Mittwoch, 24. April 2013

Finanztransaktionssteuer für italienische Aktien seit 1.3.2013

Eine Finanztransaktionssteuer soll es demnächst europaweit geben, für ausgewählte italienische Wertpapiere ist sie bereits zum 1.3.2013 eingeführt worden.

Davon betroffen sind allerdings nicht nur Italiener oder Personen, die an italienischen Börsen mit Aktien handeln, sondern jeder, der weltweit diese Wertpapiere kauft, z.B. auch an einem deutschen Börsenplatz.

Bei der Konstruktion dieser Steuer wird deutlich, dass es hier weniger um die Verhinderung spekulativer Geschäfte geht, sondern vor allem um eine zusätzliche Einnahmequelle:

Besteuert wird der Kauf von Aktien italienischer Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung ab 500 Millionen Euro. Derivate sind von dieser Steuer nicht betroffen. Beim Kauf über den geregelten Markt fällt eine Steuer von 0.12 Prozent an, beim Erwerb im außerbörslichen Handel sind es 0.22 Prozent. Ab 2014 werden es 0.1 bzw. 0.2 Prozent sein. Letztlich betrifft die Steuer etwa 70 große Unternehmen (Quelle: Wikipedia).

Allerdings stellt sich die Frage, ob die vom Staat damit kalkulierten Einnahmen wirklich eintreten werden. Aktuelle Medienberichte verweisen auf ein deutlich reduziertes Handelsvolumen im März. Was natürlich darauf hinweist, dass eine Finanztransaktionssteuer tatsächlich ein sinnvolles und effektives Instrument wäre, wenn sie sich denn auf hochspekulative Transaktionen beziehen würde.

Etwas zum Weiterlesen: Die Finanztransaktionssteuer – eine neue Einnahmequelle, von der auch viele Sparer und Kleinanleger betroffen sein werden

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