Dienstag, 18. Dezember 2012

Mit welchem Heizsystem heizt man besonders kostengünstig und nachhaltig?

Angesichts steigender Kosten für Energie dürfte auch die Motivation von Verbrauchern steigen, beim Energieverbrauch zu sparen, z.B. beim Heizen.

Eine wichtige Frage ist dabei die Wahl eines Heizsystems, das möglichst günstig in der Anschaffung und auch im Betrieb ist.

Einzelne Energieträger lassen sich recht gut hinsichtlich ihrer Kosten bei der Erzeugung einer bestimmten Menge an Wärmeenergie vergleichen. Dabei fällt auf, dass Heizenergie aus Strom besonders teuer ist. 1 kWh Strom kostet deutlich über 20 Cent. Die gleiche Heizleistung ist mit Erdöl bereits für etwa 9 Cent zu haben, mit Erdgas mit 7 Cent und bei der Verbrennung von Holzpellets schon für nur 5 Cent (Stand: Herbst 2012, Quelle: Heizkostenrechner bei Zentralheizung.de).

Wer einen kostengünstigen Zugang zu Brennholz hat, für den dürfte auf jeden Fall eine zentrale Heizungsanlage auf Holzbasis interessant sein, z.B. in Form einer Holzkesselheizung oder als wassergeführter Kaminofen. Solche Heizungsanlagen können je nach Bauart mit Holzpellets oder auch grobem Holz betrieben werden.

Die Verwendung von Holz ist dabei nicht nur kostengünstig, sondern zudem auch ökologisch nachhaltig. Holz wächst wieder nach. Und auch der anrechenbare CO2-Ausstoß liegt bei Holz deutlich unter dem Ausstoß bei Heizöl oder Gas.

Eine solche Heizungsanlage kann durch weitere Elemente ergänzt werden, die ebenfalls der Energieeinsparung dienen, z.B. solarthermische Panels auf dem Dach. Solarthermische Anlagen dienen der direkten Wärmegewinnung. Allerdings besteht hier der Nachteil, dass das Angebot an Wärme und der Bedarf zeitlich nicht zusammenfallen. Daher braucht muss hier zusätzlich ein Pufferspeicher eingerichtet werden, der die gewonnene Wärme aufnehmen kann. Je nach Größe eines solchen Speichers kann Wärmeenergie damit auch über längere Zeiträume gespeichert werden.

Weitere Infos zum Thema Heizen mit Holz und Holzpellets

Mieter sind in der Wahl ihres Heizsystems natürlich etwas eingeschränkt. Aber auch Hauseigentümer und Vermieter sind in ihrer Entscheidung für ein bestimmtes Heizsystem mitunter abhängig von Vorgaben, z.B. Fernwärme-Anschlusszwang.

Im Falle eines Wechsels des Heizsystems fallen teilweise auch erhebliche Kosten für Investitionen an. Aber auch hier wäre zu überprüfen, ob sich ein Wechsel des Heizsystems nicht nach einer vertretbaren Zeit lohnt. Teilweise kann dafür auch eine finanzielle Förderung in Anspruch genommen werden.

Wichtig ist natürlich, dass die Leistung der Heizanlage auf den Bedarf der jeweiligen Immobilie abgestimmt ist. Dazu sollte man sich von qualifizierten Firmen beraten lassen. Diese sollten auch über die Möglichkeiten einer finanziellen Förderung derartiger Investitionen bescheid wissen.

Mehr zum Thema Geld und Energie sparen beim Heizen

Keine Kommentare: