im Bereich Datenschutz hat jetzt die Organisation FoeBuD e.V. in einer spektakulären Situation vor einem Bekleidungs-Store hingewiesen:

WDR, Sendung Markt: Kleidungsstücke mit RFID-Schnüffelchips verwanzt

Eigentlich werden die in diesem Beispiel eingesetzten "Schnüffel-Chips" spätestens dann nicht mehr benötigt, wenn ein Produkt über die Ladentheke geht. Allerdings verbleiben sie anscheinend weiterhin am Produkt.

Die hier untersuchten Chips konnten mit Hilfe spezieller Geräte aus einer Entfernung von 8 Metern erfasst und ausgelesen werden. Auf diese Weise könnten beispielsweise unbemerkt Bewegungsprofile erstellt werden (bei einem entsprechend dichten Netz von miteinander gekoppelten Lesegeräten).

Das Vorhandensein solcher Chips ist dem Verbraucher häufig gar nicht bewusst.

Die Aktion von FoeBuD wird in der Sendung "MARKT" am Montag, dem 16.01.2012, um 21.45 Uhr auf WDR präsentiert. Eine Wiederholung erfolgt am Mittwoch, dem 18.01.2012, um 14.15 Uhr.

Freitag, 13. Januar 2012

Gewinnspiele in sozialen Netzwerken. Wie Unternehmen Werbung für umsonst bekommen.

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Wenn man in sozialen Netzwerken, z.B. bei Twitter oder Facebook, unterwegs ist, trifft man gelegentlich auf bestimmte Postings, in denen auf ein Gewinnspiel hingewiesen wird. Dabei werden die Nutzer üblicherweise dazu aufgefordert, ein Posting samt Link weiterzuverbreiten.

Wer dies tut, soll damit die Chance z.B. auf den Gewinn eines iPhones oder iPads bekommen. Und macht damit kostenlos Werbung für das jeweilige Unternehmen.

Wenn entsprechende Postings auf Blogs und anderen separaten Internetseiten erfolgen, sammeln die werbenden Unternehmen zusätzlich noch Verlinkungen, was wiederum den Page Rank positiv beeinflusst.

Alles Dinge, die üblicherweise Geld kosten, wenn derartige Werbung und Links mit Hilfe von Werbeagenturen platziert werden.

Einige Nutzer machen allerdings gern mit und freuen sich darüber, wenn sie nur eine Chance von 1 zu 1000, 1 zu 10.000 oder noch geringer auf einen Gewinn haben.

Manche rennen auch gerade dann zur Lottoannahmestelle, wenn der Jackpot besonders hoch ist und wenn besonders viele andere das auch tun. Bei immer geringer werdender Chance auf den Hauptgewinn.

Ich frage mich übrigens, ob bei all diesen Gewinnspielen wirklich immer jemand den versprochenen Gewinn erhält...

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Wenn es um Werbung im Internet geht, akzeptiere ich persönlich nur Angebote mit einer pauschalen Vergütung und in Ausnahmefällen auch Pay-per-Click-Programme.

Bei letzteren springt dann immer noch meist nur sehr wenig heraus. Aber wenigstens etwas. Im Vergleich zu solchen Gewinnspielen oder auch im Vergleich zu Pay-per-Lead- und Pay-per-Sale-Programmen.

Noch ein Hinweis auf einen separaten Beitrag, in dem ich mich schon einmal mit Geldverdienen durch Werbung im Internet auseinandergesetzt habe:

Probleme beim Geldverdienen mit Werbung im Internet. Warum Affiliate-Programme häufig nichts einbringen

Donnerstag, 12. Januar 2012

Bei ING-DiBa dreht sich aktuell alles um eine Scheibe Wurst

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Die Bank ING-Diba fährt seit einiger Zeit einen eigentlich harmlosen Werbe-Spot. Basketball-Star Dirk Nowitzki betritt darin eine Metzgerei/Fleischerei (in der er angeblich schon in seiner Kindheit eingekauft hat) und bekommt als zusätzliche Gabe eine Scheibe Wurst, Dirk Nowitzki in der Metzgerei - ING-DiBa Werbespot.


