Montag, 16. Januar 2012

Risiken von RFID-Chips in spektakulärer Aktion aufgedeckt

RFID steht für "radio-frequency identification" und lässt sich übersetzen als "Identifizierung mittels elektromagnetischer Wellen". Ein RFID-System besteht aus einem sogenannten Transponder, der einen bestimmten Code enthält, und einem speziellen Lesegerät zum Auslesen dieses Codes. Das Lesegerät versorgt den Transponder mittels magnetischer Wechselfelder oder hochfrequenter Radiowellen mit Energie und regt den Transponder gleichzeitig dazu an, die gespeicherten Informationen an das Lesegerät zu senden. Neben passiven gibt es auch aktive Transponder mit eigener Energiequelle und entsprechender Sendeleistung (Quelle: Wikipedia).

RFID-Chips werden mittlerweile in vielen Bereichen eingesetzt und erlauben es, Gegenstände und Lebewesen automatisch zu identifizieren und (zumindest bei aktivem Transponder) auch zu lokalisieren. Als Implantat lassen sich die Transponder auch bei Menschen und Tieren einsetzen.

Die Chips können winzig klein sein und lassen sich dementsprechend unauffällig platzieren - siehe dazu auch die Ergebnisse einer Google-Bildersuche.

RFID-Chips werden in Unternehmen u.a. im Rahmen der Logistik eingesetzt und ersetzen dort zunehmend den herkömmlichen Barcode.

In Deutschland enthält auch der neue Personalausweis seit dem 1. November 2010 einen solchen Chip.

Die Verwendung von RFID-Chips birgt dabei unterschiedliche Risiken. Auf Risiken im Bereich Datenschutz hat jetzt die Organisation FoeBuD e.V. in einer spektakulären Situation vor einem Bekleidungs-Store hingewiesen:

WDR, Sendung Markt: Kleidungsstücke mit RFID-Schnüffelchips verwanzt

Eigentlich werden die in diesem Beispiel eingesetzten "Schnüffel-Chips" spätestens dann nicht mehr benötigt, wenn ein Produkt über die Ladentheke geht. Allerdings verbleiben sie anscheinend weiterhin am Produkt.

Die hier untersuchten Chips konnten mit Hilfe spezieller Geräte aus einer Entfernung von 8 Metern erfasst und ausgelesen werden. Auf diese Weise könnten beispielsweise unbemerkt Bewegungsprofile erstellt werden (bei einem entsprechend dichten Netz von miteinander gekoppelten Lesegeräten).

Das Vorhandensein solcher Chips ist dem Verbraucher häufig gar nicht bewusst.

Die Aktion von FoeBuD wird in der Sendung "MARKT" am Montag, dem 16.01.2012, um 21.45 Uhr auf WDR präsentiert. Eine Wiederholung erfolgt am Mittwoch, dem 18.01.2012, um 14.15 Uhr.

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