Mittwoch, 11. April 2012

Waldrodung und Palmöl-Plantagen trotz ausgewiesener Naturschutzgebiete in Indonesien

Man könnte meinen, dass ein Naturschutzgebiet dazu da ist, den gesetzlichen Schutz der darin existierenden Pflanzen und anderen Lebewesen zu garantieren.

Nicht so allerdings in Indonesien. Hier scheint es normal zu sein, dass geschützte Wälder gerodet und die dadurch entstehenden Brachflächen für Palmölplantagen genutzt werden:

Sumatra: Orang-Utan-Wald steht in Flammen
(SPIEGEL ONLINE)

Bereits drei Viertel eines unter Schutz stehenden Waldgebietes sind infolgedessen bereits vernichtet worden! Obwohl bereits ein Moratorium für die Abholzung weiterer Waldgebiete besteht, erhielt ein großer Konzern die Genehmigung für weitere Rodungen. Klagen der lokalen Bevölkerung sowie lokaler Umweltschutzverbände gegen dieses Vorgehen führten bisher zu keinem Erfolg.

Dabei soll das Land eigentlich Gelder aus dem Ausland im Gegenzug für die Einhaltung von Klimaschutzvereinbarungen erhalten, wobei es im wesentlichen um den Erhalt der letzten verbliebenen Regenwälder in der Region geht. Neben der Bindung von Kohlendioxid geht es dabei auch um den Schutz von Orang-Utans, Elefanten, Tigern und Nashörnern sowie um die Versorgung der lokalen Bevölkerung mit Nahrungspflanzen und Trinkwasser.

Die Organisation "Rettet den Regenwald e.V." hat Ende März diesen Jahres eine Online-Petition dazu gestartet:

Rettet die letzte Zuflucht der Orang-Utans

Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen. Das Öl findet Verwendung als Nahrungsmittel (als Speisefett, zur Herstellung von Backwaren, Margarine und Süßwaren), zur Herstellung von Reinigungsmitteln und Kosmetika sowie zur Herstellung von Biokraftstoffen. Proportional zur Anbaufläche erhält man bei Palmöl einen höheren Ertrag als bei Rapsöl. Allerdings führt die Produktion von Palmöl indirekt zu einem erhöhten Ausstoß von Kohlendioxid, wenn für die Palmölplantagen tropische Regenwälder gerodet werden.

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