Eine wie ich finde frische, sympathische und durchaus passende Werbung, bei der mit Hilfe einer Analogie darauf hingewiesen werden soll, dass es bei dieser Bank (angeblich) mehr Zinsen gibt als bei anderen Kreditinstituten.

Ein harmloser Spot, könnte man meinen. Jedenfalls keine Schockwerbung, wie man sie z.B. von Benetton kennt.

Allerdings hat genau dieser Spot zu einer äußerst kontroversen Diskussion auf der Facebook-Seite der ING-DiBa geführt. Eine Diskussion, angezettelt von militanten Vegetarieren und Veganern, die die besagte Facebook-Seite mit einem Shitstorm von Einträgen überziehen.

Erstaunlicherweise reagiert die Bank als Betreiber der Facebook-Seite allerdings gar nicht oder kaum auf diese Diskussion, sondern lässt die Nutzer einfach gewähren. Wie der PR-Blogger Klaus Eck vermerkt, dauert dieser Shitstorm bereits drei Wochen an und die Bank hat bisher nur wenig getan, um auf diese Diskussion einzuwirken.

Wie wirkt dieses Verhalten (der Bank) auf mich?

Auf den ersten Blick erscheint es mir durchaus sympathisch, wie locker die Bank mit dem Shitstorm umgeht. Dieses Verhalten dürfte sich zunächst recht positiv auf das Image des Unternehmens als besonders tolerant aufwirken. Und Toleranz gehört aktuell zu den besonders gefragten Merkmalen und gesellschaftlichen Werten.

Ich persönlich würde auf solche Attacken sehr viel restriktiver reagieren und vermutlich damit auch gewisse Kundengruppen abschrecken. Allerdings ist eine Bank im Gegensatz zu einem Blogger und Freiberufler wie mir auch darauf angewiesen, eine möglichst große und breite Kundengruppe anzusprechen.

Als ein positiver Effekt ist auf jeden Fall festzuhalten, dass die Bank damit im Gespräch ist und kostenlos Aufmerksamkeit bekommt. Es wird in Blogs und anderen Medien darüber berichtet. Diese Aufmerksamkeit wäre vermutlich weg, wenn die kontroversen Beiträge sofort verschwinden würden (wie ich persönlich das handhaben würde). Oder aber es könnte erst recht zu Hass-Attacken auf das Unternehmen kommen, wenn es Stellung gegen die Angriffe der vegetarier bezieht.

Ohne diese Geschichte wäre ich z.B. auch nicht auf die besagte FB-Seite gelangt. Die Werbung ist mir zwar aus dem TV zwar bekannt, allerdings habe ich sie bisher nicht sonderlich beachtet und ich unterhalte selber auch keine Geschäftsbeziehung mit diesem Unternehmen.

Allerdings erscheint es mir letztlich dann doch problematisch, wenn die Bank fast gar nicht darauf reagiert und keinen Einfluss auf das Geschehen nimmt.

Psychologisch ist übrigens festzustellen, dass ein "unerwünschtes Verhalten" am ehesten dann verschwindet, wenn es keine Beachtung findet und in's Leere führt. Allerdings führen die Attacken der militanten Fleischhasser in dem Falle eben nicht in's Leere, sondern wird von Fleischbefürwortern mehr oder weniger drastisch beantwortet. Es ist daher nicht mit einem schnellen Abklingen der Diskussion zu rechnen, vor allem, wenn immer wieder neue Akteure hinzukommen. Der Shitstorm könnte sich somit noch über Wochen hinziehen.

Dabei fällt auf, dass man nicht einmal Fan der Facebook-Seite sein muss, um dort kommentieren oder andere Beiträge liken zu können! Besonders problematisch ist allerdings, dass es außer dieser Diskussion um fleischliche vs. fleischlose Ernährung auf der Pinnwand überhaupt keine Inhalte gibt. Man kann immer weiter nach unten scrollen und findet nur Beiträge, die sich mit dem Thema Ernährung beschäftigen.

