Mittwoch, 18. April 2012

Autofahren mit Windkraft

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Nein, es geht nicht darum, zukünftig ein Segel ans Auto zu spannen und sich davon ziehen zu lassen. Aber es ist tatsächlich möglich, sein Auto mit aus Windkraft gewonnener Energie anzutreiben:

Autofahren mit gespeicherter Windkraft: Erste Tankstelle mit Wasserstoff aus Windkraft ist in Betrieb
(BlickPunkt Brandenburg)

Die Windenergie aus einem Windpark in der Uckermark wird dazu genutzt, Wasser mittels Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten.

Der gewonnene Wasserstoff kann dann von Autos mit Wasserstoffantrieb getankt werden. Es handelt sich dabei um Fahrzeuge mit Brennstoffzelle oder Wasserstoffverbrennungsmotor. Auch mit Erdgas betriebene Fahrzeuge können mit einem Gemisch aus Erdgas und bis zu 50 Prozent Wasserstoff betankt werden.

Das Projekt zeigt: Die Speicherung von Energie aus Windkraft ist möglich!

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Noch ein Linktipp:
Tipps zum Sprit sparen beim Autofahren

Dienstag, 17. April 2012

Altkleiderspenden - besser nicht in den Altkleidercontainer!

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Was macht ihr eigentlich mit alten Klamotten, die ihr nicht mehr braucht?

Für die meisten dürfte es wohl nahe liegen, alte aber durchaus noch tragbare Kleidung in den Altkleidercontainer zu geben. Auf diese Weise tut man ja auch noch etwas Gutes, indem man etwas für Bedürftige spendet.

Allerdings tut man damit nicht wirklich etwas Gutes. Im Gegenteil.

Der folgende Artikel beschreibt sehr ausführlich, was mit den Altkleiderspenden passiert und wer daran verdient:

Das große Geschäft mit den Kleiderspenden aus Deutschland
(ZEIT ONLINE)

Da in Deutschland nur wenige bedürftige Menschen solche abgetragene Kleidung haben wollen, gelangen diese Spenden in verschiedene Länder der Dritten Welt. Wo sie allerdings nicht als Spenden verteilt, sondern "ganz normal" verkauft werden.

Dadurch wiederum gehen in diesen Ländern Arbeitsplätze in der Textilindustrie verloren. Allein in Tansania in Ostafrika sind auf diese Weise bereits 80.000 Beschäftigte arbeitslos geworden.

Die Spenden tragen somit zur Verarmung ganzer Bevölkerungsschichten in der Dritten Welt bei!

Mit mancher Form von Hilfe kann man auch gut ins Fettnäpfchen treten. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint...

Dieser Artikel beschreibt, wie man sinnvoll Alttextilien spendet:

Richtig Altkleider spenden

Es gibt durchaus Hilfsorganisationen, bei denen solche Spenden gut aufgehoben sind. Ansonsten ist es sinnvoller, alte Klamotten in Tauschbörsen oder Auktionsplattformen anzubieten und auf diese Weise selbst noch vom Wert der Textilien zu profitieren.

Übrigens gibt es hier und da auch Annahmestellen für Altstoffe, bei denen neben Papier auch Alttextilien angenommen werden. Hier in Dresden bekommt man dafür 4 oder 5 Cent pro Kilogramm. Allerdings ist davon auszugehen, dass gut erhaltene Kleidung auch hier letztlich in den Verkauf in Entwicklungsländern geht. Daher und auch wegen des geringen Betrags ist es sinnvoll, nur solche Textilien dort abzugeben, die nicht mehr als Bekleidung zu gebrauchen sind.

Montag, 16. April 2012

Benzinpreisschwankungen zur Verwirrung der Autofahrer

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In einem früheren Beitrag hatte ich darauf hingewiesen, dass die Mineralölkonzerne zur Jahreswende dazu übergegangen sind, Treibstoffe nicht mehr am Montag, sondern nunmehr am Samstag am günstigsten anzubieten.

