Donnerstag, 29. März 2012

127 Seiten Abrechnung mit der Beschäftigungsform Leiharbeit

Die Beschäftigungsform Zeitarbeit bzw. Leiharbeit hatte in den letzten 15 Jahren in Deutschland einen erheblichen und - abgesehen von der Wirtschaftskrise 2009 - fast kontinuierlichen Zuwachs zu verzeichnen. Gab es Ende der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts noch weniger als 300.000 Leiharbeiter, so wurde in 2011 die Marke von 900.000 Leiharbeitern geknackt.

Die IG Metall hat jetzt eine 127 Seiten umfassende Broschüre vorgelegt, die eine heftige Anklage dieser Form der abhängigen Beschäftigung und eine Abrechnung damit darstellt:

"Schwarzbuch Leiharbeit": 127 Seiten Anklage
(SPIEGEL ONLINE)

Die Publikation kann hier aufgerufen und heruntergeladen werden.

Die wichtigsten Kritikpunkte sind die deutlich schlechtere Bezahlung im Vergleich zum Stammpersonal, fehlende Anerkennung und fehlende Perspektiven.

Neben vielen Studien und Statistiken kommen dabei auch mehr als tausend Leiharbeitern mit ihren individuellen Erfahrungen zu Wort.

Da in der Publikation nur die negativen Seiten der Leiharbeit sichtbar werden und die "Gegenseite" nicht zu Wort kommt, kann man vermuten, dass die Darstellung etwas einseitig ist. Allerdings ist auch festzustellen, dass entgegen den Erwartungen und Versprechungen von Politik und Wirtschaft im Durchschnitt weniger als 10 Prozent der Leiharbeiter vom Einsatzbetrieb übernommen werden.

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