Wo sind eigentlich die banktypischen Inhalte? Oder muss ich erwarten, dass bei den Vertriebspartnern (Filialen hat die Bank ja nicht) hauptsächlich auch über fleischhaltiges vs. vegetarisches Essen diskutiert wird

Die Bank sollte auf jeden Fall (mehr) eigene Inhalte bringen oder überhaupt eigene Inhalte bringen. Hierfür sollte es unbedingt ein professionelles Konzept geben, so dass regelmäßig relevante und aktuelle Inhalte dargeboten werden.

In meinem Psycho-Blog habe ich jetzt auch noch einen separaten Beitrag verfasst, der sich mit Facebook-Seiten und dem Umgang mit Kommentaren im allgemeinen beschäftigt: Wie sollten Unternehmen mit Kommentaren auf Facebook-Seiten umgehen?

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Andere Beiträge zu diesem Thema:

Krisen-PR: Sprachlos und abwartend auf Facebook? Ing-DiBa
(PR Blogger Klaus Eck)

Darf sich die ING-DiBa erpressen lassen? (Franz Patzig)

ING-DiBa, Veganer und die Grenzen des Hausrechts auf Facebook-Fanseiten (Spreerecht; Schwenke & Dramburg Rechtsanwälte)

Breaking News - Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei
(Menze & Koch)

Und Malu Schäfer meint: "Die Erde isst eine Scheibe! Wurst!"

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Zum Thema Werbung und Marketing biete ich übrigens auch Beratung, Vorträge und mehr an:

Beratung, Vorträge, Seminare und Artikel zum Thema Werbung und Marketing

Mittwoch, 4. Januar 2012

Börseninformationstag 2012 in Dresden

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Demnächst ist wieder Kugelschreibertag äh Börsentag in Dresden.

Zeitpunkt: Samstag, 21. Januar 2012, 9.30 Uhr bis 19 Uhr.

Veranstaltungsort: Maritim Kongresszentrum, Ostra-Ufer 2, 01067 Dresden (nahe Bahnhof Mitte und Sächsischer Landtag).

Bei kostenfreiem Eintritt hat jeder Interessierte dabei die Möglichkeit, sich mit Kugelschreibern, Notizblöcken, Stoffbeuteln, Schaumstofftieren und weiteren Werbegeschenken von Anbietern aus dem Finanzbereich einzudecken.

Daneben kann man sich eine ganze Reihe mehr oder weniger interessanter und sinnvoller Vorträge anhören. In fünf parallelen Sessions werden insgesamt 30 Vorträge über jeweils 45 Minuten angeboten. Darin geht es z.B. um verschiedene Anlagestrategien, Trading, Investieren in Aktien, Immobilien, Rohstoffe und Derivate. Unterschiedliche Referenten versuchen sich auch wieder darin, einen Ausblick auf die Entwicklung an den Märkten in 2012 zu geben.

Wer sich den einen oder anderen Beitrag anschauen und anhören möchte, sollte sich beizeiten in dem jeweiligen Raum einfinden. Manche Vortrage sind sehr stark nachgefragt, so dass man kurz vor knapp nicht mal mehr einen Stehplatz am Rand bekommt.

Auf dem Messepodium gibt es eine weitere Reihe von Kurzvorträgen über jeweils 30 Minuten.

Das vollständige Programm zum Börsentag 2012 in Dresden ist hier zu finden.

Einen Großteil der Beiträge sehe ich allerdings eher kritisch.

Die Experten sind ja meist gut darin, bisherige Entwicklungen zu erklären. Aber wer kann schon zukünftige Entwicklungen vorhersehen?

Nicht zuletzt finde ich eine ganze Reihe von dort besprochenen Finanzinstrumenten ganz allgemein problematisch, insbesondere Leerverkäufe, Hedgefonds, Optionsscheine und Zertifikate. Auch von Trading halte ich auch nichts. Des einen Gewinn ist dort immer eines anderen Verlust. Wobei die meisten allerdings glauben, dass sie zu den Gewinnern gehören werden.

Ob ich diesmal hingehen werde, weiß ich noch nicht. Ich habe noch genügend Kugelschreiber und Notizblöcke von diversen Veranstaltungen im letzten Jahr

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Ein anderer interessanter Beitrag:
Geld sparen (und etwas für die Umwelt tun) durch weniger Abfall bei Lebensmitteln