Mittwoch, 18. Januar 2012

Ist die Energieeinsparung durch Energiesparlampen deutlich geringer als angenommen?

Mit der Verordnung 244/2009 hatte die EU im Jahr 2009 ein stufenweises Herstellungs- und Verkaufsverbot für herkömmliche Glühlampen in Abhängigkeit von der Leistungsaufnahme und Energieeffizienz beschlossen. Herkömmliche Glühlampen oder Glühbirnen mit einer Leistungsaufnahme von 100 Watt dürfen daher bereits seit September 2009 nicht mehr verkauft werden, Glühbirnen mit 75 Watt nicht mehr seit September 2010 und Glühbirnen mit 60 Watt nicht mehr seit September 2011. Ab September 2012 dürfen gar keine herkömmlichen Glühbirnen mehr in den Handel gelangen (mit einigen Ausnahmen).

Weitere Informationen zum Glühbirnen-Verbot
(Wikipedia)

Der EU-Beschluss erfolgte in der Erwartung, damit den Energieverbrauch (und darüber vermittelt natürlich auch den Kohlendioxid-Ausstoß) wesentlich reduzieren zu können. Allerdings muss es dabei in den Entscheidungsgremien recht hektisch zugegangen sein und man hat wohl nicht alle wichtigen Informationen einbezogen. Insbesondere sind die Aufwendungen bei der Herstellung und Abfallverwertung anscheinend überhaupt nicht berücksichtigt worden:

Abschaffung der Glühbirne 2012
... alles bloß ein hektischer Rechenfehler?

(Heise.de)

Werden die Sparlampen allgemein mit einer Energieersparnis von 80 Prozent beworben, so scheint die Ersparnis unter realen Bedingungen tatsächlich nur bei 25 Prozent zu liegen.

Ein besonderes Risiko besteht dabei darin, dass die Energiespar-Lampen Quecksilber enthalten und dementsprechend nicht über den normalen Hausmüll auf herkömmlichen Deponien oder in Müllverbrennungsanlagen landen dürfen. Allerdings zeigen Untersuchungen in Skandinavien, dass wohl die Hälfte der Energiesparlampen dennoch im Hausmüll landet!

Ich habe in einem Selbstversuch feststellen können, dass ich durch den Einsatz einer solchen Lampe tatsächlich Energie einsparen konnte und sich dadurch auch der erhöhte Preis amortisiert hat. Allerdings hat die Lampe bei weitem nicht so lange gehalten, wie es die Werbung verspricht:

Meine Energiesparlampe - die versprochenen 10.000 Stunden hat sie nicht gehalten!

Des weiteren musste ich feststellen, dass eine 11-Watt-Energiesparlampe keinesfalls dieselbe Lichtleistung wie eine 60-Watt-Glühbirne aufweist! Wer eine Energiesparlampe als Ersatz für eine herkömmliche Glühbirne kauft, sollte vor allem auf eine vergleichbare Lichtleistung (d.h. nicht die Angabe in Watt, sondern die Angabe in Lumen) achten.

...

Ein anderer interessanter Beitrag:
Geld sparen (und etwas für die Umwelt tun) durch weniger Abfall bei Lebensmitteln

Keine Kommentare: