Dienstag, 24. Januar 2012

Alternative Gewinne mit Brunnenaktien

Am Samstag, dem 21.01., war ich auf dem Börsentag hier in Dresden.

Unter den vielen Ausstellern von Banken, Fonds, Vermögensverwaltungen usw. war auch ein Dresdner Verein vertreten, der dann doch irgendwie aus der Masse herausstach:

arche noVa. Initiative für Menschen in Not.

Dieser Verein bot dem geneigten Besucher sogenannte "Brunnenaktien" an.

Wer diesen Begriff geistig im Kontext des Börsentages verarbeitet, wird an dieser Stelle vielleicht vermuten, dass es dabei um Spekulationen und Gewinne mit der in manchen Regionen knappen Ressource Wasser geht.

Tatsächlich kann man mit diesen "Brunnenaktien" etwas gewinnen. Nämlich das Gefühl, etwas Gutes tun. Allerdings handelt es sich bei diesen "Aktien" letztlich um nichts anderes als um "Spendenquittungen".

Der Verein "arche noVa e.V." wurde 1992 gegründet und engagiert sich seitdem in der internationalen Humanitären und Entwicklungshilfe insbesondere im Bereich der Wasseraufbereitung und Sanitärversorgung. Der Schwerpunkt der Arbeit des Vereins liegt in der Soforthilfe für Menschen, die durch Kriege, Unterdrückung und Naturkatastrophen in Not geraten sind.

Begonnen hat die Arbeit des Vereins mit einem Engagement im Anschluss an den Golfkrieg 1992 in der UN-Schutzzone in Nordirak. Weiterhin hat sich der Verein u.a. bei der Hilfe für die Tsunami-Opfer in Ostasien 2004, die Erdbebenopfer in Haiti 2010 und Flutopfer in Pakistan 2010 engagiert.

Neben der Soforthilfe gehört zu den Aufgaben des Vereins auch die Bildungsarbeit an sächsischen Schulen inkl. Lehrerfortbildung zu den Themen Demokratie, humanitäre Hilfe, Konflikte, Nachhaltigkeit, Toleranz, Globalisierung und Welthandel. Des weiteren gibt es auch längerfristige Projekte, bei denen die Menschen vor Ort beim Aufbau einer selbstbestimmten Existenz unterstützt werden.

Seit 1995 trägt der Verein das DZI-Spendensiegel, was auf ein hohes Maß an Transparenz, Sparsamkeit und Zweckgebundenheit bei den Ausgaben hinweist.

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