Dienstag, 20. März 2012

Mindesthaltbarkeitsdatum, Abfallvermeidung und Geld sparen bei Lebensmitteln

Laut einer Studie der Universität Stuttgart, die dieser Tage veröffentlicht wurde, wandern in Deutschland jährlich 11 Millionen Tonnen Lebensmittel auf dem Müll, davon 6.7 Millionen Tonnen aus Privathaushalten. Je Bundesbürger sind das 81.6 Kilogramm Lebensmittel:

LEBENSMITTEL: Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen im Müll
(DER WESTEN)

Zwei Drittel der weggeworfenen Lebensmittel wären dabei noch genießbar gewesen.

Als Hauptursache für diese Menge an Abfall wird ein falsches Verständnis des Mindesthaltbarkeitsdatums angesehen. Die Bundesverbraucherministerin möchte daher jetzt mit einer Informationskampagne über den richtigen Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum aufklären:

FLYER KLÄREN AUF: Neue Kampagne soll Verschwendung von Essen verhindern
(Handelsblatt)

Dazu sollen vier Millionen Infoblättern in 21.000 Supermärkten verteilt werden. Auch der Handel findet diese Aktion sinnvoll.

Was dabei allerdings außen vor bleibt: Es liegt letztlich im Interesse sowohl der Unternehmen (Umsatz, Gewinn) als auch des Staates (Steuern), dass möglichst viel verkauft wird, wobei der daraus resultierende Abfall relativ uninteressant ist.

Man denke nur an die alte Leier vom "Wachstum". Wachstum ist allerdings nur möglich, wenn immer mehr Leute immer mehr Produkte kaufen (die sie nicht wirklich benötigen).

Zu dieser Thematik hatte ich bereits im letzten Jahr einen längeren Beitrag mit Tipps zum Geld Sparen beim Umgang mit Lebensmitteln verfasst:

Geld sparen durch weniger Abfall bei Lebensmitteln

Dabei bin ich u.a. auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, die Nützlichkeit von Abfalldokumentation und Einkaufsplanung sowie Risiken bei Sonderangeboten eingegangen.

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