Dies scheint allerdings mittlerweile hinfällig zu sein. Dafür hat sich in den letzten Wochen die Tendenz herauskristallisiert, dass die Preise für Benzin und Diesel über den Tag hinweg erheblich schwanken.

Der ADAC hat dazu jetzt in einer Untersuchung bei mehreren Tankstellen dreier Konzerne Schwankungen über den Tag von bis zu 12 Cent festgestellt. Dabei war der Sprit jeweils am Morgen am teuersten, am Abend am günstigsten.

Die Autoren des Beitrags in der aktuellen ADAC Motorwelt (Heft 4/2012) vermuten, dass die Preisschwankungen allein dazu dienen, die Autofahrer systematisch in die Irre zu führen.

Ich erwarte übrigens, dass diese "Regelmäßigkeit", dass Sprit am Abend am günstigsten ist, auch nicht von Dauer sein wird.

Das Kartellamt stellt zwar immer wieder fest, dass die Spritpreise bei uns unangemessen hoch sind, scheint aber nach wie vor keine Handhabe gegen die Politik der Mineralölkonzerne zu haben:

BENZINPREISE BLEIBEN HOCH: Kartellamt machtlos gegen Benzin-Oligopol
(FR ONLINE)

Meiner Meinung nach könnte man auf diese Behörde verzichten!

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Von mir gibt es jetzt noch einen neuen Beitrag mit vielen Tipps zu einer spritsparenden Fahrweise:

Tipps zum Sprit sparen beim Autofahren

In dem Beitrag zeige ich allerdings auf, dass man nicht nur bei der Tankrechnung viel Geld sparen kann!

Mittwoch, 11. April 2012

Waldrodung und Palmöl-Plantagen trotz ausgewiesener Naturschutzgebiete in Indonesien

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Man könnte meinen, dass ein Naturschutzgebiet dazu da ist, den gesetzlichen Schutz der darin existierenden Pflanzen und anderen Lebewesen zu garantieren.

Nicht so allerdings in Indonesien. Hier scheint es normal zu sein, dass geschützte Wälder gerodet und die dadurch entstehenden Brachflächen für Palmölplantagen genutzt werden:

Sumatra: Orang-Utan-Wald steht in Flammen
(SPIEGEL ONLINE)

Bereits drei Viertel eines unter Schutz stehenden Waldgebietes sind infolgedessen bereits vernichtet worden! Obwohl bereits ein Moratorium für die Abholzung weiterer Waldgebiete besteht, erhielt ein großer Konzern die Genehmigung für weitere Rodungen. Klagen der lokalen Bevölkerung sowie lokaler Umweltschutzverbände gegen dieses Vorgehen führten bisher zu keinem Erfolg.

Dabei soll das Land eigentlich Gelder aus dem Ausland im Gegenzug für die Einhaltung von Klimaschutzvereinbarungen erhalten, wobei es im wesentlichen um den Erhalt der letzten verbliebenen Regenwälder in der Region geht. Neben der Bindung von Kohlendioxid geht es dabei auch um den Schutz von Orang-Utans, Elefanten, Tigern und Nashörnern sowie um die Versorgung der lokalen Bevölkerung mit Nahrungspflanzen und Trinkwasser.

Die Organisation "Rettet den Regenwald e.V." hat Ende März diesen Jahres eine Online-Petition dazu gestartet:

Rettet die letzte Zuflucht der Orang-Utans

Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen. Das Öl findet Verwendung als Nahrungsmittel (als Speisefett, zur Herstellung von Backwaren, Margarine und Süßwaren), zur Herstellung von Reinigungsmitteln und Kosmetika sowie zur Herstellung von Biokraftstoffen. Proportional zur Anbaufläche erhält man bei Palmöl einen höheren Ertrag als bei Rapsöl. Allerdings führt die Produktion von Palmöl indirekt zu einem erhöhten Ausstoß von Kohlendioxid, wenn für die Palmölplantagen tropische Regenwälder gerodet werden.

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Weitere Beiträge von mir zu ökologischen Themen